Michelstadt: Polizei zieht stark beschädigten BMW aus dem Verkehr
Auf der Bundesstraße 45 stoppte die Polizei einen 20-jährigen BMW-Fahrer. Eine technische Untersuchung ergab über 30 teils erhebliche und gefährliche Mängel.
Beamten der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen fiel am Donnerstagvormittag, dem 22. Januar 2026, auf der Bundesstraße 45 bei Michelstadt ein auffällig tiefergelegter BMW auf. Im Rahmen der anschließenden Verkehrskontrolle stellte sich schnell heraus, dass sowohl die Tieferlegung als auch die montierte Rad- und Reifenkombination nicht abgenommen und nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen waren.
Darüber hinaus wies das Fahrzeug zahlreiche weitere unzulässige An- und Umbauten sowie technische Mängel auf, unter anderem an den Beleuchtungseinrichtungen. Der BMW wurde daraufhin einem Sachverständigen zur technischen Begutachtung vorgestellt.
Das Gutachten ergab insgesamt 26 erhebliche Mängel, drei gefährliche Mängel sowie fünf geringe Mängel. Neben alters- und verschleißbedingten Defekten führten insbesondere die nicht genehmigten Tuningmaßnahmen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
Nach Angaben der Polizei war das Differential des Fahrzeugs technisch verändert worden, offenbar um bessere Drift- und Burnout-Eigenschaften zu erzielen. Beide Hinterreifen waren bis auf das Gewebe abgefahren, Teile der Lauffläche durch Hitzeentwicklung beschädigt. Deutliche Gummiabriebe fanden sich in den Radkästen und an der hinteren Stoßstange.
Durch die wiederholten Drifts und Burnouts wurde zudem die bereits durch Korrosion geschwächte Hinterachse so stark belastet, dass diese gerissen war. Nach Einschätzung der Polizei ging von dem Fahrzeug eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit aus.
Die Weiterfahrt wurde dem 20-jährigen Fahrer untersagt. Die Kennzeichenschilder sowie die Zulassungsbescheinigung wurden sichergestellt. Den Fahrer erwarten nun ein Bußgeld im dreistelligen Bereich sowie Punkte im Fahreignungsregister.