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Rhein-Neckar Löwen – SC DHfK Leipzig 23:28

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Löwen zeigen sich gegen Leipzig ziemlich neben der Spur
Die Favoritenstürze in der LIQUI MOLY HBL machen auch vor den Rhein-Neckar Löwen nicht halt. Am Donnerstagabend kassierte die Truppe von Martin Schwalb eine 23:28 (12:16)-Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig und gibt die bis dahin gehaltene Tabellenführung nach Spieltag vier wieder ab. Fast die gesamte Löwen-Mannschaft verkaufte sich unter Wert, erwischte in allen Bereichen einen teils rabenschwarzen Tag. Vor allem die Vielzahl von Fehlern im Angriff spielte den Leipzigern in die Karten, die nach der nächsten Top-Leistung bei 7:1 Punkten und damit einen Zähler vor den Löwen (6:2) stehen.

Der Einstieg gelingt noch ganz gut. Albin Lagergren mit schönem Pass auf Ymir Örn Gislason und ein mutiger Mondball von Andreas Palicka für Uwe Gensheimer zum Gegenstoß drehen die Leipziger Führung in ein 2:1 (5.). Warum dies die einzige Löwen-Führung im ersten Durchgang bleiben soll, beschreiben die nächsten Szenen treffend. Nach Marko Mamics 2:2 verlieren die Löwen direkt und unnötig den Ball, Patrick Wiesmach trifft postwendend zum 2:3 – das passiert binnen weniger als einer Minute (6.). Das Löwen-Spiel ist fahrig, zerstückelt, ohne Tempo. Während die offensive 6:0-Abwehr mit Gislason und Mait Patrail zunächst solide agiert, gehen vorne die Bälle gleich reihenweise verloren.

Beim 3:6 (12.) nimmt Martin Schwalb seine erste Auszeit, bringt den siebten Feldspieler. Der Angriffsdynamik tut das nur bedingt gut. Zwar stoppen die Löwen den Negativtrend, kommen aber einfach nicht näher ran, obwohl auch die Leipziger ihre Fehler machen. Nur eben weniger als die Löwen. Als diese beim 8:11 (22.) drei Fehlpässe in Folge produzieren und Leipzigs Lukas Binder per Gegenstoß-Hattrick auf 8:14 stellt, muss Schwalbe zum zweiten Mal „Grün“ legen (24.). Ganz ruhig redet er auf seine offensichtlich schwer verunsicherten Männer ein. Zumindest gelingt so die Stabilisierung, wenngleich das 12:16 zur Pause eine große Hypothek für Durchgang zwei bedeutet.

Katze kommt, Birlehm entscheidet
Was mit zwei starken Aktionen von Romain Lagarde und dem Verkürzen auf 14:16 gut beginnt, wird direkt wieder schlecht. Alex Petersson leistet sich eine Zeitstrafe, Lagarde einen technischen Fehler. Leipzig, im Stile einer Spitzenmannschaft, bestraft so etwas an diesem Abend eiskalt. Der starke Martin Larsen und Spielmacher Philipp Weber stellen mit dem 14:18 den alten Abstand wieder her (33.). Joel Birlehms sechste Parade und Binders 14:19 zwingen Löwen-Coach Schwalb zur dritten und letzten Auszeit (35.). Seine Jungs sollen es wieder mit dem siebten Feldspieler versuchen, Andy Schmid geht auf die Bank. Nikolas Katsigiannis, bereits in der 19. Minute für Palicka gekommen und sein Löwen-Debüt gebend, landet seine zweite Parade, Gensheimer mit seinem siebten Tor stellt auf 16:21 (37.).

Just, als die Löwen noch einmal zur Aufholjagd ansetzen, läuft Keeper Birlehm richtig heiß. Mit drei Paraden in knapp 60 Sekunden entnervt er seine Gegenspieler und ermöglicht seinen Vorderleuten, auf 16:23 zu erhöhen (41.). In den nächsten zehn Minuten gelingen den Löwen noch zwei Törchen, beim 18:27 in der 52. Minute ist das Spiel endgültig gelaufen. In der Schlussphase betreiben die genauso enttäuschten wie enttäuschenden Gelben Schadensbegrenzung, insbesondere in Person von Patrick Groetzki sowie des zurückgekehrten Palicka und des eingewechselten Jerry Tollbring. Am Ende eines gebrauchten Löwen-Tages steht es 23:28.

Rhein-Neckar Löwen – SC DHfK Leipzig 23:28 (12:16)
Löwen: Palicka, Katsigiannis (19.-41.) – Schmid, Gensheimer (7/3), Kirkeløkke, Lagarde (3), Patrail (2), Tollbring (3), Ahouansou, Abutovic, Lagergren (2), Groetzki (5), Baena, Petersson, Gislason (1), Nilsson
Leipzig: Saeveraas, Birlehm – Wiesmach (5), Krzikalla (4/4), Meyer-Siebert, Binder (5), Larsen (6), Roscheck, Weber (3), Mamic (4), Remke, Gebala, Milosevic (1), Esche, Pieczkowski
Spielfilm: 0:1, 2:1, 2:5, 3:6, 7:10, 8:11, 8:14, 11:14, 11:16, 12:16 (HZ), 14:16, 14:21, 16:23, 17:26, 20:27, 23:28 (ENDE)
Schiedsrichter: Colin Hartmann / Stefan Schneider

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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