Mit einer umfangreichen Schwerpunktkontrolle hat das Polizeipräsidium Mannheim in Leimen gezielt gegen Alkohol- und Drogeneinfluss im Straßenverkehr vorgegangen. Das Ergebnis: 18 mutmaßlich berauschte Fahrzeugführer, mehrere Strafverfahren sowie zahlreiche weitere Verkehrsverstöße.
Unter der Federführung des Polizeireviers Wiesloch kontrollierte das Polizeipräsidium Mannheim am Mittwoch, 22. Juli 2026, zwischen 9.00 und 16.00 Uhr gemeinsam mit dem Kompetenzteam „Drogen im Straßenverkehr“ (KODiS) den Verkehr in der Rohrbacher Straße in Leimen.
Ziel der Aktion war es, alkohol- und drogenbeeinflusste Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu erkennen und damit eine der häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle konsequent zu bekämpfen.
95 Personen kontrolliert – 18 mutmaßlich unter Drogeneinfluss
Während der Kontrollaktion überprüften die Einsatzkräfte 89 Fahrzeuge und 95 Personen.
Bei 18 Fahrzeugführern ergaben sich Hinweise auf eine Teilnahme am Straßenverkehr unter Drogeneinfluss. Ihnen wurden durch einen Arzt Blutproben entnommen.
Darüber hinaus leitete die Polizei gegen neun Tatverdächtige Strafverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von Betäubungsmitteln ein.
Weitere Verstöße festgestellt
Neben den Drogenverstößen registrierten die Einsatzkräfte weitere Beanstandungen:
- 1 Fall von Fahren ohne Fahrerlaubnis
- 2 Verstöße gegen das Waffengesetz
- 6 Verstöße wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte
- 1 Verstoß gegen die Kindersicherungspflicht
- 1 Fall mangelhafter Ladungssicherung – Weiterfahrt untersagt
- 1 Verstoß gegen die Abgabenordnung
- Beschlagnahme einer Waffe sowie einer Kleinmenge Crystal Meth
An der Kontrollaktion waren insgesamt 38 Einsatzkräfte beteiligt. Neben Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim unterstützten auch Mitarbeitende des Ordnungsdienstes der Stadt Leimen die Maßnahmen.
Kontrollen sollen weiter intensiviert werden
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim haben die intensive Fortbildung der Einsatzkräfte sowie die Arbeit des Kompetenzteams KODiS in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Qualitätssteigerung bei der Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr geführt.
Die Polizei kündigt an, entsprechende Schwerpunktkontrollen künftig weiter auszubauen. Verkehrsteilnehmer, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Fahrzeug führen, müssten jederzeit und an jedem Ort mit einer Kontrolle rechnen.
Rechtlicher Hinweis: Die eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren befinden sich in unterschiedlichen Bearbeitungsstadien. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Prävention: Alkohol und Drogen beeinträchtigen Reaktionsvermögen, Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit erheblich. Bereits geringe Mengen können das Unfallrisiko deutlich erhöhen. Wer berauscht fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und muss mit empfindlichen straf- und führerscheinrechtlichen Konsequenzen rechnen.