Spowo Mix 5

SV Sandhausen – SV Darmstadt 98 1:6

SVS Logo

Deutliche SVS-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98
Der SV Sandhausen unterliegt dem SV Darmstadt 98 am 9. Spieltag in der 2. Liga deutlich mit 1:6 (1:2). Nach intensiver erster Halbzeit erleben die Schwarz-Weißen einen deprimierenden zweiten Durchgang.

Keine Änderungen in der SVS-Startelf
Im Vergleich zum 2:1-Sieg bei Hannover 96 verändert Chefcoach Alois Schwartz seine erste Elf nicht. Der SVS agiert somit auch gegen den SV Darmstadt 98 in einem variablen 4-4-2-System. Vor Torhüter Drewes verteidigt die Viererabwehrkette um (von rechts) Bashkim Ajdini, Immanuel Höhn, Aleksandr Zhirov und Arne Sicker. Das Mittelfeld bilden (von rechts) Alexander Esswein, Janik Bachmann, Marcel Ritzmaier und Anas Ouahim hinter den Angreifern Charlison Benschop und Daniel Keita-Ruel.

Früher Rückschlag zum 0:1
Das Spiel beginnt mit einem frühen Rückschlag für die Schwarz-Weißen: Nur etwas mehr als eine Minute ist gespielt, da gelingt Phillip Tietz nach Freistoßflanke von Tobias Kempe von der rechten Seite per Kopf das 1:0 für die Darmstädter (2.). Der SVS erholt sich von diesem Gegentreffer aber schnell und kann sich in den folgenden Minuten einige gefährliche Situationen in der Hälfte der Hessen erspielen.

Erste SVS-Chancen für Keita-Ruel und Esswein
Seine erste Chance hat der SVS in der fünften Minute. Nach Flanke von Esswein von der rechten Seite kommt Keita-Ruel aus spitzem Winkel zum Abschluss, der Ball wird aber zur Ecke geblockt. Kurz darauf legt Benschop den Ball am Strafraum auf Esswein ab, der aus circa 20 Metern draufhält und Torhüter Marcel Schuhen prüft (7.).

Ausgleich durch Esswein in der 19. Minute
Eine ähnliche Situation nutzt Esswein in der 19. Minute dann, um für den SVS auszugleichen! Nach langem Schlag von Ajdini kann der SV Darmstadt den Ball nicht ausreichend klären, er landet bei Esswein, der sofort abschließt. Das Spielgerät schlägt abgefälscht unhaltbar für Schuhen zum 1:1 im Tornetz ein.

Pfeiffer schiebt zum 1:2 aus SVS-Sicht ein
Der SVS hat direkt nach dem Ausgleich noch eine weitere Chance, der Kopfball von Keita-Ruel nach Flanke von Ajdini geht aber knapp am linken Pfosten vorbei (20.). Danach gestalten sich die Angriffe der Kurpfälzer weniger zielstrebig, die Darmstädter kommen wieder etwas besser ins Spiel. Nach einem Schuss von Luca Pfeiffer rauscht der Ball in der 25. Minute noch knapp am linken Pfosten vorbei. In der 36. Minute bringt Pfeiffer die Gäste dann mit 2:1 in Führung. Nach Pass von Benjamin Goller nimmt er den Ball technisch stark mit und schiebt ihn in die rechte Ecke ein.

Glück kurz vor der Pause
Pfeiffer gehört dann auch die letzte Aktion der ersten Hälfte, ihm gelingt in der 44. Minute das vermeintliche 3:1 für den SVD. Der Treffer zählt allerdings nicht, da Vorlagengeber Tietz bei der Entstehung knapp im Abseits gestanden hatte – Glück für den SVS, aus dessen Sicht es kurz darauf dennoch mit einem Rückstand in die Halbzeitpause geht.

Nächste Rückschläge nach der Pause, davon erholt sich der SVS nicht mehr
Der zweite Durchgang beginnt für den SVS wie die erste Hälfte – mit einem frühen Gegentor: Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte vollendet Goller zum 3:1 für die „Lilien“ (47.). Der SVS erholt sich von diesem Rückschlag trotz einer guten Chance, die Esswein in der 55. Minute vergibt, insgesamt nicht mehr. Die Mannschaft von Alois Schwartz findet in der zweiten Hälfte nicht zu ihrem Spiel, bleibt in den Zweikämpfen zu oft zweiter Sieger und gerät massiv auf die Verliererstraße.

Darmstadt erhöht, am Ende steht es 1:6
In der 57. Minute markiert Luca Pfeiffer am langen Pfosten nach einer Flanke von rechts per Kopf aus kurzer Distanz das 1:4 aus SVS-Sicht. Nur zwei Minuten später ist Tietz nach Freistoßflanke von Kempe ebenfalls mit dem Kopf zum Darmstädter 5:1 zur Stelle (59.). Die Hessen haben in der zweiten Halbzeit noch weitere gute Gelegenheiten und kommen durch den eingewechselten Karic nach einer Ecke aus kurzer Distanz noch zum 6:1 (73.). Für den SVS endet ein deprimierender Nachmittag mit einer deutlichen Niederlage, die es nun aufzuarbeiten gilt.

Weiter geht es für die Sandhäuser nach der Länderspielpause in der 2. Liga am 17. Oktober mit der Partie bei Hansa Rostock. Anstoß im Ostseestadion ist dann am Sonntag um 13:30 Uhr.

SV Sandhausen – SV Darmstadt 98 1:6 (1:2)
Sandhausen: Drewes – Ajdini, Höhn, Zhirov, Sicker – Esswein (80. Kister), Bachmann, Ritzmaier, Ouahim (46. Soukou) – Benschop (60. Testroet), Keita-Ruel (60. Zenga).
Darmstadt: Schuhen – Bader, Isherwood, P. Pfeiffer, Holland – Gjasula (85. Müller), Kempe (79. Berko), Honsak (68. Karic), Goller – Tietz (79. Stanilewicz), L. Pfeiffer (68. Seydel).
Tore: 0:1 Tietz (2.), 1:1 Esswein (19.), 1:2 L. Pfeiffer (35.), 1:3 Goller (47.), 1:4 L. Pfeiffer (57.), 1:5 Tietz (59.), 1:6 Karic (73.); Schiedsrichter: Michael Bacher, SV Amerang; Zuschauer: 4.457 .

Die Stimmen zum Spiel:
Mikayil Kabaca: Der Stachel sitzt sehr tief. Wir haben in den zwei Wochen unter Alois Schwartz zwei Extreme erlebt. Mit dem Sieg in Hannover hätte niemand gerechnet. Wir waren davon überzeugt, dass die Jungs heute mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen können und einen oder drei Punkt mitnehmen können. Es kam genau anders. Wir sind von der ersten Minute an nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dennoch war das Spiel nach dem 1:1 eigentlich auf Augenhöhe, Darmstadt geht etwas aus dem Nichts mit 2:1 in Führung. Über die zweite Hälfte muss man keine Worte verlieren. So kann man in der 2. Liga nicht bestehen.

Alois Schwartz: Glückwunsch an den SV Darmstadt 98 zum Sieg. Ich habe mir mein erstes Spiel hier wieder am Hardtwald natürlich anders vorgestellt. Wir müssen uns für die zweiten 45 Minuten bei unseren Fans entschuldigen. Es war fast keine Gegenwehr vorhanden, wir wurden im eigenen Stadion vorgeführt. Wir wollten Standards in den eigenen Sechzehner vermeiden, bekommen dann direkt ein Tor nach einem Freistoß. Wir hatten danach eine relativ gute Phase, haben aber schon kurz vor der Pause mehr Geleitschutz gegeben und die Zweikämpfe nicht richtig geführt. Nach dem 1:3 sind dann alle Dämme gebrochen. Es war, verglichen mit dem Spiel in Hannover und mit den Leistungen im Training, eine Riesendiskrepanz. Mir ist es wichtig, die Mannschaft kennenzulernen. In Hannover habe ich eine Seite gesehen, heute die andere. Es ist wichtig, dass wir jetzt Länderspielpause haben und an vielen Dingen arbeiten können.

Torsten Lieberknecht (Trainer SV Darmstadt 98): Wir wollten Ruhe ausstrahlen, sind aber nach unserer Führung etwas in die eigene Hälfte gedrängt worden. Es war wichtig, in der Halbzeit einige Dinge anzusprechen. Wir haben die Tore heute zu den für uns richtigen Zeitpunkten gemacht.

SV Sandhausen 1916 e.V.

Spowo llbottom 5mix