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Die Sportwoche erinnert an Werner Liebrich, …

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… der heute vor 25 Jahren gestorben ist.
(GM) Werner Liebrich, war einer der „Helden von Bern“, die 1954 den ersten Fußball-Weltmeister-Titel für Deutschland erkämpften. Der gebürtige Kaiserslauterer avancierte besonders im denkwürdigen Finale, gegen das ungarische Wunderteam, zum Turm in der Schlacht. Seine Position, damals als „Mittelläufer“ bezeichnet, verstand er aber nicht nur als das, was man später „Libero“ nannte; Werner Liebrich verfügte auch über erstaunliche Offensiv-Qualitäten und war zudem für ein gesundes Zweikampfverhalten bekannt. Er galt als eisenhart, war aber keineswegs unfair, sein Timing beim Grätschen war außergewöhnlich.

Im Gruppenspiel gegen Ungarn, bei der WM 1954 kam er allerdings bei einem Zweikampf zu spät und verletzte dadurch den ungarischen Kapitän Ferenc Puskàs so schwer, dass dieser ausgewechselt werden musste und erst wieder im Finale eingesetzt werden konnte. Liebrich wurde von der internationalen Presse schwer gerügt und trug lange an den Vorwürfen. Da zunächst Fernsehbilder nicht zur Verfügung standen, wurde die Szene von Journalisten dramatisch beschrieben, wodurch Werner Liebrich nahezu zum „Treter“ abgestempelt wurde. Der renommierter englische Fußball-Journalist Brian Glanville berichtete sogar von dem „Tritt, der die WM gewann“.

Das Foul war unstrittig, aber später konnte belegt werden, dass Liebrich den ungarischen Kapitän nicht brutal attackiert und keinesfalls absichtlich gefoult hatte - zumal beim Angriff auf Puskàs der Pfälzer gar nicht grätschte.
Zwischen 1951 und 1956 machte Werner Liebrich 16 Spiele für Deutschland, für den 1.FC Kaiserslautern, seinen Heimatverein, lief er in 355 Partien auf. Seine Karriere beendet er 1962, im Alter von 35 Jahren. Später war er für die Lauterer kurzzeitig auch als Trainer tätig.

Heute vor 25 Jahren, am 20. März 1995 starb „der Rote“ wie Werner Liebrich wegen seiner rotblonden Haare gerufen wurde, im Alter von 68 Jahren. Als einer der Helden von Bern wird er allen Fußballfans unvergessen bleiben.

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