Karlsruhe: Verkehrsunfallstatistik 2025 – Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte

Karlsruhe: Verkehrsunfallstatistik 2025 – Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte

Karlsruhe: Verkehrsunfallstatistik 2025 – Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte

22.306 Verkehrsunfälle registrierte das Polizeipräsidium Karlsruhe 2025. Während die Gesamtzahl leicht sank, stiegen Unfälle mit Personenschäden an.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe veröffentlichte am 16.02.2026 um 15:43 Uhr die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025. Demnach registrierten die Beamtinnen und Beamten im Stadt- und Landkreis Karlsruhe insgesamt 22.306 Verkehrsunfälle – ein Rückgang um 177 Fälle beziehungsweise rund 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt wurde alle 24 Minuten ein Unfall aufgenommen, was etwa 60 Unfällen pro Tag entspricht.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um etwa fünf Prozent auf 2.358 Fälle. Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich von 320 auf 350 Fälle, liegt im Zehnjahresvergleich jedoch weiterhin auf einem der niedrigsten Werte. Gegenüber 2016 bedeutet dies einen Rückgang um rund 40 Prozent.

Bei den Verkehrstoten verzeichnete die Statistik einen Rückgang: 21 Menschen kamen 2025 bei Unfällen ums Leben – vier weniger als im Vorjahr.

Regionale Unterschiede

Im Stadtgebiet Karlsruhe stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um etwa zwei Prozent. Dabei nahm die Zahl der Leichtverletzten zu, während Getötete und Schwerverletzte zurückgingen.

Im Landkreis Karlsruhe erhöhte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschäden insgesamt um rund elf Prozent. Zu den häufigsten Ursachen zählten unzureichender Abstand sowie Vorfahrts- und Vorrangsverletzungen. Bei tödlichen Unfällen spielte neben Vorfahrtsverstößen auch nicht angepasste Geschwindigkeit eine zentrale Rolle.

Radverkehr, Motorräder und Unfallflucht

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradbeteiligung einschließlich Pedelecs stieg von 960 auf 1.020 Fälle. Während die Zahl der Schwerverletzten leicht sank und auch weniger Radfahrende tödlich verunglückten, nahm die Zahl der Leichtverletzten zu.

Bei Pedelecs sank die Zahl der Schwerverletzten und der tödlich Verletzten, während die Fälle mit Leichtverletzten deutlich anstiegen. Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen erhöhten sich auf 138 Fälle, wobei 65 Prozent der Unfälle selbstverschuldet waren.

Motorradunfälle nahmen um rund neun Prozent zu, die Zahl der Todesopfer blieb mit vier konstant. Im Schwerverkehr sank die Zahl der Unfälle leicht auf 1.001 Fälle. Die Zahl der Schwerverletzten bei Lkw-Unfällen verringerte sich um etwa 25 Prozent.

Unfallfluchten gingen von 5.106 auf 4.938 Fälle zurück. Rund 36 Prozent dieser Delikte konnten aufgeklärt werden.

Kontrollen und Prävention

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit setzte das Polizeipräsidium Karlsruhe auf gezielte Verkehrsüberwachung und Präventionsarbeit. Dazu gehörten unter anderem Schulwegsicherungen, Radfahrausbildung, Verkehrssicherheitstage, Schulungen für Seniorinnen und Senioren sowie Aufklärungsveranstaltungen zu Alkohol, Drogen und Medikamenten im Straßenverkehr.

Die häufigsten Verstöße betrafen überhöhte Geschwindigkeit, Verstöße gegen die Gurtpflicht, unerlaubte Handynutzung am Steuer sowie Zuwiderhandlungen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr.

Weitere Details zur Verkehrsunfallstatistik 2025 sowie zu Maßnahmen der Verkehrsüberwachung und Prävention sind auf dem offiziellen Internetauftritt des Polizeipräsidiums Karlsruhe abrufbar.