Mannheim: Außerordentliche Mitgliederversammlung beim SV Waldhof
(Foto: Mj) Tbias Schmidt, links, eröffnet die Mitgliederversammlung

Mannheim: Außerordentliche Mitgliederversammlung beim SV Waldhof

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Mitglieder stimmen Satzungsänderungen zu
(GM) Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte der SV Waldhof am Dienstagabend eingeladen und insgesamt 130 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, von denen 118 stimmberechtigt waren.
Neben Änderungen in der Satzung, die in diversen Punkten nicht mehr zeitgemäß ist, stand auch der Sachstand zur Zertifizierung des Nachwuchsleitungszentrums sowie der Sachstand zur Aufarbeitung der Nichtentlastung eines ehemaligen Präsidiumsmitgliedes auf der Tagesordnung.

Pünktlich um 19:07 Uhr wurde die Versammlung von Vize-Präsident Tobias Schmidt eröffnet, der Bernd Beetz vertrat, da der Waldhof-Präsident „spontan“ absagen musste. Danach trat Klaus Markgraf ans Mikrofon; der Vorsitzende des Ehren- und Ältestenrates brachte einen Vorschlag ein, nachdem es künftig möglich sein soll, einen Antrag auf lebenslange Mitgliedschaft beim SV Waldhof - für eine Einmalzahlung in Höhe von 1907 Euro – zu stellen, angelehnt an das Gründungsjahr des Vereins. Auch wenn Präsidiumsmitglied Bastin Geiser diese Variante der Mitgliedschaft nicht empfehlen wollte, stimmte die deutliche Mehrheit der Mitglieder für diesen Antrag.

Zustimmung fand ebenfalls der Antrag zu einer „umfassenden, zeitgemäßen Neufassung der Satzung die das gesamte Spektrum des Vereins abdeckt“. Für die Erarbeitung dieser Neufassung soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden.

Kai Herdling, der Leiter der Nachwuchsabteilung des SV Waldhof, sprach anschließend über die Gründe, weshalb das Nachwuchsleistungszentrum vom DFB immer noch nicht abgenommen wurde. Zum einen kann der Waldhof für die U12-, U13- und U14-Mannschaften noch kein Athletiktraining bieten, weiterhin muss die Position eines Physiotherapeuten – bereits für 12-Jährige – besetzt werden.

Keine Ergebnisse konnten vorgelegt werden, beim „Sachstand zur Aufarbeitung der Nichtentlastung eines früheren Präsidiumsmitglieds“, aufgrund von Unregelmäßigkeiten während der Amtszeit. „Die Kommunikation (mit der betreffenden Person) ist schwierig“, wie Tobias Schmidt mitteilte. Da offensichtlich keine Bereitschaft zur Kooperation besteht, wurde nun zur Klärung des Sachverhalts eine unabhängige Kanzlei beauftragt, die auf Compliance-Richtlinien spezialisiert ist, also auf das sogenannte regelkonforme Verhalten eines Unternehmens.
Die Ergebnisse der Klärung stehen allerdings noch aus. „Wir wissen, dass unsere Mitglieder ein großes Interesse an der Aufklärung dieses Themas haben“, so Tobias Schmidt weiter. „Und das soll offen und transparent geschehen. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir damit eine unabhängige Kanzlei beauftragt. Und natürlich werden wir die Ergebnisse mitteilen, sobald sie uns vorliegen.“

Zum Punkt „Verschiedenes“ meldete sich Gerhard Herpich-Reisig vom Förderkreis BuweFabrik e.V., zu Wort. Er sprach über den derzeitigen Stand des Kunstrasenprojekts, das „vor inzwischen 833 Tagen“ gestartet wurde, aber nun schon vor längerer Zeit ins Stocken geraten ist.