Schwarzwald black forest Winter-Challenge 2019 – eine Oldtimer-Rallye der besonderen Art.

Volker Weßbecher/ FAWpress
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„Wir wollen keine Oldtimer-Rallye im herkömmlichen Sinne, so das Statement von Dominic Müller, Geschäftsführer vom HOTEL RITTER GmbH & Co. KG im Weindorf Durbach in Baden, Gastgeber und Initiator der zweiten „Schwarzwald black forest Winter-Challenge 2019“ und seinem Rallyeleiter Karlheinz Schott!“ – „Begeisterung und Spaß am Fahren, Leidenschaft fürs alte Blech und tolle Begegnungen an einzigartigen Locations, mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Prüfungen und sehr wenig verbissenem Ernst. Schwarzwald Winter Challenge bedeutet Richtzeit, Sollzeit, Gleichmäßigkeits-, Geschicklichkeits-, Orientierungs- und Spaßprüfungen. Und natürlich begleitet von einem tollen Programm, sympathischen Teilnehmern, bester Kulinarik und Unterkunft, organisiert vom renommierten Oldtimerhotel RITTER in Durbach“, so, mit wenigen Worten eine Rallye beschrieben, die ihresgleichen sucht.
Und die Veranstalter haben Wort gehalten! Die 40 Teilnehmer dieser außergewöhnlichen Rallye durften drei Tage lang Fahrspaß und ein Rahmenprogramm erleben, welche sie sicherlich lange in Erinnerung behalten werden.

Volker Weßbecher/ FAWpress
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Allerdings mussten die Organisatoren beim Prolog am ersten Rallyetag, Start 13.00 Uhr, die Streckenführung kurzfristig verlegen, weil die B500, Schwarzwaldhochstraße, wegen Schneebruch, gesperrt war. So konnte die Fahrerprüfung, an der Skipiste in Untersmatt, nicht durchgeführt werden und auf Umwegen traf sich der gesamte Rallyetross auf dem Parkplatz des Ruhestein, zur Weiterfahrt über Allerheiligen (Wasserfälle), Oppenau, entlang der B28 Richtung Strabourg, nach Offenburg zur Eishalle „BOTUCAL“, zur Geschicklichkeitsprüfung/ Sollzeit und zum Messeparkplatz zur Prüfung Richtzeit. Danach ging die Fahrt zum Ziel auf dem Festplatz in Durbach zur Abnahme der Sollzeit, Zeitnahme mit Lichtschranke. Der erste Rallyetag endete am Abend mit einem Come Together (Küchenparty mit badischem Buffet), im HOTEL RITTER in Durbach.
Am 2. Rallyetag dann Start schon um 09.00 Uhr bei der ersten Etappe (Rhein- und Durchblick). Auf dem Programm stand gleich eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf dem Sohlberg bei Lautenbach. Über Ottenhöfen, Kappelrodeck, Renchen und Zusenhofen führte die Strecke die Rallyeteilnehmer nach Urloffen auf die dortige Kartbahn „Vredestein-baierlacher“, zu einer Geschwindigkeitsprüfung Richtzeit, die den Fahrern schon Einiges an fahrerischem Können abverlangte.
Eine Prüfung der ganz besonderen Art dann, für Fahrer und Blech, im Kieswerk Hermann Uhl in Willstätt-Legelshurst. In vollem Karacho, ab durch die Mitte, zwischen Sand- und Kiesbergen – dazwischen Wasserlöcher und Schlamm. Entsprechend sahen die Oldtimer nach der Prüfung auch aus. Ein Teilnehmerteam fuhr die Prüfung sogar mit offenem Verdeck! Darauf angesprochen kam die lapidare Antwort: „Wir fahren doch schließlich eine Winter-Rallye!“.
Weiter ging es zum City Center Kehl zur Prüfung Sollzeit und Präsentation der Fahrzeuge vor Publikum und anschließend zum Flugplatz in Offenburg, wo die Fahrer, in heftigem Schneetreiben und mit schlechter Sicht, eine Fahrerprüfung in Richtzeit zu absolvieren hatten. Auf der Rückfahrt dann ein kurzer Besuch bei der Winzergenossenschaft Durbach und den Abschluss des Tages bot ein Waldspeckgrillen auf idyllisch eingeschneitem Schloss Staufenberg, mit anschließendem Abendessen.
Die Highlights des dritten Rallyetages, 2. Etappe Hochschwarzwald, sicherlich der Besuch der MOSOLF Teststrecke in Miedersheim, wo wieder das ganze fahrerische Können in der Steilwand der Teststrecke gefordert war. Vorbei an herrlichen Winterlandschaften dann viel Spaß bei der Prüfung auf der Rodelbahn in Gutach, wo von Fahrer und Beifahrer die Geschicklichkeit im Rodelschlitten gefordert war. Und natürlich besuchte man auch die Vogtsbauernhöfe, auf deren Parkplatz ebenfalls eine Geschicklichkeitsprüfung auf dem Tagesprogramm stand. Die Dorotheenhütte in Wolfach war danach die Anfahrt für die Mittagspause der Tagesetappen. Eine weitere Aufgabenstellung auf dem Parkplatz und danach ging die Fahrt, mit mehreren kleineren Tagesprüfungen, nach Durbach, Ziel Festplatz, zur Geschicklichkeitsprüfung „Blinde Schlange“, bei welcher der Fahrer eine Papiertüte über den Kopf gezogen bekam und nur nach den Anweisungen seines Beifahrers/ Beifahrerin, die aufgebaute Slalomstrecke durchfahren musste. „Wer den Schaden hat braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen!“ – Viel Gelächter war auf jeden Fall der Lohn für die Teams!
Drei tolle Rallyetage endeten am Abend mit einem Aperitif und einem Gala-Dinner sowie der Siegerehrung im Restaurant „Wilder Ritter“ und im „Ritter Wiedergrün - Genuss & Wein“, im HOTEL RITTER, ihren Ausklang.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher/ FAWpress