Ludwigshafen: Darmkrebsmonat März rückt Ernährung und Vorsorge in den Fokus
Mit einer Auftaktveranstaltung in Ludwigshafen hat die Stiftung LebensBlicke den Darmkrebsmonat März 2026 eröffnet. Experten warnen dabei besonders vor den Folgen moderner Ernährungsgewohnheiten.
Mit einer Pressenkonferenz am 5. März ist der Darmkrebsmonat März 2026 offiziell gestartet. Gastgeber der Veranstaltung war die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs mit Sitz in Ludwigshafen. Zahlreiche Fachleute, Vertreter aus Medizin, Politik und Medien nahmen an der Auftaktveranstaltung teil.
Unter den Teilnehmern waren unter anderem Prof. Claus Blettner, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen, sowie Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten informierten sie über aktuelle Entwicklungen in der Darmkrebsprävention.
Die Stiftung LebensBlicke und die Gastro-Liga e.V. aus Gießen nutzen den Darmkrebsmonat traditionell, um die Bevölkerung über Risiken, Früherkennung und Vorsorgemöglichkeiten zu informieren.
Motto: Ein kleiner Schritt zur Vorsorge
Der Darmkrebsmonat März 2026 steht unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und trägt das Motto „Ein kleiner Schritt zur Darmkrebsvorsorge – ein großer fürs Leben“. Bundesweit engagieren sich mehr als 200 Regionalbeauftragte der Stiftung mit Vorträgen, Informationsveranstaltungen und Aktionen.
Ein zentrales Thema der Auftaktveranstaltung war der Einfluss moderner Ernährungsgewohnheiten auf das Darmkrebsrisiko. Experten verwiesen auf den steigenden Konsum von Fastfood, Fertiggerichten und stark zuckerhaltigen Snacks, insbesondere bei Jugendlichen.
Studien zeigen, dass eine Ernährung mit viel verarbeitetem Fleisch, wenig Ballaststoffen und einem hohen Anteil ultraverarbeiteter Lebensmittel Entzündungsprozesse im Darm fördern kann. Dadurch kann sich langfristig das Risiko für Darmkrebs erhöhen.
Gesunde Ernährung beginnt im Kindesalter
Fachleute betonten, dass ein gesundes Ernährungsverhalten möglichst früh vermittelt werden sollte. Gewohnheiten, die im Kindes- und Jugendalter entstehen, prägen das Gesundheitsrisiko im späteren Leben entscheidend.
Dr. Reinhild Link, Mitgründerin der Initiative „gesundekids“, stellte Beispiele erfolgreicher Präventionsprogramme vor. Dazu zählen unter anderem Schulobstprogramme, kreative Ernährungsaktionen wie sogenannte Brotgesichter, mobile Trinkwasserinstallationen sowie Peer-to-Peer-Aufklärung.
Diese Ansätze zeigen, wie Kinder und Jugendliche motiviert werden können, ihre Ess- und Trinkgewohnheiten nachhaltig zu verändern.
Professor Dr. J. F. Riemann betonte, dass neben individueller Verhaltensprävention auch strukturelle Maßnahmen eine wichtige Rolle spielen. Die sogenannte Verhältnisprävention – also Rahmenbedingungen, die gesundes Verhalten erleichtern – könne entscheidende Impulse setzen.
Foto: Sabine Kast – v. r. n. l.: Dr. Reinhild Link, Marc Marshall, Prof. Claus Blettner, Prof. J. F. Riemann, Prof. Dr. Mayer.