Landau/Südliche Weinstraße: Hassposting mit Gewaltaufruf gegen Bürgermeister – Tatverdächtiger ermittelt

Landau/Südliche Weinstraße: Hassposting mit Gewaltaufruf gegen Bürgermeister – Tatverdächtiger ermittelt

Landau/Südliche Weinstraße: Hassposting mit Gewaltaufruf gegen Bürgermeister – Tatverdächtiger ermittelt

Nach einem Gewaltaufruf gegen den Bürgermeister von Landau in den sozialen Medien haben Staatsanwaltschaft und Polizei einen 49-jährigen Tatverdächtigen identifiziert. Auch weitere Nutzer geraten ins Visier der Ermittler.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hatte ein zunächst unbekannter Nutzer am 10. November 2025 unter einem Facebook-Beitrag der Stadt Landau öffentlich zu Gewalt gegen den Bürgermeister aufgerufen. Der Kommentar löste umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz und des Staatsschutzkommissariats der Kriminalpolizei Ludwigshafen aus. Im Zuge dieser Ermittlungen konnte ein 49-jähriger Mann aus dem Landkreis Südliche Weinstraße als mutmaßlicher Verfasser identifiziert werden. Am 12. Dezember 2025 durchsuchten Polizeikräfte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnräume des Tatverdächtigen. Dabei stellten sie zwei Mobiltelefone sowie einen Laptop sicher. Der Mann räumte laut Polizei ein, den Kommentar selbst verfasst zu haben. Zugleich erklärte er, keinen tatsächlichen Angriff auf den Kommunalpolitiker geplant zu haben. Mit ihm wurde eine sogenannte Gefährderansprache durchgeführt, bei der mögliche Konsequenzen und weitere Verhaltensmaßgaben deutlich gemacht wurden. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft in sechs weiteren Fällen gegen andere Facebook-Nutzer. Der Verdacht: Sie könnten sich den Gewaltaufruf durch ein sogenanntes „Like“ zu eigen gemacht haben. Fünf der betroffenen Personen konnten bereits identifiziert werden, die Ermittlungen zur sechsten Person dauern derzeit noch an. Die Behörden betonen, dass Hass, Hetze und Gewaltaufrufe auch im digitalen Raum konsequent verfolgt werden. Die Pressemitteilung stammt aus einer gemeinsamen Veröffentlichung der Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz (POL-PPRP).
Hinweise der Polizei bei Hasspostings im Netz:

• Dokumentieren Sie Hassrede durch Screenshots oder Kopien und notieren Sie Datum, Uhrzeit sowie die Quelle.
• Blockieren oder melden Sie die betreffenden Nutzer direkt auf der jeweiligen Plattform.
• Erstatten Sie Anzeige – entweder bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Polizei Rheinland-Pfalz.

Wer Opfer von Hasskriminalität wird, sollte nicht zögern, Unterstützung in Anspruch zu nehmen und den Vorfall zur Anzeige zu bringen.