Sinsheim: Großkontrolle auf der A6 deckt massive Mängel bei Gefahrguttransporten auf
Bei einer groß angelegten Kontrolle auf der Tank- und Rastanlage Kraichgau Süd überprüfte die Polizei zahlreiche Gefahrguttransporte. Nur rund ein Viertel der Fahrzeuge war vorschriftsgemäß unterwegs.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim kontrollierten mehr als 40 Einsatzkräfte am Dienstag (17. März 2026) zwischen 08:00 Uhr und 15:00 Uhr gezielt Gefahrgut- und Abfalltransporte auf der Tank- und Rastanlage Kraichgau Süd an der BAB 6 bei Sinsheim.
Insgesamt wurden 37 Fahrzeugkombinationen überprüft. Dabei stellten die Einsatzkräfte in 27 Fällen Verstöße fest. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von rund 73 Prozent.
Unzureichende Ladungssicherung häufigster Mangel
Besonders häufig wurde eine unzureichende Sicherung der transportierten Ladung festgestellt. In 14 Fällen entsprach die Sicherung nicht den vorgeschriebenen Standards. Zudem wurden bei mehreren Fahrern Verstöße gegen die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten dokumentiert.
Insgesamt mussten zwölf Transporte vorläufig stillgelegt werden, bis die festgestellten Mängel behoben waren.
Schwerwiegende Verstöße und hohe Sicherheitsleistung
In einem Fall waren die technischen Mängel so gravierend, dass die Verkehrssicherheit eines Anhängers nicht mehr gegeben war. Das betroffene Fahrzeug wurde unter Polizeibegleitung in eine Fachwerkstatt gebracht. Die hierbei entstandenen Kosten werden dem Verantwortlichen in Rechnung gestellt.
Darüber hinaus wurde in einem weiteren Fall eine Sicherheitsleistung in Höhe von 5.000 Euro erhoben, nachdem eine gezielte Manipulation am Abgassystem festgestellt worden war.
Kontrollen mit mehreren Behörden
Die Maßnahmen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit weiteren Behörden, darunter das Bundesamt für Logistik und Mobilität. Gefahrguttransporte unterliegen besonderen Vorschriften, da von ihnen bei Unfällen erhebliche Risiken für Menschen und Umwelt ausgehen können.
Die Polizei kündigte an, derartige Kontrollen auch künftig fortzuführen.
Quelle: Polizeipräsidium Mannheim, Pressemitteilung vom 17.03.2026.