Ludwigshafen: Betrugsmasche über WhatsApp – 52-Jährige verliert mehr als 14.000 Euro
Eine 52-jährige Frau aus Ludwigshafen wurde Opfer eines Anlagebetrugs über WhatsApp. Der entstandene Schaden beläuft sich nach aktuellem Stand auf über 14.000 Euro.
Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte, wurde eine 52-jährige Frau Anfang September des vergangenen Jahres über den Messenger-Dienst WhatsApp von einer bislang unbekannten Person kontaktiert. Der Täter versprach schnelle und angeblich sichere Gewinne durch Investitionen ohne großes Risiko.
Die Geschädigte zeigte Interesse und wurde in der Folge in zwei WhatsApp-Gruppen aufgenommen, in denen weitere vermeintliche Anleger aktiv waren. Im Vertrauen auf die dargestellte Seriosität überwies die Frau mehr als 10.000 Euro auf verschiedene Konten.
Die überwiesenen Beträge wurden anschließend innerhalb einer App mit dem Namen BMA Pro einem Konto der Geschädigten gutgeschrieben. Dort wuchs der angebliche Gewinn nach Angaben der Frau rasch auf rund 96.000 Euro an.
Auszahlung bleibt aus
Als die Frau die Auszahlung ihres vermeintlichen Gewinns beantragte, forderte der Täter zunächst eine Provision von 20 Prozent. Da sie diesen Betrag nicht aufbringen konnte, verlangte er eine Vorauszahlung von 4.500 Euro sowie die Abgabe des restlichen Gewinns. In der Hoffnung auf eine Auszahlung kam die Frau dieser Forderung nach.
Ein Transfer des angeblichen Guthabens von der App auf ihr reguläres Bankkonto war jedoch nicht möglich. Erst danach erkannte die 52-Jährige, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war.
Nach aktuellem Ermittlungsstand beläuft sich der Gesamtschaden auf über 14.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
- Seien Sie misstrauisch bei Kontaktaufnahmen über Messenger-Dienste, insbesondere bei Angeboten zu Geldanlagen oder schnellen Gewinnen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger arbeiten häufig mit Zeitdruck oder angeblichen einmaligen Chancen.
- Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen oder ausländische Konten, auch nicht als Gebühren oder Provisionen.
- Prüfen Sie Finanzangebote kritisch. Seriöse Anbieter kommunizieren nicht über WhatsApp oder private Chatgruppen.
- Installieren Sie keine Apps auf Empfehlung fremder Personen und geben Sie keine persönlichen Daten oder Zugangsdaten weiter.
- Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrer Bank oder der Polizei, bevor Sie Geld überweisen.
- Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Ihnen Forderungen ungewöhnlich erscheinen.