St. Leon-Rot/BAB 6: Mit Lachgas am Steuer – 20-Jährige in Schlangenlinien unterwegs
Unsichere Fahrweise auf A 5 und A 6: Polizeistreife beobachtet riskante Manöver – im Fahrzeug werden Lachgas-Kartuschen und Ballons entdeckt.
Am Donnerstag (13. Februar 2026) gegen 12 Uhr fiel einer Streife der Autobahnpolizei Walldorf auf der A 5 ein Mercedes mit auffälliger Fahrweise auf. Nach Angaben der Polizei bremste die 20-jährige Fahrerin mehrfach ohne erkennbaren Grund stark ab und konnte ihre Spur nicht sicher halten.
Beim Wechsel auf die A 6 in Richtung Mannheim verschärfte sich die Situation: Die Beamtinnen und Beamten beobachteten, wie die Frau während der Fahrt aus einem schwarzen Luftballon inhalierte. Kurz darauf fuhr sie in Schlangenlinien, überquerte Fahrbahnbegrenzungen und reduzierte ohne Anlass ihre Geschwindigkeit auf etwa 70 km/h.
Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Einsatzkräfte insgesamt sieben Lachgas-Kartuschen sowie mehrere schwarze Ballons im Fahrzeug. Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte die 20-Jährige das Gas während der Fahrt konsumiert, was offenbar unmittelbare Auswirkungen auf ihre Fahrtüchtigkeit hatte.
Wegen der augenscheinlichen Fahruntüchtigkeit durfte sie ihre Fahrt nicht fortsetzen. Die Beifahrerin übernahm das Steuer. Gegen die 20-Jährige wird nun wegen des Verdachts der Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss berauschender Mittel ermittelt. Auch die zuständige Fahrerlaubnisbehörde wurde informiert.
Gefährlicher Trend im Straßenverkehr
Die Polizei weist darauf hin, dass Lachgas insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Partydroge verbreitet ist. Der euphorisierende Effekt setzt schnell ein, hält jedoch nur kurz an. Motorische und kognitive Einschränkungen können jedoch deutlich länger bestehen bleiben – mit erheblichen Risiken für die Verkehrssicherheit.