Altrip: Polizei warnt vor Telefonbetrug – vermehrt Schockanrufe im Ort
In Altrip häufen sich aktuell betrügerische Anrufe. Täter geben sich als Angehörige, Amtspersonen oder Polizeibeamte aus und versuchen, an hohe Geldbeträge zu gelangen.
Wie die Polizeidirektion Ludwigshafen am 17.02.2026 um 10:54 Uhr mitteilte, kommt es in Altrip derzeit vermehrt zu betrügerischen Telefonanrufen. Unbekannte geben sich unter anderem als Angehörige in einer Notlage, als Staatsanwälte oder als Polizeibeamte aus. Ziel ist es, die Angerufenen durch gezielte Gesprächsführung zu verunsichern und zur Übergabe oder Überweisung hoher Geldbeträge zu bewegen.
Nach Angaben der Polizei agieren die Täter äußerst professionell und passen ihre Vorgehensweisen ständig an. Betroffen sein kann grundsätzlich jede Person. Besonders perfide: In einzelnen Fällen melden Täter sogar fingierte Vorfälle bei der Polizei, um ihre Geschichte glaubwürdiger erscheinen zu lassen.
Typische Betrugsvarianten
Zu den gängigen Maschen zählen Gewinnversprechen gegen Vorauszahlung, falsche Amtspersonen wie Notare oder Gerichtsvollzieher sowie der sogenannte Enkeltrick. Dabei wird eine akute Notlage vorgetäuscht, etwa nach einem angeblichen Unfall. Häufig folgen mehrere Anrufe, um Druck aufzubauen. Auch Kombinationen aus falschem Angehörigen und angeblicher Amtsperson werden eingesetzt.
Ebenfalls verbreitet sind Anrufe vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter. Sie behaupten, ein Computer sei mit einem Virus infiziert, und verlangen Fernzugriff auf das Gerät. So verschaffen sich Täter Zugriff auf sensible Daten.
Polizei bittet um Aufmerksamkeit
Die Polizei ruft insbesondere Taxi- und Bankmitarbeitende zur Wachsamkeit auf. Wer eine ältere Person zu einer Bank fährt oder ungewöhnlich hohe Bargeldabhebungen beobachtet, sollte bei Verdacht umgehend die 110 verständigen. Im Zweifel kann so eine Straftat verhindert werden.
Wer aktuell in Altrip verdächtige Beobachtungen macht oder den Verdacht hat, dass ein Betrugsversuch stattfindet, sollte unverzüglich die Polizei informieren.