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SV Sandhausen – FC Würzburger Kickers 1:0

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Behrens vom Punkt: Wichtiger Heimsieg gegen Würzburg
Der SV Sandhausen feiert am 27. Spieltag einen wichtigen Heimsieg. Die Schwarz-Weißen bezwingen den FC Würzburger Kickers in einer intensiven Partie mit 1:0 (1:0).

Zwei Änderungen in der ersten Elf
Im Vergleich zur Partie in Aue vor der Länderspielpause sind Kevin Behrens, der seine Gelbsperre abgesessen hat, und Emanuel Taffertshofer in der Anfangsformation mit dabei. Gerrit Nauber (fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte) und Daniel Keita-Ruel (Bank) machen für die beiden Platz.

Corona: Paurevic und Linsmayer fehlen dem SVS
Personell muss der SVS kurzfristig zwei Ausfälle verkraften: Ivan Paurevic und Denis Linsmayer fehlen im Spiel gegen die Würzburger Kickers, beide wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Spieler befinden sich in häuslicher Quarantäne. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. Paurevic war am Mittwoch, Linsmayer im Rahmen der Spieltags-Testung positiv getestet worden, bei allen anderen Testpersonen liegen negative Ergebnisse vor. Nach intensivem Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt und der DFL kann die Partie des SVS gegen den FWK allerdings wie geplant angepfiffen werden.

SVS agiert erneut im 3-5-2-System
Der SVS läuft erneut im 3-5-2-System auf. Die Dreierabwehrkette vor Torhüter Stefanos Kapino bilden von links Aleksandr Zhirov, Janik Bachmann und Tim Kister. Im defensiven Mittelfeld spielen Erik Zenga und Taffertshofer. Die Außenbahnen bearbeiten Dennis Diekmeier rechts und Nikolas Nartey links. Julius Biada unterstützt im offensiven Mittelfeld die Doppelspitze, die Alexander Esswein und Behrens bilden.

Forscher Beginn des SVS
Mit viel Elan startet der SVS in die Partie, die erste Torannäherung lässt dementsprechend nicht lange auf sich warten. Nach einer Hereingabe von Esswein von der linken Seite kann der Würzburger Schlussmann Hendrik Bonmann gerade noch vor Biada klären (2.). Im Anschluss gestalten beide Teams die Partie in der Anfangsphase weitgehend ausgeglichen. Durchatmen müssen die Sandhäuser in der elften Minute, in der FWK-Angreifer Ridge Munsy vor Kapino auftaucht, mit seinem Lupfer jedoch keinen Mitspieler findet und auch nicht zum Abschluss kommt.

Kurpfälzer mit mehr Gelegenheiten
Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs erarbeiten sich die Kurpfälzer mehr Abschlüsse, wenngleich entweder die letzte Präzision oder die nötige Durchschlagskraft zunächst noch fehlen. In der 15. Minute findet Behrens nach einem guten Konter, eingeleitet durch einen starken Biada-Pass, mit seinem Pass keinen Mitspieler im Zentrum. Behrens ist es dann auch, dem sich die erste Großchance der Partie bietet: Nach einem lang gespielten Ball von Bachmann aus der eigenen Hälfte kann der SVS-Angreifer das Spielgerät frei vor Bonmann kurz vor dem gegnerischen Strafraum annehmen. Behrens versucht es mit einem Lupfer, setzt den Ball aber nicht hoch genug an. Bonmann kann klären (23.).

Führung vom Punkt aus: Behrens trifft
Auch bei einem Biada-Schuss auf die kurze Ecke nach Zusammenspiel mit Nartey im Anschluss an eine Ecke kann der Würzburger Schlussmann den Rückstand für sein Team verhindern (27.). Während die Würzburger durch David Kopacz, der den Ball in der 38. Minute rechts am Tor vorbeischiebt, vor der Pause noch einmal zum Abschluss kommen, gehen die Sandhäuser in der 45. Minute und damit noch vor dem Pausenpfiff in Führung. Sie profitieren von einem Handspiel im Strafraum des Würzburgers Frank Ronstadt im Anschluss an eine Behrens-Direktabnahme. Behrens trifft aus elf Metern in die rechte Ecke, kurz darauf pfeift Schiedsrichter Benjamin Cortus zur Pause.

SVS hat weiterhin die besseren Gelegenheiten
Auch im zweiten Durchgang haben die Sandhäuser die besseren Gelegenheiten. Auf eine Direktabnahme von Esswein aus großer Distanz, die Bonmann pariert (54.), folgt ein Konter über mehrere Stationen, an dessen Ende Biada den Ball aus etwa sieben Metern an die Latte setzt (59.). Eine weitere Großchance eröffnet sich über Umwege nach einer Ecke des eingewechselten Diego Contento für Bachmann, der jedoch zu hoch zielt (70.). Neben Contento (54., für den angeschlagenen Nartey) kommen in der zweiten Hälfte auch noch Nils Röseler (77., für den angeschlagenen Zenga) und Keita-Ruel (78., für Esswein) ins Spiel.

Das 2:0 verpasst, gezittert – und am Ende gejubelt
In der Schlussphase setzen die Würzburger alles auf eine Karte. Der SVS muss zittern, da er es versäumt hat, auf 2:0 zu stellen – auch der kraftvolle Distanzschuss von Bachmann in der 82. Minute führt nicht zum Erfolg. Die letzte Gelegenheit der Partie haben dann die Gäste, den Kopfball von Dominic Baumann klärt Biada jedoch kurz vor der Torlinie (86.). Der SVS hält sich anschließend auch in der vierminütigen Nachspielzeit schadlos und feiert letztlich einen insgesamt verdienten Heimerfolg.

Weiter geht’s für den SVS am Freitag, den 9. April, mit der Partie bei der SpVgg Greuther Fürth. Das Spiel wird dann um 18:30 Uhr angepfiffen.

Sandhausen – FC Würzburger Kickers 1:0
SV Sandhausen: Kapino – Kister, Bachmann, Zhirov – Diekmeier, Zenga (77. Röseler), Taffertshofer, Nartey (54. Contento) – Biada – Behrens, Esswein (78. Keita-Ruel).
Würzburger Kickers: Bonmann – Ronstadt, Strohdiek, Kraulich, Feltscher – Hägele – Sontheimer, Hasek (60. Lotric) – Kopacz (75. Pieringer), Herrmann (75. Baumann) – Munsy.
Tor: 1:0 Behrens (45., Handelfmeter).

Die Stimmen zum Spiel:
Jürgen Machmeier: Für Würzburg ging es in diesem Spiel um alles. Das muss man bei der Analyse des Spiels berücksichtigen. Es war klar, dass das Spiel von einer großen Anspannung geprägt sein würde. Unsere Spieler wollten, standen aber unter Strom. Der Druck war enorm, deswegen muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, denn sie hat dennoch versucht, fußballerische Lösungen zu finden. Da gehört ein breites Kreuz dazu. Ich nehme dieses dreckige 1:0 gerne mit. Das sind die Ergebnisse, die wir in unserer Situation brauchen. Wir haben in der ersten Hälfte auch ordentlich Fußball gespielt, im zweiten Durchgang dann klare Torchancen liegen gelassen. Die Mannschaft lebt, sie will, das ist eine ganz wichtige Erkenntnis.

Volker Piegsa: Es war das erwartet schwere Spiel, das wir heute unbedingt gewinnen mussten. Das haben wir geschafft und unser Etappenziel damit erreicht. Das Spiel stand am Ende Spitz auf Knopf. Wir gehen mit diesem Sieg nun in die kommenden drei schweren Spiele und werden dann wieder unser Bestes geben. Wir haben weiterhin alle Chancen.

Mikayil Kabaca: Ich muss etwas ausholen. Wenn wir auf unsere Personaldecke schauen, bewegen wir uns da mittlerweile schon am Limit. Wir hatten heute neun Ausfälle zu verzeichnen, inklusive der beiden Corona-Fälle, die natürlich vor dem Spiel etwas für Unruhe gesorgt haben. Daher muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen, unabhängig davon, wie das 1:0 zustande gekommen ist. Was das Chancenverhältnis anbelangt, ist das definitiv ein verdienter Sieg für uns. Wir haben in der ersten Hälfte Nadelstiche gesetzt, hatten zwei- oder dreimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen, ehe der Elfmeter berechtigterweise gepfiffen wurde. Nach der Pause haben wir genau da weitergemacht, unsere Chancen allerdings liegen gelassen. Der Gegner kommt so gegen Ende noch mal mit der zweiten Welle, wir haben aber wenig zugelassen. Es stand für uns heute viel auf dem Spiel, mit dem Sieg bleiben wir aber auch Tuchfühlung.

Gerhard Kleppinger: Ein sehr wichtiger Sieg für uns, um einerseits Würzburg weit hinter uns zu halten und andererseits an den Teams vor uns dranzubleiben. Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel zu diktieren, hatten die besseren Spielanteile vor der Pause und auch die ein oder andere Chance, ehe wir kurz vor der Pause den Elfmeter bekommen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der zweiten Hälfte einen Treffer nachlegen. Nicht gefallen hat mir in der zweiten Hälfte, dass wir zu oft fallend verteidigt haben, da hat uns etwas der Mut gefehlt. Würzburg hat am Ende alles oder nichts gespielt. Mit der Moral, die wir heute an den Tag gelegt haben, und unserem Teamgeist bin ich davon überzeugt, dass wir unser Ziel auf jeden Fall erreichen werden.

Kevin Behrens: Ich habe beim Elfmeter keinen besonderen Druck verspürt, bin aber natürlich froh, dass ich ihn verwandelt habe. Es war wichtig, das Spiel heute zu gewinnen, wir haben aber noch nichts erreicht. Wir müssen weiter Punkte sammeln, um unten rauszukommen, aber der erste Schritt ist gemacht. Es wird in den kommenden Wochen nicht einfach, wir müssen aber an uns glauben.
Dennis Diekmeier: Wir wussten, was auf dem Spiel steht. Wir haben gut angefangen, Fußball gespielt, erzielen aber leider zu wenige Tore. Es war dennoch ein verdienter Sieg. Wir sahen in den vergangenen Jahren immer gut aus gegen die großen Gegner, das stimmt mich positiv für die kommenden Wochen

Emanuel Taffertshofer: Wir haben in der Länderspielpause sehr hart gearbeitet, um auf den Punkt genau da zu sein in diesem Spiel. Dass es wahrscheinlich nicht 3:0 oder noch deutlicher ausgehen würde, war uns vorher klar. Wir wollten diesen Sieg als Mannschaft unbedingt, haben kämpferisch gut dagegengehalten und auch fußballerische Ansätze gesucht. Das war ausschlaggebend für den Sieg.

Janik Bachmann: Wir hatten mehr Spielanteile, vor allen Dingen in der ersten Halbzeit. Wir haben nicht viel zugelassen, haben es meistens gut verteidigt, haben die Zweikämpfe angenommen und am Ende verdient gewonnen. Im Abstiegskampf musst du in jedem Spiel heiß sein, ein gewisser Druck muss immer da sein. Wir sind jetzt wieder dran an den anderen Teams. Das Spiel war auf jeden Fall ein gutes Zeichen von uns.

SV Sandhausen 1916 e.V.

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