SV Wehen Wiesbaden – SV Waldhof 1:1

(Foto: PIX/M.Ruffler) Schnatterer bejubelt sein Tor - hinten applaudiert Donkor
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Die Punkteteilung bei Wehen Wiesbaden verhinderte für Waldhof den Sprung auf Platz 4.
(GM) Mit 1:1 unentschieden, trennten sich der SV Wehen Wiesbaden und der SV Waldhof. Schade, denn mit einem Sieg wäre die Mannschaft von Patrick Glöckner auf Platz 4 geklettert, da der TSV 1860 München beim Aufsteiger Magdeburg verlor. Durch den Sieg des VfL Osnabrück in Havelse rutschten die Blau-Schwarzen sogar auf Platz 6 ab.

Wie bereits angekündigt, stand Jan-Christoph Bartels beim Waldhof im Tor, Timo Königsmann nahm auf der Bank Platz, ebenso wie Alexander Rossipal, für den der gegen Duisburg gesperrte Marcel Costly wieder in der Startelf stand.

Die Anfangsminuten gehörten Wehen Wiesbaden, besser gesagt SVWW-Angreifer Nilsson, der in der 3. Minute an Verlaat und Seegert vorbeizieht, aber zum Glück ist Bartels gleich hellwach und wehrt Nilssons Schuss zur Ecke ab. Wenig später ist Nilsson bei einer Flanke von der rechten Seite einen Tick schneller als Verlaat, setzt den Ball aber per Außenrist knapp am Tor vorbei (7.). Und gleich darauf noch einmal Nilsson. Nach einem Waldhöfer Fehlpass im Mittelfeld zieht Nilsson davon, aber Seegert grätscht ihm, mit perfektem Timing, im Strafraum gerade noch den Ball vom Fuß (10.).

Dann endlich geht es auch für den Waldhof einmal Richtung Tor der Gastgeber. In der 12. Minute versucht es Martinovic aus der Distanz, aber vorbei. Eine Minute später wird Martinovic gefoult. Den anschließenden Freistoß schießt Schnatterer und zwingt den Wehen Wiesbadener Torhüter, Lyska, zu einer Faustabwehr. Der Waldhof bleibt aber dran, Martinovic bedient Wagner, dessen Schuss aus spitzem Winkel aber nur ans Außennetz geht.

Der Waldhof ist jetzt etwas besser im Spiel und bei Wehen Wiesbaden hat der Schwung der Anfangsphase nachgelassen. Dann steht aber erneut Nilsson in Mittelpunkt, den Hollerbach in der 21. Minute anspielen will, aber Seegert geht dazwischen und grätscht den SVWW-Angreifer um, wofür der SVW-Kapitän die Gelbe Karte sieht. Kurz darauf wird auf der anderen Seite Höger gefoult, gut 20 Meter vor dem Tor der Platzherren, und es gibt Freistoß für die Mannheimer. Mehrere Spieler stehen bereit, aber Schnatterer macht deutlich, dass er ausführen wird. Und wie! Mit rechts haut der Routinier den Ball ins Dreieck – Lyska ist mit den Fingerspitzen zwar noch dran, kann das 0:1 aber nicht verhindern (28.).

Und fast hätte der Waldhof wenige Minuten später nachgelegt. Nach einem Angriff über die rechte Seite, kommt der Ball über Verlaat und Costly in die Mitte, zu Schnatterer, der per Kopf auf Wagner ablegt, aber dem fehlt eine Schuhspitze zum 0:2 (35.). Dafür kommt Wehen Wiesbaden zum Ausgleich. Waldhof leistet sich im Mittelfeld einen Ballverlust, Hollerbach geht auf und davon – bis zur Torauslinie – passt vors Tor und der mitgelaufen Wurtz netzt aus wenigen Meter zum 1:1 ein (38.). Und fast hätte drei Minuten später eine ähnliche Situation zum 2:1 geführt, als Nilsson, nach Zuspiel von Hollerbach, im Strafraum zu Wurtz spielt, zum Glück hat Costly aufgepasst, grätscht den Ball ins Aus und schimpft danach mit seinen Mitspielern, die im Mittelfeld zu nachlässig agierten. Kurz danach ist Halbzeit – das Unentschieden geht weitgehend in Ordnung.

Zum zweiten Spielabschnitt kommt beim Waldhof Rossipal für Donkor und für die Gäste geht es gleich gut los. In der 47. Minute bringt Schnatterer einen Eckball herein, der Ball flippert im Strafraum der Gastgeber hin und her, aber kein Waldhöfer kommt so richtig zum Abschluss. Danach wird es hitziger und die Gastgeber handeln sich innerhalb weniger Minuten zwei Gelbe Karten ein, durch Nilsson (49.) und Taffertshofer (51.) Gefährlich für Wehen Wiesbaden wird es in der 53. Minute, als Costly über rechts kommt und im Strafraum wuchtig abzieht, aber der Ball wird noch abgefälscht und landet nur am Außennetz. In der 62. Minute sieht auch Martinovic Gelb.

Wie aus dem Nichts hat in der 67. Minute Kother das 1:2 auf dem Fuß, kann aber, nach klasse Zuspiel von Höger, Lyska nicht überwinden. Dann kommt die Zeit der Wechsel und der Spielfluss lässt merklich nach. Bei Wehen Wiesbaden kommt Thiel für Wurtz (72.) und beim Waldhof Sohm für Martinovic (76.), kurz darauf Sommer für Schnatterer (79.). Auch wenn beide Mannschaften offensiv bleiben, so richtig zwingend wird es nicht mehr – bis zur ersten Minute der Nachspielzeit, als der in der 85. Minute für Russo eingewechselte Saghiri mit einem herrlichen Schlenzer aus 18 Metern nur die Querlatte trifft (90.+1) – Riesenglück für Wehen Wiesbaden. Das wäre die Entscheidung gewesen. So aber beliebt es beim insgesamt gerechten Unentschieden.

SV Wehen Wiesbaden – SV Waldhof 1:1 (1:1)
Wehen Wiesbaden: Lyska - Stanic, Gürleyen, Taffertshofer, Rieble, Hollerbach (87. Farouk), Jacobsen, Goppel, Wurtz (72. Thiel), Brumme, Nilsson
Waldhof: Bartels - Costly, Verlaat, Seegert, Donkor (46. Rossipal), Russo (85. Saghiri), Höger, Schnatterer (79. Sommer), Wagner, Kother, Martinovic (76. Sohm)
Tore: 0:1 Schnatterer (28.), 1:1 Wurtz (38.); Schiedsrichter: Max Burda, Berlin