Die Wasserlosen bei „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross

Volker Weßbecher/ FAWpress
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Burghausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Wasserlosen im Landkreis Schweinfurt in Unterfranken, im Nordwesten Bayerns. Im Jahre 2015 wird die Bevölkerungszahl mit 271 Einwohnern angegeben.
Direkt an Burghausen grenzen die Ortschaften Wülfershausen und Schwemmelsbach (beide Gemeinde Wasserlosen im Landkreis Schweinfurt) sowie Altbessingen, Neubessingen und Schwebenried (Ortsteile der Stadt Arnstein im Landkreis Main-Spessart).
Die älteste urkundliche Erwähnung der Villa Burghausen stammt von 1316. Dort wird festgehalten, dass Theodor von Heseler und ein nicht mehr lesbarer Adeliger dem Kloster Schönau Einkünfte aus dem großen und dem kleinen Zehnt um den Preis von 73 Pfund Heller verkauften. Die eigentliche Besiedelung muss um das Jahr 700 im Zuge der fränkischen Landnahme erfolgt sein. Es finden sich aber auch Überreste aus der Jungsteinzeit und Hügelgräber aus der Hallstattzeit. 1877 Neubau der Schule und Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. 1966 Erschließung des Baugebietes (Siedlungsgelände) an der Klinge. 1968 bis 1978 Flurbereinigung mit Anlage eines Sportplatzes und eines Kinderspielplatzes. Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Gemeinde Wasserlosen eingegliedert.
Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Geburt und St. Valentin ist die Dorfkirche von Burghausen. Sie gehört zu den Baudenkmälern von Wasserlosen und ist zusammen mit der Pietà vor der Kirche unter der Nummer D-6-78-192-13 in der Bayerischen Denkmalliste registriert. Burghausen ist Teil der Pfarreiengemeinschaft Maria Hilf Wasserlosen.
In der Vergangenheit spielte die Landwirtschaft in Burghausen eine bedeutende Rolle. 1874 erste ortsfeste Dreschmaschinen (Antrieb durch Pferde oder Ochsen), 1911 erste Mähmaschine mit Ablage für Getreide, 1953 der erste Traktor, 1961 der erste Mähdrescher. Handwerksbetriebe waren früher nur Zubrot zur Landwirtschaft. Eine Sonderstellung hatten Wirt und Bierbrauer.
Heute sind in Burghausen mehrere kleine Handwerksbetriebe, zwei Dorfmetzgereien und eine Dorfwirtschaft angesiedelt. Landwirtschaft wird bis auf wenige Ausnahmen nur noch als Nebenerwerb betrieben. Jährlich finden unter anderem das Pfarrfest, das Maibaumaufstellen, das Eigenheimerfest am 1. Mai und das Fanclubfest am Vatertag statt.
Wasserlosen-Burghausen war nun am Sonntag, 11. August 2019, Gast bei der 12. TV-Live-Sendung der ARD, „Immer wieder sonntags“ mit Moderator Stefan Mross.
Beim „Deutschland-Bingo“, bei dem mit einem Dartpfeil auf eine Deutschland-Landkarte geworfen wird, hatte der Pfeil die Gemeinde Wasserlosen-Burghausen getroffen und die SWR-Redaktion hatte daraufhin Vertreter der Gemeinde in die TV-Sendung eingeladen, um ihren Ort einem Millionenpublikum an den TV-Bildschirmen, vorzustellen.
Und so wurde Wasserlosen zuerst in einem kleinen Film präsentiert, bevor sich die „honorigen Gäste“ auf der Bühne der „Iws“-Arena dem Publikum vor Ort darboten.
Einige Vertreter der Trachtengruppe der DJK Burghausen (60 Mitglieder), eingegliedert in den unterfränkischen Trachtenverband, mit dem Vorsitzenden der Trachtengruppe, Stefan Schmitt, stellten die wunderschöne „Unterfränkische Tracht – Oberes Werntal“ (1910 – 1930) vor. Ein Tanzpaar zeigte sich in der „Festtagstracht-Tanztracht“ (1880 – 1900), um, am Schluss der Präsentation, auch noch einen traditionellen Trachtentanz vorzuführen. Veronika Klose, SCHULEWIRTSCHAFT, Mundartgruppe Henz, aus Wasserlosen-Greßthal, gab, zusammen mit ihren musikalischen Begleiterinnen, eine Darbietung in fränkischer Mundart und natürlich durfte bei der Vorstellung der Wasserlosen auch der fränkische Wein nicht fehlen.
Der Verein, 60 Mitglieder, hatte in der Vergangenheit auch schon am Oktoberfest in München oder am Rakocyfest in Bad Kissingen teilgenommen. „Unser Auftritt in Rust war für uns bis jetzt aber das größte Highlight“, so der 1. Vorsitzende der Trachtengruppe „Unterfränkische Tracht – Oberes Werntal“, Stefan Schmitt.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher/ FAWpress