
Trotz beherztem Auftritt deutliche Waldhöfer Niederlage beim Tabellenführer
(GM) Für den SV Waldhof gab es in Osnabrück nichts zu holen. Obwohl die Mannschaft von Luc Holtz die Partie streckenweise ausgeglichen gestalten konnte, steht am Ende eine klare 1:4-Niederlage zu Buche. Der Waldhof-Trainer hatte bereits vor dem Spiel die Effizienz des Tabellenführers angesprochen und genau diese gab den Ausschlag: Osnabrück nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt aus, während sich der Waldhof schwertat, die VfL-Defensive in Verlegenheit zu bringen.
Etwas überraschend bot Luc Holtz den Youngster Kryeziu in der Startelf auf, dazu Michel und Rieckmann, die den gelb-gesperrten Sietan sowie Assallari und Thill ersetzten, die zunächst auf der Bank Platz nahmen. Ferati und Diakhaby fehlten verletzungsbedingt.
Osnabrück versucht sofort das Kommando zu übernehmen und hat bereits in der 2. Minute die Führung auf dem Fuß, als nach Vorarbeit von Kopacz, und einer Finte von Meißner, im Strafraum Kehl frei zum Schuss kommt, den Ball aber knapp über den Querbalken jagt.
Waldhof zeigt sich unbeeindruckt, versucht den Ball in den eigenen Reihen zu halten und hat plötzlich selbst die Chance zur Führung, als Lohkemper – nach einem Pass in die Spitze – nur noch Torhüter Jonsson vor sich hat, doch im allerletzten Moment packt Müller eine klasse Grätsche aus und klärt die Situation gerade noch (6.). Kurz darauf hat der Waldhof erneut Glück, als sich Kryeziu vor dem eigenen Strafraum einen Ballverlust leistet; Meißner bedient Kopacz, doch der verzieht völlig und der Ball geht knapp neben dem Pfosten ins Aus (9.). Doch weitere drei Minuten später geht Osnabrück in Führung. Nach einem Distanzschuss von Kehl, den Nijhuis – obwohl der Ball auf dem unebenen Rasen aufsetzt – noch gut nach der Seite pariert, kommt der Abpraller zu Kopacz, der zum 1:0 einnetzt (12.).
Und Osnabrück bleibt dran. In der 15. Minute kann Klünter auf Kosten einer Gelben Karte gerade noch vor Badjie retten, der zuvor Ba versetzt hatte und freie Bahn zum Tor hat. Zwar kommt der Waldhof auch in der Folge hin und wieder vor das Osnabrücker Tor, aber zwingende Chancen ergeben sich dabei nicht. Die Platzherren haben deutlich bessere Möglichkeiten und kommen dank schnellen Umschaltspiels auch deutlich öfter vor das Tor der Waldhöfer, die bis zum Halbzeitpfiff aber keinen weiteren Treffer zulassen.
Beide Teams kommen unverändert aus den Kabinen und unverändert bleibt auch das Spielgeschehen. Osnabrück schaltet vom Anstoß direkt auf Angriff, den Michel unterbindet, indem er gegen Wagner mit gestrecktem Bein zu Werke geht und ebenfalls die Gelbe Karte sieht (46.). Es sind im zweiten Durchgang gerade neun Minuten gespielt, als Osnabrück auf 2:0 erhöht. Die Gastgeber kommen einmal mehr mit viel Tempo aus der Defensive. Kehl gibt links raus zu Meißner und der trifft durch die Beine von Kryeziu flach zum 2:0, in der 54. Minute.
Direkt danach wechselt Luc Holtz doppelt, Asallari und Masca kommen für Michel und Bierschenk (55.). Wenig später nimmt auch Osnabrück den ersten Wechsel vor (57.). Die Platzherren drängen nun auf die endgültige Entscheidung und Nijhuis hat mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen. Der Waldhof hat sich noch längst nicht aufgegeben und in der 66. Minute verstärkt Luc Holtz noch einmal seine Offensive und bringt Mendes und Thill für Abifade und Kryeziu. Doch kurz darauf schlägt der VfL zum dritten Mal zu. Erneut läuft ein Angriff über Kehl, der ein weiteres Mal Meißner einsetzt. Dessen ersten Versuch kann Nijhius sogar noch klären, doch direkt zurück auf Meißner, von dessen Bein der Ball dann zum 3:0 ins Tor springt (69.).
Die Gastgeber wechseln in der Folge zweimal doppelt, ohne dass sich am Spielverlauf etwas ändert. Und in der 85. Minute muss Njihuis zum vierten Mal hinter sich greifen, als Fabinski nach einer präzisen Flanke des eingewechselten Lesueur zum 4:0 einköpft. Die Osnabrücker geben dem Waldhof Anschauungsunterricht in Chancenverwertung.
Der 4:1-Ehrentreffer von Felix Lohkemper, in der 4. Minute der Nachspielzeit, ist nur noch Ergebniskosmetik und wird vom Torschützen entsprechend bescheiden bejubelt. Die gute Nachricht: Waldhof bleibt auf Tabellenplatz 9 und hat weiterhin 18 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Am kommenden Samstag ist Erzgebirge Aue Gast im Carl-Benz-Stadion.
VfL Osnabrück – SV Waldhof 4:1 (1:0)
Osnabrück: Jonsson - Fabinski, Müller, Wiemann, Kammerbauer (70. Lesueur), Wagner (80. Tesche), Jacobsen, Badjie (57. Christensen), Kopacz (70. Pröger), Kehl (80. Kania), Meißner
Waldhof: Nijhuis - Klünter, Hoffmann, Ogbemudia, Ba, Rieckmann, Kryeziu (66. Thill), Abifade (55. Mendes), Bierschenk (55. Masca), Michel (55. Asallari), Lohkemper
Tore: 1:0 Kopacz (12.), 2:0 Meißner (54.), 3.0 Meißner (69.), 4:0 Fabinski (85.), 4:1 Lohkemper (90.+4); Schiedsrichter: Felix Grund; Zuschauer: 14.743