SV Sandhausen empfängt SC Freiburg II

SV Sandhausen empfängt SC Freiburg II

SVS LogoOlaf Janßen: „Wir dürfen unseren Weg nicht aus den Augen verlieren.“
Nach der enttäuschenden Vorstellung in Walldorf will der SV Sandhausen am Sonntag, den 31. August, vor heimischer Kulisse ein anderes Gesicht zeigen. Ab 14 Uhr trifft die Elf von Cheftrainer Olaf Janßen im Stadion am Hardtwald auf den SC Freiburg II. Im Interview spricht der Coach über die Aufarbeitung des letzten Spiels, die Personalsituation und das Duell mit dem SCF.

Olaf Janssen über…
… die Partie in Walldorf: Das Ergebnis war hochverdient und hätte sogar gefühlt noch höher gegen uns ausfallen können. Wir haben uns im letzten Drittel praktisch kaum Chancen erspielt. Damit war in dieser Art und Weise wirklich nicht zu rechnen. Das hat mich schon zwei schlaflose Nächte gekostet – in der Situation hat das extrem weh getan. Deshalb war es für uns enorm wichtig, dieses Spiel direkt aufzuarbeiten. Am Sonntag saßen wir alle gemeinsam zusammen und haben die Partie klar und ehrlich analysiert.

Dieses Bild passt überhaupt nicht zu unserer Mannschaft, die in der Vergangenheit riesige Schritte gemacht hat. Am Ende des Tages waren es zwei Punkte: Zum einen waren unsere eigenen Erwartungen durch die starke Vorbereitung natürlich sehr hoch und wir dachten wir wären weiter, zum anderen haben uns die beiden Spiele davor enorm viel abverlangt. Ich glaube, dass alles zusammenkam und dafür gesorgt hat, dass wir in Walldorf nicht präsent waren.

… das Personal gegen Freiburg: Leider hat sich Leon Ampadu im letzten Spiel verletzt und wird vorerst ausfallen. Berk Inaler ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, muss aber Schritt für Schritt herangeführt werden. Außerdem fehlt uns Denis Pfaffenrot nach seiner Gelb-Roten Karte. In Summe müssen wir also auf sechs Spieler verzichten. Das bedeutet, dass uns für den Sonntag gerade einmal 14 gesunde Feldspieler zur Verfügung stehen. Die bekannten Verletzten Spieler Jannik Graf, Yanis Outman (Außenmeniskus) und David Mamutovic (Syndesmoseriss) sind auf dem Weg der Besserung.

… den Gegner aus Freiburg: Auf uns wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Freiburg hat viele junge, hochtalentierte Spieler im Kader. Mit dem Ball sind sie sehr flexibel und bauen zahlreiche Positionswechsel in ihr Spiel ein. Dazu haben sie mit Mathias Fetsch im Sturm und Marc Hornschuh in der Innenverteidigung zwei erfahrene Akteure, die für einen guten Mix sorgen. Man hat ihre Qualitäten im Spiel gegen Homburg gesehen: Dort haben sie den Gegner überrollt und fünf Tore erzielt. Diese müssen wir respektieren, ansonsten werden wir schnell bestraft.

… die Besonderheiten von Zweitvertretungen: Diese Mannschaften brauchen oft eine gewisse Zeit, um ihre Struktur zu finden. Dazu kommen viele personelle Wechsel – in der 3. Liga hat Freiburg beispielsweise einmal 44 verschiedene Spieler innerhalb einer Saison eingesetzt. Das macht es extrem schwierig, sich als Gegner auf sie einzustellen. Wir tun also gut daran, zunächst auf uns selbst zu schauen.

… die Partie: Entscheidend wird sein, dass wir unsere Energie auf den Platz bringen und gleichzeitig klarer sowie intensiver verteidigen. Dabei dürfen wir unseren Weg nicht aus den Augen verlieren, wir wollen unser Spiel aktiv durchdrücken. Besonders wichtig ist dabei das gemeinsame Gefühl: Die elf Spieler auf dem Feld, der gesamte Staff, die Ersatzspieler und nicht zuletzt unsere Fans – das muss sich wie eine Einheit anfühlen. Jeder Einzelne hinterlässt dabei seine Spuren. Wenn uns das gelingt, werden wir ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt.

SV Sandhausen 1916 e.V.