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Vardar Skopje – Rhein-Neckar Löwen 25:34

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Schritt eins nach Europa ist getan
Löwen brauchen im Hinspiel bei Vardar Skopje einigen Anlauf, nehmen die anspruchsvolle Hürde dann aber souverän
Schritt eins nach Europa ist getan: Die Rhein-Neckar Löwen haben das Hinspiel im Duell um den Einzug in die Gruppenphase der EHF European League für sich entschieden. Nach dem deutlichen 34:25 (14:14)-Sieg bei Vardar Skopje stehen die Chancen gut, dass sich die Löwen für die Hauptrunde des Wettbewerbs qualifizieren. Das runderneuerte Vardar leistete über eine halbe Stunde starke Gegenwehr, musste sich am Ende aber der besseren Mannschaft geschlagen geben.

Nervöser Start in Skopje: Die Löwen brauchen vier Minuten und 20 Sekunden, bis Juri Knorr das erste Tor des Abends erzielt (1:1, 5.). In den drei Angriffen zuvor produzieren die Mannheimer einen Fehlwurf, ein Stürmerfoul und einen Ballverlust. Nach Knorrs zweitem Treffer kommen sie ins Rollen (2:2, 7.). Ein 0:4-Lauf aus Sicht der Gastgeber katapultiert die in Hellblau spielenden Löwen von 2:1 auf 2:5 nach vorne (9.). Gut läuft der Ball in diesen Minuten. Niclas Kirkeløkke nutzt die schnelle Mitte zum 3:6 (10.), Gustav Davidsson zum 4:8 – da ist der Gast auf vier Tore davongezogen (13.).

Knorr mit seinem fünften Tor zementiert die deutliche Führung (5:9, 14.). Vardar kämpft. Eine schwächere Löwen-Phase bringt die Nordmazedonier wieder näher (7:9, 18.). Spielmacher Kosuke Yasuhira legt einen famosen Wackler aufs Parkett, verkürzt sehenswert auf 8:10 (19.). Nach dem 9:12 des stark startenden Kirkeløkke folgt die nächste Löwen-Flaute mit sechs Minuten ohne Tor. Vardar gleicht aus nach Traumpass von Yasuhira für Milan Lazarevski (12:12, 25.). Leichtfertig vergeben die Rot-Schwarzen die Chance zur Führung – und Davidsson verwertet einen feinen Knorr-Pass zum 12:13 (26.).

Vardar-Widerstand wird gebrochen
Mit weiter bemerkenswertem Kampfgeist halten sich die Gastgeber im Spiel. Dass sie mit 14:14 in die Pause gehen, ist durchaus eine kleine Überraschung. Auch gegen Ende der ersten Halbzeit leisten sich die Löwen zwei Fehler, vergeben eine gute Wurfchance, begehen einen technischen Fehler. Vardar, das mit einer noch jüngeren Mannschaft als die Löwen aufläuft, weiß solche Nachlässigkeiten in eigene Tore umzumünzen und holt sich Selbstvertrauen für Durchgang zwei. Die prägenden Figuren der Löwen bis dahin: Mikael Appelgren mit sechs Paraden und Juri Knorr mit sechs Toren, drei davon durch Siebenmeter.

Nach der Pause sind die Löwen hellwach. Appelgren pariert, Kohlbacher trifft: 14:15 (31.). Appelgren pariert, Knorr feuert eine mächtige Rakete ab: 14:16 (34.). Beim 15:18 sind die Gäste wieder auf drei weg (36.). Was man nicht in den Griff bekommt, ist die Achse Yasuhira / Lazarevski, die in perfekter Zusammenarbeit das 17:18 hervorbringt (38.). Es sieht nach einer spannenden Sache aus. Doch dann kommen die Fehler Vardars – und die Löwen zeigen ihre Klasse. Es ist die entscheidende Phase der Partie. Einen Ballverlust nutzt Patrick Groetzki zum 17:20 (40.). Parade Appelgren, Konter Kohlbacher: 17:21 (41.). Jaganjac, Kirkeløkke und Groetzki bauen den Lauf auf 0:6 aus (17:24, 43.).

Beim 21:30 durch Jon Lindenchrone sind es sogar neun Tore vor für die Löwen (54.). Entschieden ist die Partie – das Match mit dem Rückspiel nächste Woche ebenfalls so gut wie. Die Löwen hatten lange ihre liebe Müh mit einem couragierten Gegner, der trotz komplett neuen Kaders eine zunächst ansprechende Leistung zeigte, sich dann aber der höheren Qualität und Cleverness des EHF-Cup-Siegers von 2013 beugen musste. Am kommenden Sonntag steigt das Rückspiel im SNP dome in Heidelberg. Dann können die Löwen den Sack zumachen in Sachen Qualifikation für die Gruppenphase.

Vardar Skopje – Rhein-Neckar Löwen 25:34 (14:14)
Appelgren (11 Paraden), Birlehm (bei einem Siebenmeter), Späth – Kirkeløkke (4), Knorr (8/3), Plucnar, Óskarsson, Móré (6/1), Ahouansou (3), Davidsson (2), Groetzki (4), Gislason (1), Lindenchrone (2), Jaganjac (1), Zacharias, Kohlbacher (3)

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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