Schifferstadt: Straßenfastnacht zieht Tausende an – mehrere Straftaten und zahlreiche Einsätze
Rund 3.500 bis 4.000 Menschen feierten am 15. Februar auf dem Schillerplatz. Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt zogen Bilanz – mit mehreren Strafanzeigen und zahlreichen Kontrollen.
Wie die Polizeidirektion Ludwigshafen am 17.02.2026 um 09:36 Uhr gemeinsam mit der Stadt Schifferstadt und dem Jugendamt des Rhein-Pfalz-Kreises mitteilte, fand die traditionelle Straßenfastnacht am Sonntag, 15. Februar, ab 13:11 Uhr im Bereich des Schillerplatzes statt. In den Spitzenzeiten feierten nach Angaben der Behörden zwischen 3.500 und 4.000 Besucherinnen und Besucher.
Ordnungsamt, Polizeiinspektion Schifferstadt und Jugendamt führten vernetzte Jugendschutzkontrollen durch. Dabei wurden fünf Jugendliche festgestellt, die aufgrund von Alkoholkonsums kurzfristig medizinisch behandelt werden mussten. Im Anschluss wurden sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
Mehrere Strafanzeigen und Ermittlungen
Die Polizei nahm insgesamt fünf Strafanzeigen auf. Neben einer Sachbeschädigung wurden drei Körperverletzungsdelikte registriert. In einem Fall wurde eine 21-Jährige zunächst zu Boden gerissen und anschließend von drei Personen angegangen. Hier ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.
Zudem kam es zu einer sexuellen Belästigung: Eine 20-Jährige wurde in einer Gaststätte von einem bislang unbekannten Mann unsittlich am Oberschenkel berührt. Auch hierzu laufen Ermittlungen.
Nach dem offiziellen Veranstaltungsende verlagerte sich das Geschehen teilweise in umliegende Kneipen. Ein Großteil der weiteren Einsätze stand laut Polizei im Zusammenhang mit alkoholisierten Personen. Insgesamt bewerten die Behörden den Verlauf dennoch als überwiegend ruhig und aus polizeilicher Sicht zufriedenstellend.
Kontrollen, Sicherstellungen und Bußgelder
Auf Grundlage der von der Stadt erlassenen Gefahrenabwehrverordnung war auch der Kommunale Vollzugsdienst im Einsatz. Rund 350 Liter branntweinhaltige Getränke sowie zahlreiche Glasbehältnisse und Dosen wurden sichergestellt. Darüber hinaus wurden zwei Platzverweise ausgesprochen, 29 Fälle unerlaubten Urinierens festgestellt sowie sechs Anscheinswaffen und ein gefährlicher Gegenstand aus dem Verkehr gezogen. Zudem wurde ein Verstoß gegen das Cannabisverbot registriert. Die Betroffenen müssen mit Bußgeldern rechnen.
Die Stadt setzte erneut auf das seit 2020 etablierte Mehrwegbechersystem, um Plastikmüll zu vermeiden. Die Gefahrenabwehrverordnung wurde räumlich angepasst, zusätzlich sorgten mobile Zufahrtssperren für erhöhte Sicherheit. Bürgermeisterin Ilona Volk zeigte sich laut Mitteilung zufrieden mit dem Verlauf und dankte allen Beteiligten für die sichere Durchführung.