Am 24. April 2026 wurde die Landesgartenschau Ellwangen feierlich eröffnet und noch bis zum 4. Oktober 2026 bietet das abwechslungsreich gestaltete Naherholungsgebiet 164 Tage lang Natur und eine vielfältige Gartengestaltung sowie mit 2.400 Veranstaltungen ein reichhaltiges Kulturprogramm für seine Gäste.
Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher (links.) freute sich, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) zur Einweihung dieses nachhaltigen Zukunftsprojekts gekommen war und sie auf der Sparkassen-Heimatbühne gemeinsam mit dem Landrat des Ostalbkreises Dr. Joachim Bläse (2.v.r.) und weiteren Persönlichkeiten, die zum Zustandekommen und Gelingen der Landesgartenschau beigetragen haben, das Band durchschneiden konnten.

Oberbürgermeister Dambacher konnte unter den Gästen auch Verkehrsminister Winfried Hermann und Landtagspräsidentin Muhterem Aras sowie Regierungspräsidentin Susanne Bay begrüßen. Auch Frau Gerlinde Kretschmann, eine begeisterte Gartenschaubesucherin, war gerne nach Ellwangen gekommen.

Ministerpräsident Kretschmann hat während seiner drei Amtsperioden umfassenden Zeit an der Spitze Baden-Württembergs einige Gartenschauen begleitet und die Eröffnung der Landesgartenschau in Ellwangen steht nun im Zeichen des Abschieds, denn es war einer seiner letzten offiziellen Termine. So betonte der Ministerpräsident bei seiner Rede auch, dass Städte durch die Gartenschauen lebenswerter und grüner werden und sagte: Wer Ellwangen erst einmal kennengelernt hat, möchte wieder kommen. Die Stadt gehört zum Best of Baden-Württemberg.

Oberbürgermeister Michael Dambacher betonte in seiner Begrüßungsrede: Die Landesgartenschau ist für Ellwangen weit mehr als ein Großereignis. Sie ist ein echtes Zukunftsprojekt – und zugleich ein Stück Stadtentwicklung im Zeitraffer. Zudem hob er hervor, es seien Investitionen, die bleiben. Investitionen in Lebensqualität. Investitionen in die Zukunft unserer Stadt und Diese Landesgartenschau steht unter einem besonderen Motto: Lust am Wandel. Und genau dazu möchten wir einladen: neugierig zu sein, offen zu sein, sich einzulassen auf Veränderungen. Diese Landesgartenschau ist mehr als ein Ort. Sie ist eine Einladung. Eine Einladung, sich Zeit zu nehmen. Eine Einladung, die Schönheit unserer Stadt neu zu entdecken. Und eine Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bereits zur feierlichen Eröffnung, die musikalisch abwechlungsreich umrahmt wurde, haben sich viele Besucher aus Nah und Fern auf den Weg gemacht, um das 26 Hektar große Areal um den renaturierten und wieder erlebbar gemachten Fluss Jagst, nur wenige Meter von der historischen Ellwanger Innenstadt entfernt, die Teil der Gartenschau ist, zu erkunden.
Highlights der Gartenschau sind neben den 3.000 Quadratmetern mit Wechselflor u.a. der Kreispavillion des Ostalbkreises, in dem sich auch das Explorinho befindet (700 Quadratmeter), der Jagstblick ein neun Meter hoher Aussichtsturm, von dem aus man das Gartenschaugelände gut überblicken kann, der Brückenpark, die Jagstterrassen. Eine Campinanlage in schöner Lage ist entstanden. Auch die wechselnden Blumenschauen im Kreuzgang der Kirche St. Vitus sind sehenwert.
In der Evangelischen Stadtkirche ist vom 8. Mai bis 19. Juni 2026 die 7 Meter hohe GAIA-Installation des international gefeierten britischen Künstlers Luke Jerram zu sehen, eine überdimensionale, detailgetreue Abbildung underer Erde, für die hochauflösende NASA-Satellitendaten verwendet wurden. Es gibt Musik- und Vortragsveranstaltungen dazu wie z. B. am 11. Mai 2026, wenn der Meteorologe Sven Plöger einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Klima, Mensch und Planet wirft.
Auf der Kreissparkassen-Bühne und auch auf der Teinacher-Bühne gibt es viele kulturelle Angebote, insgesamt 2.400, für Abwechslung ist gesorgt, z.B. spielt am Sonntag, 26.04.2026 um 15.00 Uhr auf der Sparkassen-Heimatbühne der LGS das Kreisjugendblasorchester des Blasmusikverbandes Ostalbkreis. Das LGS-Kultur-Programm ist vielfältig und im Lauf des Sommers schauen z. B auch ABBA-Queen- und Adele-Tribute-Bands, Klassik-, Rock- und Pop-Formationen, SWR1 POP&POESIE in concert und auch Kabarettisten wie Michael Krebs, Werner Koczwara oder Helge Schneider vorbei. Claudia Jung, Willy Astor, Alfons Gscheidle - wie soll man sie sortieren? Es lohnt sich das Programm immer wieder zu durchforsten. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören u.a. donnerstags ab 17.00 das Sundowner-DJ-Set an der Strandbar oder auch der sonntägliche musikalische Frühschoppen an der Teinacher-Bühne von 11.30-13.30 Uhr.
Neben der Förderung durch die öffentliche Hand wäre noch zu erwähnen, dass 2,4 Millionen Euro an Sponsorengeld in die Landesgartenschau Ellwangen geflossen sind. Und vieles bleibt, wenn die Gartenschau am 4. Oktober endet. Für die Bürger, für die Region. Und Elemente der Infrastruktur.
Ellwangen hat ein nachhaltiges Zukunftsprojekt umgesetzt, bei dem neue Grünflächen, ein attraktiver Stadtpark mit einer guten Aufenthaltsqualität und einer hohen Lebensqualität entstanden sind. Auch der soziale Aspekt kann nicht hoch genug geschätzt werden, haben sich doch mehr als 1.500 Ehrenamtliche bereit erklärt, Dienste zu leisten und man konnte schon erleben mit welcher Begeisterung sie als Botschafter für ihre Stadt, viele der Freiwilligen kommen auch aus der Region, ein Herr sogar aus Dänemark, bei der Sache sind. Die Menschen wollen sich einbringen. Bereits bevor die Gartenschau begann, waren schon 33.000 Dauerkarten verkauft und auch 50.000 Tages- und Zweitageskarten.
Nicht jeder hat einen eigenen Garten, so sind Gartenschauen immer auch soziale Projekte. Dass Wasser kühlt und dass die Natureindrücke Entspannung bringen, kann man an und um die Jagst erleben. Auch Flächen für Jugendliche und Spielgelegenheiten sind entstanden. In den Schaugärten der Landschaftsgärtner, den Gärten der Zukunft kann man Inspiration finden für eigene Gärten, die kühlen, schützen, Lebensraum bieten. Im Auenpark der Landesgartenschau kann man die Natur genießen. Das gilt auch für die Wasserbüffel. Auch zu den Themen Wald und Wasser gibt es Informationen, im Zusammenhang mit dem sich veränderenden Klima heißt es: Wir haben etwas gegen Wetterextreme.
Wissenswertes:
Der Campingplatz liegt direkt am LGS-Gelände.
Die LGS Ellwangen ist busreisefreundlich und hat dafür sogar auf der Tourismusmesse CMT einen Preis erhalten.
Die LGS-Eintrittskarten können in bestimmten Bereichen in Kombination mit dem ÖPNV-Ticket gekauft werden. Es gibt eine LGS-App mit einem Plan, Routenvoschlägen, digitaler Pflanzenerkennung und auch einem Quiz.
Das LGS-Gelände bietet eine Auszeit, bei der die Gäste eine gute Aufenthaltsqualität erleben sollen und nicht auf Fahrräder, Scooter, Hunde und Hundeleinen achten oder ständig damit rechnen müssen, diese sind auf dem Gelände nicht erlaubt - einzig bei Blindenhunden gibt es eine Ausnahme.
Die LGS Ellwangen ist sehr familienfreundlich, Kinder bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt.
Weitere Informationen unter: www.ellwangen2026.de
Text und Foto: Diana Rasch und Elisabeth Rasch