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Rhein-Neckar Löwen – Bergischer HC 30:24

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Löwen melden sich mit Sieg zurück in ihrem Wohnzimmer
Die letzten Minuten feierten die Fans ihre Löwen im Stehen. Zum Heimauftakt der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga 2019/20 gewannen die Rhein-Neckar Löwen gegen den Bergischen HC 30:24 (16:12). Rund 20 Minuten Anlauf benötigten die Badener – dann kam der Express ins Rollen. Bester Werfer bei seinem SAP-Arena-Comeback war Uwe Gensheimer mit neun Toren. Auch Romain Lagarde (3 Tore, starke Abwehrleistung) und Niclas Kirkeløkke (5 Tore, 3 Assists) zeigten, dass sich die Löwen-Fans künftig auf frische Feuerkraft aus dem Rückraum freuen können.

Niclas Kirkeløkke ersetzte kurzfristig den für die Startsieben vorgesehenen Alexander Petersson. Der Isländer hatte sich beim Warmmachen am Rücken verletzt. Löwen-Trainer Kristjan Andresson, der ebenfalls seinen ersten Auftritt in der SAP Arena hatte, sagte nach dem Spiel: „Danke an die Fans für die gute Stimmung. Wir freuen uns sehr über die beiden Punkte. Der BHC hat es uns schwergemacht. Mitte der ersten Hälfte, als der Gegner Fehler machte, konnten wir das nutzen und uns absetzen. In der zweiten Halbzeit haben wir das souverän gelöst und können uns jetzt in aller Ruhe auf die nächste Aufgabe vorbereiten.“

Der BHC startet gut
Direkt nach dem Anpfiff wird die Partie unterbrochen. Mit einer Schweigeminute gedenken die Löwen und ihre Fans der in der vergangenen Woche verstorbenen, langjährigen Mitarbeiterin Sabine Noffke, die seit 2003 im Verein und dort unter anderem zuständig für die Buchhaltung war.

Auf der Platte zeigen sich beide Teams vom Start weg äußerst spielfreudig. Viel Bewegung in beiden Rückraumreihen, viele Einläufer von außen. Zunächst haben die Gäste aus dem Bergischen die Nase vorn, auch weil Torwart Tomas Mrkva in den ersten Minuten das Duell auf der Linie für sich entscheidet. Und Fabian Gutbrod im linken Rückraum alles trifft. Gutbrod besorgt das 1:2, das 2:3 und auch das 3:4.

Die Löwen antworten
Die Löwen antworten, wie schon in den ersten Partien unter Neu-Coach Andresson, mit erhöhter Variabilität. Jesper Nielsen trifft nach Pass von Steffen Fäth zum 1:1, Fäth selbst nach schneller Mitte zum 2:2, Niclas Kirkeløkke per Solo zum 3:3. Bis zum 6:6 rennen die Badener einem Rückstand hinterher. Das 7:6 per Gegenstoß durch Uwe Gensheimer bringt die erste Führung (18.).
Als Gensheimer mit seinem dritten Siebenmeter-Treffer das 9:8 erzielt, nimmt BHC-Trainer Hinze die erste Auszeit. Seine Jungs tun sich jetzt schwer, die gut verschiebende Löwen-Abwehr ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Ballverluste häufen sich, die Abschlüsse werden ungenauer. Andreas Palicka im Löwen-Tor zeichnet sich mehrmals aus, Lagarde gelingt ein Block, Gensheimer ein Ballklau. So ziehen die Löwen binnen vier Minuten von 9:8 auf 12:8 davon und Hinze zieht die zweite Auszeit (24.).

Kirkeløkke brilliert
Stabilisieren können sich die Bergischen aber nur kurz. Lagarde mit seinem dritten Tor erhöht auf 13:8 (25.). Palicka mit einer überragenden Fußabwehr gegen Arnor Thor Gunnarsson setzt das nächste Zeichen (27.). Kirkeløkke, der sein bisher bestes Spiel im Löwen-Trikot macht, bereitet mit einem Pass hinter dem Rücken perfekt für Patrick Groetzki zum 15:10 vor (28.). Die 16:12-Führung zur Pause ist hochverdient.

Nach dem Wechsel versuchen es beide Teams mit neuen Torhütern. Das zahlt sich allerdings nur auf Löwen-Seite aus. Mikael Appelgren pariert direkt in der ersten Aktion einen Siebenmeter von Gunnarsson, da steht es 19:15 für die Löwen (33.). Lagarde mit dem nächsten Ballgewinn in der Defensive leitet Gensheimers Tor zum 21:16 ein (39.). In dieser Phase hält der BHC noch einmal hart dagegen, verkürzt immer wieder auf bis zu drei Treffer (22:19, 44.).

Appelgren kann sich auszeichnen, Andresson wechseln
Appelgren mit seiner nächsten Parade und der unwiderstehliche Jannik Kohlbacher bringen das 25:19 (45.). Zwar kann Yannick Fraatz seine Farben noch einmal auf 25:21 heranbringen (49.). Den Löwen macht das gar nichts. Einen der schönsten und flüssigsten Spielzüge schließt Kirkeløkke zum 26:21 ab (52.). Als Gensheimer mit seinem neunten Treffer das 28:21 markiert, ist die Partie entschieden (55.).

Während Andresson noch einmal munter durchwechselt, Andy Schmid eine Pause gönnt und Mads Mensah auf der Mitte ranlässt, erheben sich die Löwen-Fans von den Sitzen. Sie feiern ihre Mannschaft für eine weitere Steigerung und einen insgesamt souveränen Heimsieg mit einigen spielerischen Glanzlichtern. So darf es im Löwen-Wohnzimmer gerne weitergehen.

Rhein-Neckar Löwen – Bergischer HC 30:24 (16:12)
Löwen: Appelgren (ab 33.), Palicka – Schmid (3), Gensheimer (9/4), Kirkeløkke (5), Lagarde (3), Tollbring, Abutovic, Mensah, Fäth (1), Groetzki (2), Guardiola, Petersson, Nielsen (2), Ganz, Kohlbacher (5)
BHC: Rudeck (31.-52.), Mrkva – Darj (1), Gunnarsson (4/2), Nippes (1), Baena, Fraatz (3), Babak, Szücs (2), Damm, Gutbrod (7), Petrovsky, Arnesson (3), Johannsson, Boomhouwer (2), Stutzke (1)
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:8, 13:8, 13:10, 15:10, 15:11, 16:11, 16:12 (HZ), 16:13, 17:13, 17:14, 18:14, 18:15, 20:16, 21:17, 22:18, 23:19, 25:19, 25:21, 28:21, 30:24 (EN)
Schiedsrichter: Colin Hartmann / Stefan Schneider; Zuschauer: 6.057

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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