OB Weigel gedenkt mit Schülerinnen und Schülern den Opfern des Nationalsozialismus

Stadt Neustadt a.d.W.
Holoc

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat Oberbürgermeister Marc Weigel die Georg-von-Neumayer-Realschule plus im Böbig besucht. Unter der aktiven Beteiligung von Schülerinnen und Schülern wurde hier in besonderer Weise den Opfern der Nazi-Diktatur gedacht. Schwerpunkt war das Thema Ausgrenzung. Wie fühlt es sich an, einen Judenstern zu tragen? Wie fühlt es sich an, wenn sich Menschen plötzlich abwenden? Darüber wurde in Kleingruppen diskutiert, bevor es anschließend eine gemeinsame Präsentation gab.

OB Weigel erklärte, dass auch der Holocaust mit Ausgrenzung begonnen hat. „In unserer Stadt haben unzählige jüdische Familien gelebt, von denen sich die Menschen nach und nach abgewendet haben, bis sie letztendlich auf einen Weg geschickt wurden, der sie in den Tod führte“, sagte Weigel. Vieles habe im Kleinen begonnen und sich dann dramatisch entwickelt. „Durch Gedenken und Erinnern haben wir die Möglichkeit aus der Vergangenheit zu lernen, dass so etwas nicht mehr passiert“, betonte der Oberbürgermeister.

Die Pflicht zum Tragen des Judensterns führte die 1933 begonnene soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Demütigung der jüdischen Minderheit fort. Er war eine öffentlich sichtbare Maßnahme, die in der Holocaust-Katastrophe gipfelte.

Initiiert und moderiert wurde die Veranstaltung in der Realschule plus unter dem Motto „Mahnen und Gedenken“ von Eberhard Dittus, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt. Wie 2021 mussten die Planungen auch 2022 der Corona-Situation angepasst werden. Statt in der Stiftskirche organisierten zahlreiche Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Schulen Gedenk-Aktionen. Nicht nur die Zehntklässler der Realschule plus setzten sich bereits im Vorfeld mit dem Thema auseinander. Am Holocaust-Gedenktag präsentierten sie dann ihre Ergebnisse in Form von Plakaten in ihrer Schule.

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde 2005 von den Vereinten Nationen zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt. Der Tag soll dazu dienen, an die Verbrechen im Nationalsozialismus zu erinnern und ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen.