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Rhein-Neckar Löwen – HBW Balingen-Weilstetten 37:26

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Mikael Appelgren leitet Löwen-Spektakel ein
Was für ein Spektakel: Beim 37:26 (17:12) über HBW Balingen-Weilstetten haben die Rhein-Neckar Löwen ihre beste Offensiv-Leistung der Saison gezeigt. Uwe Gensheimer erzielte sein 2000. Bundesliga-Tor und war mit zehn Treffern insgesamt einmal mehr bester Löwen-Schütze. Durch den vierten Sieg im fünften Saisonspiel haben sich die Löwen in der Spitzengruppe der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga festgesetzt. Allerdings brauchten sie auch am Donnerstagabend wieder rund eine Viertelstunde Anlaufzeit.

Löwen-Trainer Kristjan Andresson freute sich über eine „sehr gute Leistung“ seiner Mannschaft, gestand aber auch den holprigen Start ein: „Mikael Appelgren hat uns da im Spiel gehalten mit wichtigen Paraden.“ Uwe Gensheimer zeigte sich verwundert, warum man einmal mehr nicht gut in die Partie fand: „Ich weiß auch nicht, woran das liegt.“ Insgesamt habe man aber Selbstvertrauen tanken können für die nächsten schweren Auswärtsspiele: „Ich denke, wir sind dafür gewappnet.“ Zu seinem 2000. Liga-Tor sagte er: „Es fühlt sich gut an. An so etwas merkt man aber auch, wie alt man geworden ist.“

Wieder ein Stolperstart
Schon fast traditionell finden die Löwen schwer ins Spiel. Dem 1:0 durch Jesper Nielsen gehen zwei Fehlwürfe von Andy Schmid und Steffen Fäth voraus (2.). Vor dem 1:2 durch Ex-Löwe Vladan Lipovina leistet sich Niklas Kirkeløkke einen Fehlpass (6.). Allerdings hinterlassen auch die Balinger einen fahrigen Eindruck, werfen einige Bälle weg. Fäths 3:2 macht ein Nielsen-Steal möglich (8.).
Als Marcel Niemeyer das 3:4 erzielt, nimmt Löwen-Coach Andresson seine erste Auszeit. Die Löwen haben Probleme mit der hochaggressiven Gäste-Abwehr. Umso schöner das 4:4 durch Patrick Groetzki: Der Löwen-Rechtsaußen trifft aus fast unmöglichem Winkel und trotz Körperkontakts. Gensheimer bringt seine Farben nach feiner Passstafette über Romain Lagarde und Schmid zum 5:4 (14.). Balingen setzt noch einen drauf: Das Kempa-Anspiel von Lipovina vollendet der zweite Ex-Löwe Filip Taleski zum 5:5.

Abwehr und Appelgren bringen Löwen ins Rollen
Richtig ins Rollen kommen die Löwen paradoxerweise nach der ersten Balinger Auszeit (16.): Oddur Gretarssons 6:7 lassen die Gelben einen 6:0-Lauf folgen. Das 8:7 von Gensheimer ist das 2000. Bundesliga-Tor des Weltklasse-Linksaußen. Die Löwen kommen jetzt über die Abwehr. Kirkeløkke, Abutovic und Nielsen klauen sich Bälle – und Mikael Appelgren läuft zu Hochform auf. In kurzer Zeit sammelt der Löwen-Keeper eine Parade nach der anderen. Bis zur Pause sind es acht!
Die Löwen marschieren jetzt. Schmid per No-Look-Pass auf Nielsen bereitet das 12:7 vor. Gensheimer trifft und trifft. Kirkeløkke packt die Fackel aus. So bringt der Favorit den Fünf-Tore-Vorsprung recht souverän in die Halbzeitpause. Nach 30 Minuten mit einer klaren Löwen-Steigerung ab Minute 17 steht es 17:12.

Fäth, Schmid und Kohlbacher drehen auf
Den Löwen ist die Befreiung ob der beruhigenden Führung anzumerken. Ein Doppelpass zwischen Groetzki und Lagarde bringt das sehenswerte 18:13, Appelgrens zehnte Parade leitet Gensheimers 19:13 ein (34.). Jetzt drehen nacheinander auch die Herren Fäth, Schmid und Kohlbacher auf. Kohli besorgt das 20:14 (35.) und das 21:15 (36.), Andy Schmid das 22:17 (41.) und das 24:17 (43.). Fäth mit einem Steal und zwei Treffern am Stück schraubt die Führung auf 26:17 (46.). Appelgren steht da bereits bei 14 Paraden.
In der Schlussphase wechselt Löwen-Trainer Andresson durch. Unter anderem darf Gedeon Guardiola im Innenblock ran, Jerry Tollbring und Tim Ganz kommen für die starken Gensheimer und Groetzki. Schmid mit seinem sechsten Tor bringt die erste 10-Tore-Führung, da ist die Partie endgültig entschieden (48.). Zur Krönung des Tages packt Fäth den Hammer aus (30:20), Kohlbacher tankt sich brachial zum 32:20 durch (52.).

Der Rest ist Party in Gelb. Auf den Rängen wird gefeiert. Auf dem Feld wird ein Handball-Spektakel geboten. Kohli dreht weiter auf, macht sein sechstes Tor beim 34:22 (55.). Fäth mit der nächsten Keule bringt das 35:22 (56.). Can Adanir darf für Apfel, den Mann des Tages, ins Tor und landet noch zwei Paraden: die finale im Siebenmeter gegen Gregor Thomann, als das Spiel schon abgepfiffen ist. Wer diesen rasanten Löwen-Ritt verpasst hat, ist nicht zu beneiden.

Rhein-Neckar Löwen – HBW Balingen-Weilstetten 37:26 (17:12)
Löwen: Appelgren, Adanir (ab 54.) – Schmid (6), Gensheimer (10/2), Kirkeløkke (2), Lagarde (1), Tollbring (1/1), Abutovic, Mensah, Fäth (5), Groetzki (3), Guardiola, Petersson, Nielsen (2), Ganz (1), Kohlbacher (6)
Balingen-Weilstetten: Jensen, Bozic (ab 31.) – Zobel (1), Niemeyer (2), Lipovina (3), Kirveliavicius, Taleski (2), Hausmann, Thomann (1/1), Nothdurft (4), Meschke (2), Gretarsson (4/2), de la Pena (1), Schoch (3), Saueressig (2), Röller (1)
Spielfilm: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:7, 12:7, 12:8, 14:8, 14:9, 15:9, 15:11, 17:12 (HZ), 17:13, 19:13, 19:14, 20:14, 21:17, 26:17, 30:20, 32:20, 33:21, 34:22, 35:23, 37:26 (EN)
Schiedsrichter: Raphael Piper / Jannik Otto; Zuschauer: 5.262

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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