Karlsruhe: Mutmaßlicher Brandstifter nach Müllcontainer-Bränden in Untersuchungshaft
Nach zwei nächtlichen Bränden von Müllbehältern in Karlsruhe hat die Polizei einen 20-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an.
In der Nacht auf Donnerstag, 6. März 2026, kam es in Karlsruhe zu zwei Bränden, bei denen Müllbehälter in Flammen standen. Nach Angaben der Polizei meldeten Anwohner gegen 01:05 Uhr zunächst ein Feuer an einem Altpapierstapel in der Riefstahlstraße, der zur Abholung bereitgestellt war.
Kurz darauf brannte auch ein an ein Wohnhaus angrenzender Mülleimer in der Reinhold-Frank-Straße. Da sich unmittelbar neben dem Müllcontainer Baumaterialien befanden, bestand die Gefahr, dass die Flammen auf das Gebäude übergreifen könnten.
Die alarmierte Feuerwehr konnte beide Brände jedoch schnell löschen, bevor größerer Schaden entstand.
Polizei nimmt Verdächtigen fest
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung trafen Polizeibeamte in der Nähe der Reinhold-Frank-Straße auf einen dunkel gekleideten Mann. Die anschließenden Kontrollmaßnahmen erhärteten den Verdacht, dass der 20-Jährige mit den Bränden in Verbindung stehen könnte. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest.
Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Beschuldigte zudem mit einer versuchten schweren Brandstiftung in der Kaiserstraße vom 26. Februar 2026 in Zusammenhang stehen.
Haftrichter ordnet Untersuchungshaft an
Der Tatverdächtige wurde am Donnerstag einem Haftrichter des Amtsgerichts Karlsruhe vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung sowie Sachbeschädigung erlassen. Der Mann befindet sich nun in Untersuchungshaft.