Spowo Mix 5

VfB Lübeck – SV Waldhof 0:1

(Foto: PIX/M.Ruffler) Torschütze Martinovic (links) und Vorbereiter Schuster
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Grandioses Schuster-Comeback, gewonnen, zu Null gespielt – was will man mehr?
(GM) Nach einem Treffer von Dominik Martinovic und einer konzentrierten Abwehrleistung gegengewann der SV Waldhof am Mittwochabend das Nachholspiel beim VfB Lübeck und schob sich auf Platz 12 hoch.

Wie erhofft, rückte der wiedergenesene Marco Schuster in die Starformation, Rafael Garcia blieb dieses Mal auf der Bank. Bei widrigen Witterungs- und noch schlechteren Platzverhältnissen bemühten sich beide Teams Linie ins eigene Spiel zu gewinnen, was mit zunehmender Spieldauer dem Waldhof besser gelang als den Gastgebern. Auch leistete sich die Mannschaft von Patrick Glöckner weniger Fehlpässe und hielt sich deutlich mehr in der gegnerischen Hälfte auf als der VfB Lübeck.

In der Anfangsphase taten sich in beiden Strafräumen nicht viel, das Geschehen spielte sich meist im Mittelfeld ab. Gab es doch einmal eine Torannäherung, verpuffte sie meist im Ansatz, wie der Freistoß für Lübeck in der 2. Minute oder die Möglichkeit für Ferati, nach einem Lübecker Fehlpass in der 6. Minute, wobei der Waldhöfer etwas zu umständlich agierte, echte Torgefahr zu bewirken, Doch dann wurden die Gäste zielstrebiger. In der 11. Minute koinnte Martinovic in einer Eins-zu-Eins-Situation gerade noch gestört werden, aber beim Schuss von Ferati, in der 13. Minute musste sich Lübecks Schlussmann Raeder schon mächtig strecken, um den Ball zur Ecke abzuwehren. Waldhof bleibt am Drücker, findet aber noch nicht die entscheidende Lücke.

In der 25. Minute spielt Ferati einen schnell ausgeführten Freistoß auf Costly, dessen Schuss aus spitzem Winkel kann Raeder noch parieren, Donkor holt sich den Ball, passt in die Mitte, wo von Schuster der Ball zu Martinovic kommt, der aus kurzer Distanz zum 0:1 trifft. Es ist das erste Auswärtstor des SVW-Torjägers.

Nach der Führung ist der Waldhof die klar bessere Mannschaft und bekommt das Spiel immer besser in den Griff. Lübeck kommt nur einmal gefährlich in die Nähe von Timo Königsmanns Tor, in der 39. Minute, doch der Schuss von Steinwender geht deutlich vorbei. Auch die letzte gefährliche Szene der ersten Halbzeit gehört dem SV Waldhof. In der 45. Minute zirkelt Ferati einen Freistoß aus gut 20 Metern Richtung Torwinkel, aber Raeder fischt den Ball sehenswert aus dem Dreieck und bewahrt sein Team vor einem höheren Rückstand zur Pause.

Wie zu erwarten war, versucht Lübeck gleich nach Wiederanpfiff Druck zu machen, aber die Waldhöfer Abwehr steht an diesem Abend gut und lässt kaum etwas zu. Leider verletzt sich Martinovic und muss in der 50. Minute vom Platz – für ihn kommt Joseph Boyamba. Inzwischen wurde das Geläuf im Stadion an der Lohmühle immer schlechter und ließ kaum Kombinationsfußball zu. Trotzdem ließ der Waldhof den Ball mehrmals sehenswert durch die eigenen Reihen laufen, aber zwingende Chancen ergaben sich kaum. Die Lübecker Angreifen versuchten derweil ihr Glück aus der Distanz, verfehlten aber entweder das Tor oder aber Königsmann war zur Stelle.

Dagegen war der Fallrückzieher von Boyamba schon von einem anderen Kaliber, der Versuch ging knapp am langen Pfosten vorbei (72.). Die Platzherren rannten weiter an, bissen sich aber an der aufopferungsvoll kämpfenden Waldhöfer Abwehr die Zähne aus. Auch die Schüsse von Deichmann und Benyamina – in den letzten Spielminuten – brachten das Tor der Blau-Schwarzen nicht mehr in Gefahr. Nach zweiminütiger Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Patrick Ittrich die Begegnung ab und der Waldhof hatte einen wichtigen - oder wie es Marco Schuster, ausdrückte: einen „dreckigen“ – Sieg eingefahren.

VfB Lübeck – SV Waldhof Mannheim 0:1 (0:1)
Lübeck: Raeder - Riedel, Grupe, Okungbowa, Mende (76. Röser), Steinwender, Benyamina, Boland, Thiel, Deichmann, Ramaj (65. Zehir)
Waldhof: Königsmann - Gohlke, Seegert, Hofrath, Costly, Saghiri, Schuster, Donkor, Gouaida (90. Just), Ferati (84. Kwadwo), Martinovic (50. Boyamba);
Tor: 0:1 Martinovic (25.); Schiedsrichter: Patrick Ittrich, Hamburg

 

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