Bretten: Mann mutmaßlich absichtlich mit Pkw angefahren – Polizei sucht Zeugen
Ein 53-Jähriger wurde am späten Mittwochabend in Bretten von einem Pkw erfasst und verletzt. Der Fahrer flüchtete, die Kriminalpolizei ermittelt.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe kam es am Mittwochabend, 08.01.2026, gegen 22:20 Uhr auf der Bundesstraße 294 in Bretten zu einem schweren Vorfall im Straßenverkehr.
Ein 53-jähriger VW-Fahrer war aus Richtung Pforzheim kommend in Fahrtrichtung Bretten unterwegs. Im Fahrzeug befanden sich zudem zwei Mitfahrerinnen. Während der Fahrt wurde der Mann von einem bislang unbekannten Pkw-Fahrer mehrfach überholt und nach bisherigen Erkenntnissen wiederholt ausgebremst, teilweise bis zum Stillstand.
Konfrontation an Kreuzung eskaliert
Im Bereich der Kreuzung Pforzheimer Straße/Im Brückle hielten beide Fahrzeuge schließlich auf gleicher Höhe an. Zunächst stieg ein Mann von der Beifahrerseite des späteren Tatfahrzeugs aus und ging auf den 53-Jährigen zu. Dieser begab sich vor das Fahrzeug, offenbar um das Gespräch mit dem Fahrer zu suchen.
Als der 53-Jährige direkt vor dem Pkw stand, beschleunigte der Fahrer plötzlich, erfasste den Mann und schleifte ihn etwa zwanzig Meter mit. Anschließend flüchtete der Pkw in Richtung der Straße Im Brückle.
Der zuvor ausgestiegene Beifahrer blieb zunächst vor Ort und beteiligte sich an der Erstversorgung des Verletzten, entfernte sich jedoch später zu Fuß in Richtung des Kreisverkehrs am Kraichgau-Center.
Leichte Verletzungen – Täter flüchtig
Der 53-Jährige erlitt nach bisherigen Erkenntnissen leichte Verletzungen und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Bei dem Tatfahrzeug soll es sich um einen grauen Kombi älteren Baujahrs mit Pforzheimer Zulassung handeln. Die Anstoßstelle soll sich vorne rechts an der Stoßstange befunden haben.
Der Fahrer sowie der Beifahrer wurden wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, circa 180 bis 190 Zentimeter groß, schlanke Statur, Bartträger. Beide trugen Arbeitskleidung mit Arbeitsschuhen, Cargohosen mit Seitentaschen, dunkle Wollmützen sowie orangefarbene Warnjacken. Nach Angaben der Polizei sprachen sie kein Deutsch.