Karlsruhe: 61-Jähriger nach mutmaßlichem versuchten Tötungsdelikt in Untersuchungshaft
Nach einem Brandgeschehen in einer Sozialunterkunft in Karlsruhe sitzt ein 61-Jähriger in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe kam es am Mittwoch, 29. Januar 2026, in einer Sozialunterkunft in der Neureuter Hauptstraße zu einem schweren Vorfall.
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten ein 61-jähriger deutscher Bewohner und sein 42-jähriger Mitbewohner zunächst in verbale Unstimmigkeiten. Im weiteren Verlauf soll der 61-Jährige die getragene Kleidung seines Mitbewohners in Brand gesetzt haben, während sich dieser schlafend oder im Einschlafen in seinem Zimmer befand.
Der 42-Jährige bemerkte die zu diesem Zeitpunkt noch kleinen Flammen an seiner Kleidung rechtzeitig und konnte diese selbst löschen, bevor er größere Verletzungen erlitt.
Polizeibeamte nahmen den 61-jährigen Tatverdächtigen am Mittwochmittag vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Mann am Donnerstag einem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt.
Der Haftrichter erließ Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.