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Veranstaltung: “Elektromobilität für Unternehmen“

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Wirtschaftsförderung Bergstraße und Volksbank Darmstadt-Südhessen eG boten Betrieben aus der Region Impulse zur gewerblichen Nutzung von Elektromobilität

Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Bergstraße und ihre Kunden und Lieferanten profi-tieren von einer hervorragenden verkehrstechnischen Infrastruktur: Die Anbindung an das ICE-Netz der Bahn, die Autobahnen A 5, A 67 und A 6 und verschiedene Bundesstraßen bieten die Grundlage für intensiven Waren- und Leistungsaustausch.
Elektrisch betriebene Fahrzeuge bieten Unternehmen die Möglichkeit, Mobilität neu zu ge-stalten. Um die Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung von Elektromobilität zu diskutieren, hatte die Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) in Kooperation mit der Volksbank Darmstadt-Südhessen eG die Betriebe aus der Region zur Veranstaltung „Elektromobilität für Unternehmen“ eingeladen, die am vergangenen Dienstag in den Räumen der Volksbank Darmstadt-Südhessen eG in Lampertheim stattfand. 50 Gäs-te waren der Einladung gefolgt.
Matthias Martiné, Sprecher des Vorstands der Volksbank Darmstadt-Südhessen eG, be-grüßte die Unternehmer. „Elektromobilität führt bislang noch ein Nischendasein, mit der heu-tigen Veranstaltung wollen wir einen Beitrag leisten, sie aus der Ecke herauszubringen“, so Martiné.
Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadt Lampertheim, wies auf die rund eine Milliarde Fahr-zeuge hin, die derzeit weltweit auf den Straßen unterwegs sind. Deren Anzahl soll sich bis 2030 verdoppeln, ging er auf Schätzungen ein. Um den immensen CO2-Ausstoß zu verrin-gern, komme der Elektromobilität eine wichtige Rolle zu, so der Bürgermeister. Mit dem Einsatz eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs auf dem Gelände der Biedensand-Bäder habe die Stadt Lampertheim bereits einen Anfang in Sachen Elektromobilität gemacht. Ge-plant sei, ein weiteres Fahrzeug für den Bauhof anzuschaffen, so der Bürgermeister.
Impulse gaben Jürgen Schilling, HA Hessen Agentur GmbH - Geschäftsstelle Elektromobili-tät, Klaus Baumgärtner, Geschäftsführer der BridgingIT GmbH, sowie Dr. Peter Müller, Vor-stand der GGEW AG.
Wie Schilling erläuterte, hat die neu eingerichtete Geschäftsstelle Elektromobilität der Hes-sen Agentur das Projekt „Strom bewegt“ aufgelegt. Gefördert werde etwa die Anschaffung bzw. das Leasen von Elektrofahrzeugen in der hessischen Landesverwaltung und in den Kommunen sowie Forschungsprojekte. Unterstützung gebe es zudem für das Handwerk sowie für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen. „Mit unserem Engagement wollen wir das Thema Elektromobilität vorantreiben und auch die Unternehmen unterstützen, sich in diesem Zusammenhang als Anbieter von entsprechenden Komponenten und Produkten für die Elektromobilität klarer zu positionieren“, sagte der Referent.
Einen Praxisbericht lieferte anschließend Baumgärtner. Wie die Anwesenden erfuhren, ver-folgt die IT-Beratung, die mehr als 390 Mitarbeiter an acht Standorten beschäftigt, unter der Überschrift „green&social“ ein Programm für soziales Engagement und Umweltaktivitäten. Auch Elektromobilität ist ein großes Thema innerhalb der Unternehmenskultur. „Mit aktuell 17 elektrisch angetriebenen Fahrzeugen verfügen wir über die größte langstreckentaugliche E-Flotte in Deutschland“, so der BridgingIT-Geschäftsführer. Dabei habe es keine ausgefal-lenen Kundentermine oder nicht erreichte Urlaubsziele der Mitarbeiter durch Ladestopps o-der Reichweitenprobleme gegeben. 50 Prozent aller Ladevorgänge seien kostenlos gewe-sen, unter dem Strich konnten mehr als 10.000 Euro Energiekosten eingespart werden, so seine Bilanz.
Dr. Müller führte an, dass E-Mobilität gerade in den vergangenen zwei bis drei Jahren rasant angestiegen sei. „Die GGEW AG bringt die Elektromobilität seit Jahren in der Region aktiv voran“, sagte er. So betreibt der Energieversorger aktuell Ladestationen in Lorsch, Bens-heim, Alsbach-Hähnlein und Seeheim-Jugenheim. Gerade Bensheim sei eine Modellkommu-ne für den Aufbau einer wirtschaftlichen und intelligenten Ladeinfrastruktur, führte der GGEW-Vorstand aus. „Momentan realisieren wir auf dem Kundenparkplatz unseres Haupt-gebäudes, am Badesee Bensheim, am Basinus-Bad sowie an anderen Standorten Lade-punkte“, so Dr. Müller. Geplant seien 50 Ladepunkten bis Ende dieses Jahres, das gesamte Netzgebiet verfüge über ein Potenzial von 169 Ladepunkten.
Die anschließende Diskussionsrunde, deren Moderation Dr. Matthias Zürker, Geschäftsfüh-rer der WFB, übernahm, drehte sich um Aspekte wie die Bereitschaft der Firmen, sich mit Elektromobilität zu befassen, das Feedback von Kunden sowie mögliche Fallstricke. Das Fazit: Es gibt großes Interesse der Firmen an Elektromobilität, die Betriebe sind gut bera-ten, ein individuelles Gesamt-Mobilitätskonzept zu erstellen, das ebenso Möglichkeiten von Car-Sharing umfasst. Von Kunden sowie von den Mitarbeitern in den Firmen wird das The-ma der Erfahrung nach positiv aufgenommen. Forschung und Entwicklung müsse weiter konsequent vorangetrieben werden.
„Elektromobilität ist ein komplexes und engagiert diskutiertes Thema. Es lohnt sich in vieler-lei Hinsicht, dass die Unternehmen sich hiermit beschäftigen und Elektromobilität fest in ein betriebliches Mobilitätskonzept einbetten“, fasste Dr. Zürker zusammen.

K1024 E Mobilität