Ludwigshafen: Kreis Südliche Weinstraße: Betrüger erbeuten mehr als 500.000 Euro

Ludwigshafen: Kreis Südliche Weinstraße: Betrüger erbeuten mehr als 500.000 Euro

Ludwigshafen: Kreis Südliche Weinstraße: Betrüger erbeuten mehr als 500.000 Euro

Ein 68-jähriger Mann aus dem Kreis Südliche Weinstraße ist Opfer eines groß angelegten Betrugs geworden. Unbekannte Täter erlangten durch geschickte Täuschung mehr als eine halbe Million Euro.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz verlor der 68-Jährige bereits im Jahr 2025 rund siebzigtausend Euro durch einen sogenannten Kryptobetrug. In der Weihnachtszeit 2025 wurde der Mann erneut telefonisch von bislang unbekannten Tätern kontaktiert.

In den Gesprächen wurde ihm glaubhaft vorgespiegelt, dass er das zuvor durch Anlagenbetrug verlorene Geld zurückerhalten könne. Im Vertrauen auf diese Darstellung überwies der Mann zwischen den Weihnachtstagen und dem 30. Januar 2026 mehr als fünfhunderttausend Euro auf ein Konto der Betrüger in Malta.

Kriminalpolizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0621 963-23312 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. entgegen.

Unterstützung für Betrugsopfer

Nach Angaben der Polizei sind viele Opfer von Telefonbetrügern psychisch stark belastet. Schamgefühle und die Angst vor Stigmatisierung führen häufig dazu, dass sich Betroffene weder Angehörigen noch der Polizei anvertrauen.

Die Polizei betont, dass Betroffene nicht allein sind und nicht leichtfertig gehandelt haben. Die Täter agieren äußerst trickreich und passen ihre Vorgehensweisen ständig an.

Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich vertrauensvoll an die Opferschutzberatung unter der Telefonnummer 0621 963-21160 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung sowie Informationen zu weiteren Hilfsangeboten und Opferrechten.

Darüber hinaus steht eine Präventionshotline zum Schutz vor Betrug zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 0621 963-21177 können sich Bürgerinnen und Bürger montags bis donnerstags zwischen 8:00 und 16:00 Uhr sowie freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr kostenlos informieren.

Hinweise der Polizei zum Schutz vor Betrug: Die Polizei kontaktiert Bürgerinnen und Bürger niemals unter der Notrufnummer 110. Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Vermögensverhältnissen an fremde Personen weiter. Die Polizei holt keine Geldbeträge oder Wertsachen zur Verwahrung ab. Legen Sie bei verdächtigen Anrufen auf und wählen Sie die Nummer selbst neu. Verdächtige Anrufe sollten bei der Polizei angezeigt werden.