Edingen-Neckarhausen: 24-Jähriger nach Diebstahl und Betrugsserie in Untersuchungshaft
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Edingen-Neckarhausen: 24-Jähriger nach Diebstahl und Betrugsserie in Untersuchungshaft

 

Nach umfangreichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sitzt ein 24-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem Komplizen gestohlene EC-Karten für zahlreiche Einkäufe genutzt und dabei einen hohen Schaden verursacht zu haben.

Senior in Supermarkt bestohlen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim soll der 24-Jährige gemeinsam mit einem 21 Jahre alten Komplizen am 21. Mai 2026 einem 78-jährigen Mann in einem Supermarkt in Edingen-Neckarhausen die Geldbörse entwendet haben. Neben 35 Euro Bargeld befanden sich darin auch die EC-Karte des Seniors sowie weitere persönliche Dokumente.

In den beiden darauffolgenden Tagen sollen die Beschuldigten die gestohlene Bankkarte mehrfach in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern eingesetzt haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden damit unter anderem ein Mobiltelefon, ein Kinderwagen, eine Waschmaschine, ein Fernseher sowie Lebensmittel bezahlt. Der hierbei entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 5.000 Euro.

Bundesweite Ermittlungen führen zu Festnahmen

Durch umfangreiche Ermittlungen des Arbeitsbereichs „Vermögensdelikte Heidelberg“ und in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg konnten die beiden Tatverdächtigen identifiziert werden. Dabei kam unter anderem ein bundesweites Fahndungsverfahren mit Unterstützung des Gesichtserkennungssystems des Bundeskriminalamts zum Einsatz.

Am 24. Juli 2026 wurden die beiden Männer im Landkreis Schweinfurt von Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck vorläufig festgenommen.

Verdacht auf bundesweite Serie

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg am 25. Juli Untersuchungshaftbefehl gegen den 24-Jährigen. Dem Beschuldigten werden gemeinschaftlicher und gewerbsmäßiger Diebstahl sowie gemeinschaftlicher und gewerbsmäßiger Betrug in mindestens neun Fällen vorgeworfen. Als Haftgrund wurde Fluchtgefahr angenommen. Nach der Vorführung wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand stehen die beiden Männer darüber hinaus im Verdacht, bundesweit für mindestens 50 weitere ähnlich gelagerte Straftaten verantwortlich zu sein. Der bislang bekannte Gesamtschaden wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

Während die Ermittlungen gegen den 21-jährigen Tatverdächtigen inzwischen von der Landespolizei Berlin geführt werden, dauern die Ermittlungen gegen den 24-Jährigen beim Polizeipräsidium Mannheim und der Staatsanwaltschaft Heidelberg an. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird geprüft, weitere Verfahren aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenzuführen und in einem sogenannten Sammelverfahren zu bearbeiten.

Hinweis: Die Ermittlungen dauern an. Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.