(GM) Chancenlos beim SC Verl – Waldhof unterliegt deutlich mit 2:5
Den Start in die Rückrunde hat der SV Waldhof gründlich verpatzt. Beim SV Verl unterlag die Mannschaft von Luc Holtz deutlich und hatte beim 2:5 keine Chance.
Luc Holtz hatte Neuzugang Oluwaseun Ogbemudia in die Startelf beordert und wie bereits angedeutet, stand auch Vincent Thill im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz.
„Wir werden unser Leistungsmaximum abrufen müssen, wenn wir Verl Paroli bieten wollen,“ hatte Luc Holtz vor der Partie gesagt und entsprechend mutig startete sein Team in die Partie und hatte durch Boyd – nach einem zu kurzen Rückpass der Verler Abwehr – eine erste Möglichkeit, doch SCV-Torhüter Schulze war einen Tick eher am Ball (2.).
Der Waldhof greift früh an, um das Spiel der Gastgeber bereits im Aufbau zu stören, hat in der 9. Minute aber Glück, dass der Weitschuss von Mhamdi, zwar über den weit vor seinem Tor stehenden Nijhuis geht, aber auch ein paar Meter am Tor vorbei. Wenig später geht Verl in Führung. Nach einem Waldhöfer Ballverlust, vor dem Strafraum der Platzherren, geht es schnell nach vorne; Gayret bedient auf der linken Seite Besio, der nach innen geht und abzieht – Klünter fälscht den Ball unglücklich ab und Nijhuis hat keine Abwehrchance – 1:0 in der 12. Minute.
Obwohl sich die Waldhöfer von dem Rückstand zunächst wenig beeindruckt zeigen, wird Verl zunehmend stärker und ist ab Mitte der ersten Halbzeit das spielbestimmende Team. Erneut ist es ein Konter, durch den Verl nachlegen kann. Diesmal ist es Kijewski, der Besio links in Szene setzt. Der Torschütze zum 1:0 dringt in den Waldhöfer Strafraum ein, schießt und trifft zum 2:0, auch weil erneut Klünter den Ball unglücklich abfälscht (27.). Und nur zwei Minuten später macht Besio den Hattrick perfekt, als er vor dem Waldhöfer Strafraum ein katastrophales Abspiel von Hoffmann abblockt, sich den Ball zurechtlegt und alleine vor Nijhuis cool abschließt – 3:0 in der 29. Minute.
Jetzt wirkt der Waldhof tatsächlich angeschlagen und Verl ist jetzt richtig in Spiellaune. Gayret und Besio haben weitere Chancen, während der Waldhof nur noch sporadisch nach vorn kommt. Bis zur Pause ändert sich am Ergebnis nichts mehr.
Zum zweiten Abschnitt wechselt Luc Holtz doppelt – Masca und Diakhaby bleiben draußen, dafür kommen Michel und Neuzugang Thill in die Begegnung, die jedoch weiterhin von Verl kontrolliert wird. In der 52. Minute wird es bitter für den Waldhof. Verl bekommt einen Freistoß von der Strafraumgrenze; während Nijhuis seine Mitspieler noch dirigiert, düpiert Taz die unaufmerksame Waldhöfer Abwehr mit dem 4:0, das Nijhuis erst realisiert, als der Ball im Netzt landet.
Sechs Minuten später kann Lohkemper zwar durch einen etwas strittigen Handelfmeter auf 4:1 verkürzen (58.) und kurz darauf noch das 4:2 nachlegen – nach zu kurzem Rückpass von Otto (60.) – doch nur eine Minute später macht Stark mit dem 5:2 dezent aufkommende Waldhöfer Hoffnungen wieder zunichte.
Direkt danach gehen Boyd und Klünter runter und werden von Asallari und Kryeziu ersetzt (61). In der 66. Minute bekommt Lohkemper ebenfalls die Chance zum Hattrick, doch Ens bekommt gerade noch die Fußspitze an den Ball und verhindert Lohkempers Abschluss. Trotz des klaren Rückstandes beweisen die Waldhöfer Moral und bemühen sich, den Rückstand zu verkürzen. In der 80. Minute kommt auch noch Iwe für Sechelmann, doch Verl lässt nichts mehr anbrennen, fährt das 5:2 sicher nach Hause und setzt auf Tabellenplatz 1.
Felix Lohkemper und Luc Holtz zeigten sich nach dem Abpfiff selbstkritisch und erkannten die starke Leistung des SC Verl an. Die Einschätzung des Waldhof-Trainers, der Verl als spielstärkste Mannschaft der Liga sieht, hatte sich bestätigt.
Nächste Woche erwartet der SV Waldhof die Mannschaft von Hansa Rostock im Carl-Benz-Stadion.
SV Verl – SV Waldhof 5:2 (3:0)
Verl: Schulze - Mhamdi, Ens, F. Otto, Kijewski (80. Stöcker), Gayret (81. Mesanovic), Eze (85. Foti), Waidner, Taz, Besio (65. Arweiler), Y. Otto (46. Stark)
Waldhof: Nijhuis - Klünter (62. Kryeziu), Ogbemudia, Hoffmann, Sechelmann (80. Iwe), Sietan, Diakhaby (46. Michel), Ferati, Masca (46. Thill), Lohkemper, Boyd (62. Asallari)
Tore: 1:0 Besio (12.), 2:0 Besio (27.), 3:0 Besio (29.), 4:0 Taz (52.), 4:1 Lohkemper (58. EM), 4:2 Lohkemper (60.), 5:2 Stark (61.); Schiedsrichter: Simon Schreiner; Zuschauer: 2.950