Karlsruhe: Wildwechsel bleibt unterschätztes Risiko – Polizei gibt wichtige Verhaltenstipps
Wildunfälle gehören zu den häufigsten Gefahren im Straßenverkehr. Die Polizei Karlsruhe appelliert zu mehr Aufmerksamkeit und Vorsicht.
Nach Angaben der Polizei stellt Wildwechsel in Baden-Württemberg ein erhebliches Risiko für Verkehrsteilnehmende dar. Besonders in den Übergangszeiten zwischen den Jahreszeiten sind Tiere verstärkt unterwegs.
Im Jahr 2025 registrierte das Polizeipräsidium Karlsruhe insgesamt 1.287 Wildunfälle. Davon entfielen 106 auf den Stadtkreis Karlsruhe, 1.144 auf den Landkreis Karlsruhe sowie 37 auf Autobahnen. In 15 Fällen wurden Personen verletzt.
Gefahr vor allem auf Landstraßen
Besonders gefährdet sind Strecken entlang von Wäldern und Feldern. Verkehrsschilder weisen auf bekannte Wildwechselgebiete hin, dennoch kann es jederzeit und auch außerhalb dieser Bereiche zu Begegnungen mit Wildtieren kommen.
Die Polizei empfiehlt insbesondere in der Dämmerung und nachts eine angepasste Geschwindigkeit sowie erhöhte Aufmerksamkeit.
Richtig reagieren bei Wild auf der Straße
Wer ein Tier auf der Fahrbahn sieht, sollte kontrolliert bremsen und hupen. Wichtig: Tiere treten häufig in Gruppen auf, sodass weitere folgen können.
Unkontrollierte Ausweichmanöver sollten unbedingt vermieden werden, da diese oft schwerwiegendere Unfälle nach sich ziehen können.
Verhalten nach einem Wildunfall
Nach einem Zusammenstoß gilt: Anhalten, Warnblinkanlage einschalten und die Unfallstelle absichern. Zudem ist die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu verständigen.
Verletzte Tiere sollten nicht angefasst werden, da Verletzungs- und Infektionsgefahr besteht.
Rechtliche Hinweise
Unfallbeteiligte sind verpflichtet, den Wildunfall zu melden und unnötiges Leid verletzter Tiere zu verhindern. Das Mitnehmen von Wild ist strafbar und kann als Jagdwilderei gewertet werden.