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Heidelberg: Kinder gestalten erstes internationales Heidelberger Kinderkochbuch

 

Beim 5. Heidelberger Kinderklimagipfel haben 250 Grundschulkinder gemeinsam gekocht, Familienrezepte gesammelt und damit den Grundstein für ein internationales Kinderkochbuch gelegt. Das Projekt verbindet Nachhaltigkeit, kulturelle Vielfalt und kulinarische Traditionen.

„Das kocht meine Oma immer für die ganze Familie!“ – solche Sätze waren am Mittwoch, 3. Juni 2026, in den Räumen von päd-aktiv immer wieder zu hören. Insgesamt 250 Heidelberger Grundschulkinder aus der Ferienbetreuung trafen sich im Rahmen des 5. Kinderklimagipfels zu einem besonderen Kochevent, bei dem nicht nur gekocht, sondern auch erzählt, gelernt und entdeckt wurde.

Im Mittelpunkt stand der Startschuss für das erste internationale Heidelberger Kinderkochbuch. Die Kinder brachten Rezepte aus ihren Familien mit, berichteten von kulinarischen Traditionen und tauschten sich über typische Zutaten und Gerichte aus unterschiedlichen Ländern aus. Gemeinsam wurden Lieblingsrezepte zubereitet und dokumentiert, die nun in das geplante Kochbuch einfließen sollen.

Vielfalt auf dem Teller und in den Familien

An insgesamt neun Standorten beschäftigten sich die Kinder mit den unterschiedlichsten Esskulturen und Familiengeschichten. Das Projekt zeigt die kulturelle Vielfalt Heidelbergs und macht deutlich, wie Essen Menschen miteinander verbindet – unabhängig von Herkunft oder Sprache.

Viele der vorgestellten Rezepte stammen aus Familien, die ihre Wurzeln in verschiedenen Teilen der Welt haben. So entstand ein lebendiger Austausch über Traditionen, Gewürze und Lieblingsgerichte, der weit über das gemeinsame Kochen hinausging.

„Nachhaltige Ernährung basiert auf regionalen, bio-fair gehandelten, frischen und saisonalen Lebensmitteln. Wir freuen uns deshalb sehr, dass mit dem Kochbuch Kinder zu nachhaltigem Konsum angeregt werden und die globale Vielfalt internationaler Gerichte kennenlernen können“, sagte Sabine Lachenicht, Leiterin des Heidelberger Umweltamtes.

Nachhaltigkeit spielerisch erleben

Neben dem Kochen stand auch das Thema nachhaltige Ernährung im Fokus. Die Kinder erfuhren, warum regionale und saisonale Lebensmittel wichtig sind, wie ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln gelingen kann und welche Rolle fair gehandelte Produkte spielen.

Spielerisch lernten sie dabei, dass bereits kleine Entscheidungen im Alltag Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben können. Damit verbindet das Projekt praktische Erfahrungen mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung.

Präsentation am Weltkindertag

Das fertige Kinderkochbuch soll am 20. September 2026, dem Weltkindertag, im Heidelberger Haus der Jugend vorgestellt werden. Geplant ist die Präsentation durch Umweltbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, das Umweltamt der Stadt Heidelberg sowie päd-aktiv.

Die Aktion ist Teil des kommunalen entwicklungspolitischen Engagements der Stadt Heidelberg und unterstützt die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch „Engagement Global“ mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Langjähriges Engagement für Bildung und Klimaschutz

Päd-aktiv engagiert sich seit vielen Jahren im Auftrag der Stadt Heidelberg für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Randzeiten- und Ferienbetreuung an den Heidelberger Grundschulen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dabei ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Für dieses Engagement wurde der Verein bereits 2019 von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung als Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Der Heidelberger Kinderklimagipfel findet seit 2017 regelmäßig während der Pfingstferien statt.

Hinweis:
Die Präsentation des ersten internationalen Heidelberger Kinderkochbuchs ist für den Weltkindertag am 20. September 2026 im Haus der Jugend geplant. Das Projekt verbindet kulturellen Austausch, nachhaltige Ernährung und die aktive Beteiligung von Kindern an Zukunftsthemen.