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DFB-Pokal: SV Waldhof – SC Freiburg 1:2

(Foto: PIX/M.Ruffler) Marcel Hofrath beim Kopfballduell mit Nils Petersen
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(GM) Der SV Waldhof zog sich gegen den Bundesligisten SC Freiburg – bei der knappen 1:2-Niederlage – mehr als achtbar aus der Affäre. Nach dem Ausgleich durch Martinovic hatten die Blau-Schwarzen sogar zwischenzeitlich etwas mehr vom Spiel, konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Nach der erneuten Freiburger Führung, in der 79. Minute, rannte der SV Waldhof bis zum Ende der 4-minütigen Nachspielzeit an, doch es blieb beim 1:2, durch das die Freiburger in die nächste Runde einzogen.

Bereits zehn Minuten vor dem Anpfiff der Partie mussten die Waldhöfer den ersten Nackenschlag hinnehmen: Kapitän Marcel Seegert hatte sich beim Aufwärmen eine Verletzung zugezogen und kurz danach kam die Bestätigung, dass an einen Einsatz nicht zu denken war. Für ihn rückte Marcel Hofrath in die Startformation; die Kapitänsbinde übernahm Jan-Hendrik Marx. Da auch Marco Schuster (verletzt) und Jesper Verlaat (positiv auf Corona getestet) ausfielen, war Trainer Patrick Glöcker zum Improvisieren gezwungen.
Auch Freiburg hatte bereits vor dem Anpfiff einen Ausfall zu beklagen. Torhüter Flekken verletzte sich am Ellenbogen; für ihn hütete Benjamin Uphoff das Tor der Breisgauer.

Der Waldhof ließ sich vom großen Namen des Gegners nicht beindrucken und startete schwungvoll in Begegnung, bereits nach 40 Sekunden tauchten die Gastgeber zum ersten Mal im Freiburger Strafraum auf. In der 3. Minute trickste SVW-Torhüter Bartels im eigenen 5-Meter Raum Kwon aus und leitet einen Angriff ein, den Ferati abschließt, allerdings deutlich neben das Freiburger Tor. Waldhof bleibt am Drücker – Garcia marschiert aus dem Mittelfeld, verzieht seinen Schuss dann aber knapp.

Auch die nächste gute Szene gehört Garcia. Der Waldhöfer düpiert auf der linken Seite Schmid und Grifo, zieht dann von der Strafraumgrenze ab, setzt aber seinen Schuss etwas zu hoch an und der Ball geht drüber. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden die Gäste kaum statt, aber urplötzlich setzte der SCF ein Zeichen – Grifo zieht aus der Distanz ab und trifft die Oberkante der Latte (10.); Glück für den Waldhof, der zwei Minuten später allerdings Pech hat, dass der Schuss von Marx knapp abgefälscht wird und neben dem Tor ins Aus geht.

Wie aus dem Nichts geht der SC Freiburg in der 19. Minute in Führung. Ex-Nationalspieler Nils Petersen legt für Kwon auf, der überlegt zum 0:1 einschießt. In der Folge wird Freiburg deutlich stärker und der Waldhof hat in der Abwehr ordentlich zu tun. In der 23. Minute spielen sich die Gäste im Mannheimer Strafraum fest und kommen zu ihrem zweiten Lattentreffer. Jetzt dominierte der Bundesligist klar; in der 26. Minute passt Lienhard gefährlich nach innen, aber Bartels hat aufgepasst, ist blitzschnell unten und hält den Ball fest. Nachdem Nils Petersen in der 31. Minute ebenfalls nur die Latte traf und Bartels in der 44. Minute einen gefährlichen Schuss von Jeong entschärfen konnte, nahm der SV Waldhof den knappen Rückstand mit in die Pause.

Freiburg will offenbar schnell für die Entscheidung sorgen - für Keitel kam Boukhalfa neu aufs Feld - und bereits in der 46. Minute steht Grifo alleine vor Bartels, will den Waldhof-Keeper überlupfen, doch der macht sich lang und fängt den Ball ab. Der SV Waldhof hält jedoch dagegen und mitten in die Freiburger Drangperiode fällt der Ausgleich. Martinovic hält den Fuß in eine halbhohe Flanke von der rechten Seite und trifft zum 1:1. Riesenjubel auf den spärlich besetzten Rängen, wo die Fans aber ihre Mannschaft so lautstark unterstützen, als befänden sich einige tausend Zuschauer im Carl-Benz Stadion. Der Ausgleich beeindruckt die Freiburger, die plötzlich von den Waldhöfern unter Druck gesetzt werden. Christian Streich reagiert, für kommt nach einer Stunde Höler ins Spiel. In der 61. Minute hat Ferati das 2:1 auf dem Fuß, schießt aber aus aussichtsreicher Position über das Tor. Eine Minute später kommt Neuzugang Joseph Boyamba ins Spiel – für ihn geht Marx vom Platz – und macht sofort Wirbel. Gegen zwei Freiburger tankt er sich durch, schließt dann flach ab, trifft aber nur das Außennetz (64.).

In dieser Phase ist das Spiel durchaus ausgeglichen und dann wechselt Freiburgs Trainer Christian Streich zum dritten Mal, für Petersen kommt Sallai. Der Bundesligist fängt sich langsam wieder und in der 76. Minute verhindert Bartels mit einer klasse Parade einen Treffer von Grifo. Drei Minuten später ist der junge SVW-Torhüter aber machtlos, als sich Schmid aus 15 Metern den Ball zurechtlegt und flach zum 1:2 trifft. Mit dos Santos für Garcia will Trainer Glöckner noch einmal für Schwung sorgen (80.) und der Waldhof rennt weiter an. In der 86. Minute hat Höler nach einem Konter die Chance für den SC alles klarzumachen, er überwindet zwar Bartels, doch der Flachschuss geht am langen Pfosten ins Aus. Eine Minute später kommt auch noch Gouaida für Donkor - der Waldhof setzt alles auf eine Karte. Schließlich werden vier Minuten Nachspielzeit angezeigt, aber auch diese reichen nicht mehr zum erneuten Ausgleich. Der SV Waldhof unterliegt knapp dem Bundesligisten, verabschiedet sich aber hocherhobenen Hauptes aus dem diesjährigen DFB-Pokal-Wettbewerb

SV Waldhof Mannheim – SC Freiburg 1:2 (0:1)
Waldhof: Bartels - Marx (62. Boyamba), Hofrath, Just, Donkor (87. Gouaida), Saghiri, Ünlücifci, Costly, Ferati, Garcia (80. dos Santos), Martinovic
Freiburg: Uphoff - Schmid (87. Kübler), Lienhart, Heintz, Günter, Keitel (46. Boukhalfa), Höfler, Kwon (60. Höler), Grifo (87. Demirovic), Jeong, Petersen (68. Sallai)
Tore: 0:1 Kwon (19.), 1:1 Martinovic (57.), 1:2 Schmid (79.); Schiedsrichter: Patrick Schmidt, Stuttgart

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