Handball

TBV Lemgo Lippe – Rhein-Neckar Löwen 28:34

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Löwen eine Halbzeit nahe an der Perfektion
Eine Halbzeit okay, eine Halbzeit nahe an der Perfektion: So haben sich die Rhein-Neckar Löwen am Samstagabend beim TBV Lemgo Lippe einen 34:28 (16:15)-Sieg verdient. Durch den am Ende deutlichen Erfolg bleiben die Mannheimer und Kronauer in der LIQUI MOLY HBL voll im Soll. Im Angriff machte Patrick Groetzki das perfekte Spiel, traf siebenmal bei sieben Versuchen. Im Tor hatte Andreas Palicka wieder einmal einen Sahnetag und legte mit 14 Paraden den Grundstein zum wichtigen Auswärtserfolg.

Die Löwen müde von Spielen im Drei-Tages-Rhythmus, Lemgo aus dem Rhythmus nach langer Quarantäne: Unter diesen sehr speziellen Voraussetzungen entwickelt sich ein sehr spezielles Spiel. Beide Teams leisten sich eine Menge leichter Fehler, sorgen aber auch immer wieder für spielerische Glanzlichter. Andrej Kogut wuchtet aus acht Metern sehenswert ein zum 2:1 für Lemgo (2.), Patrick Groetzki fliegt zum 3:2 aus schwerem Winkel (4.). Albin Lagergren schließt einen 4:0-Lauf der Löwen zum 3:5 ab – da sieht es richtig gut aus für die RNL (7.).

Noch besser sieht es in Minute 11 aus: Patrick Groetzkis Geistesblitz mündet in einen Traumpass von rechts außen zu Jannik Kohlbacher an den Kreis. Das Ergebnis: Das Tor des Abends zum 4:7. Allerdings folgen nun auch starke Lemgoer Minuten. Kurz nach der Mega-Kombination steht es 7:7 (14.). Martin Schwalb wechselt durch, bringt Niclas Kirkeløkke für Lagergren, wenig später Lukas Nilsson für Romain Lagarde und dann noch Lagarde für den glücklosen Andy Schmid. Nachhaltig Ordnung bringt das alles nicht ins Spiel der Mannheimer und Kronauer. Am Ende einer turbulenten ersten Halbzeit steht es immerhin 15:16 – ein starkes Ergebnis für eine durchwachsene Leistung.

„Schwedische Löwen“ drehen auf
Nach der Pause legen die Löwen in allen Bereichen zu. Der zurückgekehrte Andy Schmid drückt aufs Tempo, macht das 17:18 per zweiter Welle. Auf der Gegenseite pariert Andreas Palicka zum sechsten Mal (34.). Wieder Schmid erhöht auf 17:19, die Löwen stehlen den Ball, Lukas Nilsson netzt zum 17:20 (36.). Mit dem nächsten Ballgewinn geht Jerry Tollbring auf und davon, stockt die Führung beim 18:22 auf vier Treffer auf (37.). Jetzt sind die Mannheimer und Kronauer nicht nur im Spiel, sondern drauf und dran, frühzeitig die Weichen auf Sieg zu stellen.

Lemgo hat allerdings keine Lust sich aufzugeben. Im Gegenteil. Das Schweden-Duo Andreas Cederholm und Jonathan Carlsbogard hält die Löwen-Abwehr in Atem, beim 22:23 sind die Lipper wieder auf ein Tor dran (42.). Stark von den Löwen, sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Nilsson findet Kohlbacher: 24:26 (46.). Tollbring macht seine fünfte Bude: 24:27 (48.). Kohlbacher trifft zum fünften Mal: 25:29 (50.). Mait Patrail mit dem nächsten Steal bringt Tollbrings 26:31 auf die Reise – da ist die Partie so gut wie gelaufen (53.).
In der Schlussphase bleibt sogar noch Zeit zum Glänzen. Palicka hext noch ein bisschen, landet vier weitere Paraden. Der überragende Groetzki verwandelt auch seinen siebten Versuch zum 27:32 (55.). Und Leon Zacharias trifft bei seiner Bundesliga-Premiere gleich doppelt, stellt mit den Treffern zum 28:33 und 28:34 den Endstand her. Löwen-Herz, was willst du mehr?!

TBV Lemgo Lippe – Rhein-Neckar Löwen 28:34 (15:16)
Lemgo: Johannessen, Van den Beucken – Elisson (5/1), Kogut (1), I. Guardiola (1), Carlsbogard (9), Schagen, Timm (3), Hangstein, Zerbe (1), G. Guardiola, Cederholm (6), Geis, Reimann, Baijens (2)
Löwen: Palicka, Katsigiannis – Schmid (4/2), Veigel, Kirkeløkke (2), Lagarde, Patrail, Tollbring (6/1), Ahouansou, Lagergren (3), Groetzki (7), Gislason, Nilsson (5), Kohlbacher (5), Zacharias (2)
Spielfilm: 1:0, 3:1, 3:5, 4:7, 7:7, 7:9, 8:10, 9:11, 10:12, 13:12, 14:13, 14:15, 15:16 (HZ), 16:16, 18:22, 22:23, 22:25, 24:25, 24:27, 26:30, 27:31, 28:32, 28:34 (ENDE)
Schiedsrichter: Suresh & Ramesh Thiyagarajah

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

SG Flensburg-Handewitt – Eulen Ludwigshafen 35:29

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Die Eulen Ludwigshafen sind 42 Minuten auf Augenhöhe – da verkürzt Dominik Mappes nochmal auf 21:23. Aber dann platzt der Traum von der großen Sensation. Der Bundesliga-Primus setzt sich ab und durch: Am Ende heißt es 35:29 (17:16) für die SG Flensburg-Handewitt, den Bundesliga-Spitzenreiter. Die Eulen haben mit drei Holztreffern Pech, lassen von außen zu lange zu viel liegen. Sie spielen ganz starke erste 30 Minuten, führen nach dem Seitenwechsel 18:17 und 19:18 durch Tore von Mappes und Azat Valiullin. In der 37.Minute gleicht Valiullin zum 20:20 aus. Aber der Bundesliga-Spitzenreiter kann personell nachlegen: Mads Mensah Larsen und Alexander Petersson kommen, bringen neuen Schwung. Mit Lasse Svan (6) und Hampus Wanne (5) haben die Flensburger eine äußerst wirkungsvolle Flügelzange. Dazu kommt der Mittelmann, der Weltklasse verkörpert: Jim Gottfridsson macht neun Tore. Bemerkenswert: Die SG hat eine Zeitstrafe, die Eulen quittieren sechs Zwei-Minuten-Strafen. Die SG bekommt fünf Siebenmeter zugesprochen. Die Eulen – null …

Lob vom verletzten Kapitän
Mit 15 kommt Jannek Klein in den Talentschuppen der SG Flensburg-Handewitt. Nach einem Jahr beim FC Barcelona, weitgehend in der zweiten Garnitur am Ball, kommt Klein 2019 zu den Eulen. Am Donnerstag hat der 22-Jährige auswärts Heimspiel nahe seiner Heimat, zeigt Flagge, trifft zweimal. „Natürlich basteln wir wieder am Wunder …“, sagt der Linkshänder vor der Partie im Sky-Interview. Beim Gastspiel in der „Hölle Nord“ fehlt bei den Eulen ein ganz wichtiger Mann: Gunnar Dietrich, der Kapitän, der Abwehrchef. Dafür gibt Dominik Mappes sein Comeback. Es ist ein starkes: sechs Wurf, fünf Tore. „Das Ergebnis ist zu deutlich. Wir haben uns besser verkauft, als das Ergebnis besagt. Auch bei den Zwei-Minuten-Strafen hatte ich mehrfach einen anderen Eindruck … In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr gut verkauft, kamen dann mit den zwei Toren von Mappes, anders als oft, sehr gut aus der Halbzeit“, sagt der verletzte Kapitän Dietrich. „Schade… aber Flensburg hat dann auch seine Qualität ausgespielt“, bedauert der Routinier. Er will schnell fit werden …

Flensburg führt zur Pause 17:16
Starker Auftritt der Eulen in den ersten 30 Minuten: Auch nach einem Drei-Tore-Rückstand nach 23 Minuten, als es 10:13 heißt, kommen die Ludwigshafener zurück. Azat Valiullin – 11:13. Tempogegenstoß Alex Falk nach Zuspiel von Gorazd Škof – 12:13. Auch nach dem 16:14 durch Hampus Wanne in der 27. Minute lässt sich Ben Matschkes Team nicht entmutigen. Hendrik Wagner und Jan Remmlinger egalisieren. Für die knappe Pausenführung der SG sorgt Lasse Svan – Pech für die Eulen, Gorazd Škof ist noch dran. Er hat in der ersten Halbzeit fünf Paraden – meistert auch einen Siebenmeter von Wanne. Dann nimmt sich Jim Gottfridsson die Bälle vom Punkt, verwandelt zwei Siebener. Eulen-Kapitän Jonathan Scholz sieht sich früh ausgebremst: Der 29-Jährige hat nach acht Minuten schon zwei Zeitstrafen. So muss Jan Remmlinger früh ran. SG-Keeper Benjamin Buric hat bei zwei Lattenschüssen Glück, nur eine Parade.

Wagners 100. Saisontor
Buric kommt nach der Pause zurück. Und steigert sich mit vier Paraden. Das Eulen-Tor hütet nun Martin Tomovski. Er hat sechs Paraden, meistert auch einen Siebenmeter von Gottfridsson. Aber es reicht nicht. Nach dem 20:20 durch Azat Valiullin in der 37. Minute zieht der Favorit seine Kreise – setzt sich ab: 23:20. Die Vorentscheidung. Sechs technische Fehler, drei Lattenschüsse – dann vergibt auch der junge Hendrik Wagner einige Chancen. Er macht trotzdem sieben Tore – hat jetzt 100 Treffer auf dem Konto. „Die Niederlage ist um das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen“, bedauert Geschäftsführerin Lisa Heßler, die die „individuelle Klasse“ des Tabellenführers als spielentscheidend ausmacht. Dominik Mappes: „Ich denke, dass wir eine sehr, sehr gute Angriffsleistung gezeigt haben. Aber dann natürlich negativ unsere Abwehrleistung, daran müssen wir jetzt arbeiten.“

SG Flensburg-Handewitt – Eulen Ludwigshafen 35:29 (17:16)
Flensburg-Handewitt: Buric (1. – 25., ab 31.), Bergerud (25. – 30.) - Röd (4), Gottfridsson (9/3), Sögard (4) - Svan (6), Wanne (5) - Golla (4) – Hald, Mensah (3), Petersson
Eulen: Škof (31. Tomovski) - Wagner (7), Bührer (3), Valiullin (5) - Durak, Scholz (1) - Klimek (2) – Falk (2), Remmlinger (2), Haider, Mappes (5), Klein (2), Neuhaus
Spielverlauf: 1:0 (1. Minute), 2:3 (6.), 5:4 (10.), 7:6 (13.), 9:8 (17.), 10:9 (20.), 13:10 (23.), 15:13 (26.), 16:16 (30.), 17:16 (Halbzeit), 17:18 (33.), 18:19 (34.), 20:20 (37.), 23:21 (42.), 25:21 (44.), 28:23 (47.), 29:25 (50.), 32:27 (56.), 35:29 (Ende); Schiedsrichter: Heine/Standke (Wendeburg/Ronnenberg).

Quelle: www.eulen-ludwigshafen.de

SG Leutershausen empfängt HG Oftersheim/Schwetzingen zum Derby

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Nur keine Wiederholung. Dieser Gedanke dürfte in mehreren Hinsichten beim Spiel der SG Leutershausen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen am Samstag (24. April) mitschwingen. Mit Anwurf um 17 Uhr zählt allerdings nur noch eins: Sich erneut ein Stück verbessern und den ersten Sieg in der Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal einzufahren.

Dass das Derby nicht nur aufgrund der örtlichen Nähe ein besonderes Spiel ist, zeigt das vergangene Jahr. Im Frühjahr 2020 und im Herbst trafen beide Teams aufeinander. Jedes Mal waren die Begegnungen jeweils die letzten Spiele vor einer Corona-Unterbrechung. Das spielt in der Vorbereitung auf das Spiel keine Rolle. SGL-Torwart Alexander Hübe: “Nein, das tangiert uns nicht. Trotzdem hoffen wir, dass wir diese Serie unterbrechen können.” Wohl eine Gemeinsamkeit beider Vereine.

Die Vorzeichen vor dem Derby sind dieselben wie im Herbst. Weder die SG Leutershausen noch die HG Oftersheim/Schwetzingen konnten bislang einen Sieg holen. Während die SGL gegen TGS Pforzheim (20:21) verlor und in Plochingen auf ein 29:29 kam, musste sich die HG gegen Pforzheim/Eutingen relativ deutlich (16:23) geschlagen geben und punktete zuletzt gegen HBW Balingen-Weilstetten II (26:26).

“Es wird ein hochgradig interessantes Spiel mit zwei Teams und Trainern, die sich gut kennen. Jeder kennt die Philosophie des Gegners. Da wird entscheidend sein, wer die lange Pause besser verkraftet hat und die bessere Form besitzt”, so Hübe. Die Spiele sind für die SG Leutershausen wichtig, um einen Rhythmus zu finden sowie Trainer Marc Nagel kennenzulernen. Hübe: “Wir müssen schauen, dass wir in Gang kommen. Klar wollen wir so erfolgreich wie möglich Handball spielen, aber wir wollen uns auch als Mannschaft nach der Pause wieder finden und noch näher zusammenrücken.” Heißt für die Vorbereitung auch, dass der Fokus auf den eigenen Stärken und Schwächen liegt. In der aktuellen Situation ist es ohnehin schwierig, sich richtig auf den Gegner vorzubereiten.

Was die Drittliga-Handballer der SG Leutershausen können, blitzte auch in den bisherigen Begegnungen immer wieder auf. Besonders wichtig für Alexander Hübe: SGL-Torwart Jörn-Thore Döding lieferte bislang starke Leistungen. “Es ist ein schöner Konkurrenzkampf. Und wenn man mal nicht funktioniert, dann ist es gut zu wissen, dass man dahinter noch einen Torwart hat, der in die Bresche springen kann”, erklärt Hübe. Der Routinier freut sich zu dem für seinen jungen Backup: “Seine Leistungen zeigen auch, dass er in der Pause nicht untätig war.”

Eine gute Leistung wird nötig sein, um die Niederlage im Herbst nicht erneut zu erleben. Ein Sieg soll her in der heimischen Heinrich-Beck-Halle, damit die SGL-Fans vor dem Livestream auf sportdeutschland.tv endlich wieder jubeln können…

SG Leutershausen

Rhein-Neckar Löwen – Chekhovskie medvedi 37:27

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Löwen rauschen in EHF FINALS dehääm - Perfekte erste und souveräne zweite Halbzeit bringen Einzug ins Finalturnier in der SAP Arena
Es ist vollbracht! Die Rhein-Neckar Löwen stehen nach einer Fabelleistung in den EHF FINALS „dehääm“. Gegen Chekhovskie medvedi waren die in Rot spielenden Mannheimer von Beginn an hoch konzentriert und lieferten in allen Mannschaftsteilen eine Vorstellung nahe an der Perfektion ab. Nach 60 zum Teil schwerelos anmutenden Minuten stand ein 37:27 (19:8) und damit der Einzug ins Finalturnier, das am 22. und 23. Mai im Löwen-Wohnzimmer SAP Arena über die Bühne gehen wird.

Es ist eine Halbzeit wie im Rausch. Nach dem 0:1 durch Roman Ostashchenko landet Andreas Palicka im nächsten Chekhov-Angriff seine erste Parade – die erste von zehn in diesen 30 unfassbaren Minuten! Gegenstoß Andy Schmid: 1:1 (2.). Steal Löwen, Gegenstoß Jerry Tollbring: 2:2 (5.). Steal Mait Patrail, Gegenstoß Jannik Kohlbacher 3:2 (6.). Technischer Fehler Chekhov, Gegenstoß Tollbring: 4:2 (7.). Zwei weitere Fehler der Russen später steht es 6:2, der 5:0-Lauf der Löwen ist perfekt. So viele einfache Tore – das bringt Sicherheit. Sicherheit, die die Löwen gierig aufsaugen. Und die sie immer weiter beflügelt.

Ohne den Druck, immer wieder nachlegen zu müssen, läuft es auch im Positionsangriff wie am Schnürchen. Albin Lagergren kommt aus acht Metern in Position: 8:3 (14.). Schmid findet den eingelaufenen Tollbring: 10:4 (17.). Handball wie aus dem Lehrbuch! Chekhov zieht das nachhaltig den Zahn. Die Russen laufen immer wieder kopflos in die Löwen-Abwehr, verlieren Ball um Ball. Und sind sie einmal frei durch, wartet ein Andreas Palicka in gewohnter Weltklasse-Form. In Minute 22 landet der Hexer seine neunte Parade. Auf der Gegenseite der Klassiker: Schmid findet Kohlbacher am Kreis und es steht 13:6.

Zwischen der 25. und 27. Minute legen die Löwen bereits den dritten größeren Lauf hin, Patrail schließt die Dreierserie zum 17:7 ab – erstmals sind es zehn Tore Vorsprung! Mit dem 19:8-Pausenstand sind es sogar elf Tore, die die Löwen zwischen sich und komplett überforderte Gäste gelegt haben. Die Löwen spielen aus einem Guss. In der Abwehr aufmerksam, mit Tempo nach vorne und vor dem Tor eiskalt: So stehen alle Zeichen auf Erreichen der EHF Finals „dehääm“, in der Mannheimer SAP Arena.

Die zweite Halbzeit beginnt aus Löwen-Sicht sogar noch besser als die erste. Patrick Groetzki legt direkt das 20:8 nach, Niclas Kirkeløkke das 21:9 (32.). Auch Palicka bleibt Palicka, landet die Paraden elf und zwölf (36.). Romain Lagarde zeigt sich in Spiellaune, nimmt Alexander Kotov einen Ball aus der Hand und bereitet das 25:13 durch den nächsten Groetzki-Treffer vor (38.). Die Unterschiede sind immens, die Löwen so viel wacher als die mittlerweile ziemlich geknickt wirkenden Russen. Nach dem nächsten Ballgewinn ist es Patrail, der mit einem der schier unzähligen Gegenstöße das 26:14 erzielt (40.).

Kohlbachers sechster Treffer bringt das 28:15 (43.), Schmids siebter Streich das 31:18 (46.). Die Partie ist zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Beide Trainerteams wechseln ordentlich durch. Bei den Löwen kommen die Youngsters Philipp Ahouansou und David Späth. Knapp eine Minute nach seiner Einwechslung nimmt der gebürtige Pfälzer Alexander Kotov einen freien Wurf weg (48.), kurz danach noch einen Siebenmeter gegen Sergei Kosorotov (51.). Auch Kaspar Veigel kommt – und verwandelt zwei Siebenmeter. Es ist ein Spiel zum Einrahmen für die Rhein-Neckar Löwen.

Am Ende steht ein Handball-Feuerwerk, das mit 37:27 entsprechend deutlich in die Geschichtsbücher der EHF European League eingeht. Als Bonus für alle Löwen-Fans gibt es mit dem Sieg den Gratis-Spieler-Flock auf das rote internationale „Erfolgs-Trikot“ für die nächsten 24 Stunden im Löwen-Fanshop.

Rhein-Neckar Löwen – Chekhovskie medvedi 37:27 (19:8)
Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth (ab 46.) – Schmid (8/3), Veigel (2/2), Kirkeløkke (4), Lagarde (3), Patrail (2), Tollbring (6), Ahouansou (1), Lagergren (1), Groetzki (4), Gislason, Nilsson, Kohlbacher (6)
Chekhov: Pavlenko, Grushko (ab 31.) – Kiselev (2), K. Kotov (2/1), Andreev (1), A. Kotov (6), Ostashchenko (1), Kornev, Furtsev (4), Larin, Maslennikov (4), Novokreshchenov, Ermakov, Kulak (4), Kosorotov (4/1), Sinitcyn
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 6:2, 6:3, 9:3, 10:5, 12:6, 14:7, 17:7, 19:8 (HZ), 20:8, 22:11, 24:12, 25:13, 27:15, 31:18, 34:23, 35:26, 36:27, 37:27 (ENDE)
Schiedsrichter: Karim und Raouf Gasmi, Frankreich

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

TV Plochingen – SG Leutershausen 29:29

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Enges Spiel und Punktgewinn für die SGL in Plochingen!
Als die letzten Sekunden der Uhr in der Plochinger Halle angebrochen sind, gab es ein Wechselbad der Gefühle auf Seiten der Drittliga-Handballer der SG Leutershausen. Im zweiten Spiel der Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal stand es 29:29, Plochingen war in Ballbesitz, spielte die Uhr runter. Zeitspiel wird angezeigt. Plochingen sucht den Abschluss, trifft aber nur den Pfosten. Es war ein Déjà-vu der Vorwoche für die SGL - nur das der Ball dieses Mal nicht zum Gegner sprang. So bekamen die Teufel nochmals die Chance auf zwei Punkte, wurden aber im Angriff gestoppt. Endstand: 29:29.

“Ich mag Unentschieden nicht”, erklärte Marc Nagel bei der Pressekonferenz im Anschluss. Auch wenn es gerechtfertigt sei, habe man dennoch “ein intensives Spiel zweier Mannschaften, die gewinnen wollten, gesehen”. Nicht nur die letzten Sekunden waren ein Hin und Her, sondern die ganze Begegnung blieb ausgeglichen. Die Führung wechselte regelmäßig. Und beide Mannschaften schafften es, in brenzligen Situationen den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. “

Es gab eine Phase im Spiel, in der ich nicht mehr mit dem Punkt gerechnet habe”, so Nagel in Anspielung auf den zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung der Plochinger in der zweiten Halbzeit. Beim Stand von 20:23 aus SGL-Sicht wechselte Nagel im Tor. Für den starken Alexander Hübe, kam Jörn-Thore Döding - und parierte einen Ball nach dem anderen. Döding: “Es ist natürlich immer ein sehr schönes Gefühl, wenn man die Mannschaft durch Paraden unterstützen kann.” Plötzlich lag Leutershausen mit zwei Toren in Führung und hatte die Gelegenheit im Überzahlspiel den Vorsprung auszubauen. SGL-Coach Nagel: “Wir führen 26:24 und haben Überzahl. Da müssen wir den letzten Schritt machen. Ich sage meinen Jungs immer, dass sie sich das, was sie sich verdient haben, auch nehmen müssen.” Aber Plochingen kam ran, der Rest ist Geschichte.

Unzufrieden ist die SG Leutershausen sicher nicht und Marc Nagel zieht nach zwei Spielen ein kleines Fazit: “Ich bin überrascht und froh darüber, mit welcher Intensität die zwei Spiele geführt wurden. Das Spiel letzte Woche war 55 Minuten vielleicht besser, aber das Ergebnis schlechter. Der Punkt heute ist gut.”

Am kommenden Wochenende geht es in eigener Halle gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen - und hoffentlich wird es nicht zum dritten Mal das letzte Aufeinandertreffen vor einem Abbruch...

TV Plochingen – SG Leutershausen 29:29
Tore der SGL: Schreiber 8, Bitz 5, Leibnitz 4, Cirac 3, Pauli 3/1, Bauer 2, Stippel 1, Ruß 1, Schwalbe 1, Wichmann 1.

SG Leutershausen

Rhein-Neckar Löwen – TSV Hannover-Burgdorf 33:28

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Überragender Jannik Kohlbacher und eine starke Abwehr bringen Heimerfolg über Hannover-Burgdorf
Der von Mikael Appelgren liebevoll Maulwurf getaufte Jannik Kohlbacher hat die Rhein-Neckar Löwen mit elf Treffern und einer herausragenden Darbietung zum nächsten Heimsieg geführt. Am Samstagabend stand es nach einer letztlich souveränen Gesamtvorstellung 33:28 (15:14), wurde die TSV Hannover-Burgdorf nach der Pause Stück für Stück distanziert. Für ein Duell zweier stark ersatzgeschwächter Teams entwickelte sich von Beginn an ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Handball-Spiel, in dem die Löwen mit einer starken Abwehrleistung und der gewohnt überragenden Achse Schmid – Kohlbacher glänzen konnten.

Zu gefallen verstehen die Löwen auf Anhieb in der Abwehr. Auf das Sieben-gegen-sechs Hannovers sind die Gelben bestens eingestellt, schließen die Lücken durch fleißiges Verschieben und Herausrücken. Beim Stand von 3:2 drängen sie Hannover nicht zum letzten Mal ins Zeitspiel, holen sich so die Kugel (8.). Mit Treffern von Lukas Nilsson und Andy Schmid per Siebenmeter bauen die Löwen ihre erste Serie auf 4:0 aus, führen 5:2 (11.). Hannover reagiert, beendet die Taktik mit dem siebten Feldspieler. Auf der anderen Seite ist die Achse Schmid – Jannik Kohlbacher mal wieder kaum zu verteidigen. Aber auch die Variante Albin Lagergren auf Kohlbacher funktioniert: 7:4 (15.).

Martin Schwalb bringt anschließend in der ersten Auszeit Romain Lagarde für Mait Patrail in den Innenblock, Niclas Kirkeløkke für Lagergren auf halbrechts. Nach einem 0:3-Lauf zum Stand von 10:10 ist es der Däne, der mit einem technisch anspruchsvollen Hammer auf 11:10 stellt (23.). Schmid legt einen feinen Pass auf Kohlbacher nach: 12:10 (25.). Domenico Ebner im TSV-Tor wird jetzt mehr und mehr zum Faktor, landet seine sechste Parade (26.). Nach seiner siebten erzielt Ilija Brozovic den erneuten Ausgleich zum 13:13 (28.). In die Pause geht es nach einer turbulenten Schlussminute mit zwei Paraden und zwei Toren mit einem 15:14 für die Löwen durch das zweite Tor von Ymir Gislason.

Wer außer Kohlbacher könnte Durchgang zwei eröffnen? Mit seinem fünften Treffer macht er das 16:14. Die Löwen-Abwehr zwingt Hannover wieder einmal ins Zeitspiel, Martin Hanne keult den Notwurf über das Tor. Nach der fünften Parade von Andreas Palicka findet Schmid den Maulwurf: 17:14 (33.). Der nun auch offensiv aktive Lagarde stellt nach schneller Mitte auf 19:15 (34.). Patrail per zweiter Welle erhöht auf fünf plus beim 22:17 (40.). Johan Hansen mit dem 24:21 bringt die Gäste ein wenig heran (45.). Wirklich spannend wird es aber nicht mehr.

Das liegt zum einen an der weiter aufmerksamen und intensiv arbeitenden Abwehr der Löwen. Und natürlich an Jannik Kohlbacher. Sein achtes Tor bringt das 26:22 (48.). Lagarde dreht ebenfalls auf, zieht mit dem 27:23 nach (49.). Der Franzose findet dann auch Kohli: 30:25 (53.). Das nächste traumhafte Zusammenspiel von Schmid und Kohlbacher hat die Entscheidung zu Folge: Nach 55 Minuten steht es 32:26, fünf Minuten später ist es ein souveräner 33:28-Erfolg, durch den sich die Mannheimer und Kronauer weiterhin aussichtsreich im Spitzenfeld der stärksten Liga der Welt positionieren.

Rhein-Neckar Löwen – TSV Hannover-Burgdorf 33:28 (15:14)
Löwen: Palicka, Katsigiannis (ab 56.), Späth – Schmid (5/3), Veigel, Kirkeløkke (2), Lagarde (4), Patrail (2), Tollbring (3), Ahouansou, Lagergren (1), Groetzki (1), Gislason (3), Nilsson (1), Kohlbacher (11)
Hannover: Ebner, Lesjak (ab 50.) – Kuzmanovski (4), Mävers (3), Hansen (5), Juric (1), Pevnov (3), Jönsson, Böhm, Ehlers (1), Krone, Donker (3), Hanne (4), Brozovic (3), Feise (1)
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 5:2, 7:4, 10:8, 10:10, 12:10, 13:11, 13:13, 15:14 (HZ), 17:14, 19:15, 20:16, 23:18, 24:21, 27:23, 30:25, 32:26, 33:28 (ENDE)
Schiedsrichter: Christian & Fabian vom Dorff

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

Weichenstellung bei den Rhein-Neckar Löwen

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Klaus Gärtner wird Cheftrainer 2021, Sebastian Hinze folgt 2022
Weichenstellung bei den Rhein-Neckar Löwen: Der zweifache Deutsche Meister geht mit Klaus Gärtner als Cheftrainer in die kommende Spielzeit der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Darauf verständigten sich der Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die sportliche Leitung der Rhein-Neckar Löwen mit dem 45-jährigen EHF-Mastercoach, der in der neuen Saison damit vom aktuellen Co- zum Cheftrainer aufsteigt und Nachfolger von Martin Schwalb wird. Ab dem Sommer 2022 wird dann Sebastian Hinze (41) die Rolle des Cheftrainers bei den Rhein-Neckar Löwen übernehmen. Hinze, aktuell noch in Diensten des Ligarivalen Bergischer HC, hat den Verantwortlichen der Rhein-Neckar Löwen eine entsprechende Zusage gegeben.

„Auf der Suche nach einem Cheftrainer für die Zukunft haben wir ein klares Anforderungsprofil erstellt und sind schnell zu dem Entschluss gekommen, dass Sebastian Hinze unsere Wunschlösung für diese wichtige Position ist. Vor den Rhein-Neckar Löwen liegt eine herausfordernde Zukunft, wir wollen unseren sportlichen Umbruch weiter fortsetzen und müssen wirtschaftlich zudem mit den Folgen der Corona-Pandemie klarkommen, die uns sicher noch lange begleiten werden. Mit Sebastian Hinze sehen wir uns langfristig auf der Trainerposition erstklassig besetzt. Die beeindruckende Entwicklung beim Bergischen HC in den letzten Jahren ist nicht zuletzt seine Handschrift und wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, ihn von den Rhein-Neckar Löwen zu überzeugen. Selbstverständlich respektieren wir seine gültige Vertragslaufzeit beim BHC und werden uns nach dem heutigen Tag, auch aus Respekt gegenüber dem Bergischen HC mit seinen sportlichen Zielen, nicht mehr zur Zukunft der Rhein-Neckar Löwen unter der Leitung von Sebastian Hinze äußern“, so Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

„Für die kommende Saison genießt Klaus Gärtner unser Vertrauen als Cheftrainer. Klaus ist ein absoluter Handballfachmann, zudem kennt niemand unsere Mannschaft sowie den Club besser als er. Klaus hat den großen Vorteil, dass er bereits in der laufenden Saison Step by Step in seine neue Rolle als Cheftrainer wachsen kann und wird. Gemeinsam mit Klaus wollen wir auch in der kommenden Spielzeit attraktiven Handball bieten und werden ihn dabei bestmöglich unterstützen“, ergänzt Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen.

„Die Nachfolge von Trainer Martin Schwalb anzutreten, ist eine große Herausforderung und Ehre für mich. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für das in mich gesetzte Vertrauen“, so Klaus Gärtner, der von 2012 bis 2014 Jugendkoordinator bei der SG Kronau-Östringen und anschließend von 2014 bis 2018 bereits Co-Trainer der Löwen-Profimannschaft war. Nach zwei Jahren als Cheftrainer beim österreichischen Spitzenclub ALPLA HC Hard (2018-2020) kehrte der gebürtige Heidelberger im Sommer 2020 wieder als Co-Trainer zu den Rhein-Neckar Löwen zurück. Die sportliche Planung sieht zudem vor, dass Klaus Gärtner den Löwen auch unter Sebastian Hinze als Co-Trainer mit einem klaren Aufgabenprofil erhalten bleiben wird.

Pressemeldung: Rhein-Neckar Löwen

Eulen Ludwigshafen – TVB Stuttgart 28:24

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Eulen gewinnen Derby gegen Stuttgart souverän
Am Donnerstag stand in der Liqui Moly HBL direkt das nächste Derby an. Die Eulen Ludwigshafen hatten den TVB Stuttgart zu Gast. Für die abstiegsbedrohten Eulen Ludwigshafen zählt inzwischen jeder Punkt. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge stand aber auch der Tabellendreizehnte TVB Stuttgart unter Druck. Die Eulen Ludwigshafen setzten sich, nach zwischenzeitlicher Zehn-Tore-Führung, souverän mit 28:24 durch.

Das Hinspiel der beiden Mannschaften, kurz nach der WM-Pause konnte Ludwigshafen in der Stuttgarter Porsche Arena für sich entscheiden. Dementsprechend hatte Stuttgart etwas gut zu machen. Die Stuttgarter hielten das Tempo zu Beginn der Partie zunächst hoch, danach entwickelten sich kompakte Abwehrreihen auf beiden Seiten.

Die Eulen Ludwigshafen kamen gegen verunsicherte Stuttgarter immer besser in die Partie und zogen bis zur 18. Minute auf 8:4 durch Max Haider davon. Jürgen Schweikardt legte die daraufhin die Grüne Karte und beruhigte seine Mannschaft zunächst. Danach schickte er den zuletzt verletzten Jerome Müller, mit dick bandagiertem Ellenbogen, auf die Platte.

Nachdem Gorazd Skof den nächsten Wurf gehalten hatte, erhöhte Maix Haider für die Eulen auf 10:5. Danach parierte Gorazd Skof den nächsten Ball und leitete fünf Minuten ohne ein Tor ein. In der 25. Minute verkürzte Stuttgart dann auf 17:6, ehe Jonathan Scholz im Konter für die Eulen wieder auf 12:6 erhöhen konnte. Zum Halbzeitstand von 14:8 traf Jan Remmlinger ins leere Stuttgarter Tor.

Zur Halbzeit wurde klar, wo unter anderem der Unterschied lag: Gorazd Skof hatte in den ersten 30 Minuten sechs Bälle im Eulen-Tor pariert, Primoz Prost hielt für Stuttgart gerade einmal Einen. Für die zweite Halbzeit kam Martin Tomovski für die Eulen zwischen die Pfosten und auch er erwischte einen guten Tag, parierte direkt den ersten Wurf.

In der 33 Minute kam es zu einer Schrecksekunde für Ludwigshafen, Azat Valiullin humpelte mit schmerzendem Knie vom Spielfeld. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren, Pascal Durak traf zweimal hintereinander ins verwaiste Tor der Stuttgarter zum 16:10 und 17:10. Jerome Müller verkürzte daraufhin auf 17:11, in der 38. Minute kam Azat Valiullin aber wieder zurück in die Partie und traf zum 18:11.

Daraufhin wechselte Stuttgart den Torhüter, für Primoz Prost kam Nick Lehmann auf die Platte. Dieser parierte direkt einen Konter von Pascal Durak, im Gegenzug parierte Martin Tomosvki gegen Max Häfner und Lehmann fischte den nächsten Ball.

In der 40. Minute war für Ludwigshafens Christian Klimek Feierabend, er sah nach seiner drittem Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte. Kurz darauf parierte Gorazd Skof den nächsten Sieben-Meter, im Gegenzug erhöhte Hendrik Wagner zunächst auf 20:11 und dann auf 21:11. In dieser Phase des Spiels schien Stuttgart gar nichts mehr gelingen zu können, sinnbildlich traf Patrick Zieker im Konter nur den Pfosten.

In der 55. Minute konnte sich Nick Lehman nochmal im Tor der Gäste auszeichnen und parierte gleich zwei Sieben-Meter. Daraufhin bäumte sich Stuttgart nochmal auf, konnte aber zum 28:24-Endstand nur noch Ergebnis-Kosmetik betreiben.

Eulen Ludwigshafen – TVB Stuttgart 28:24 (14:8)

Spielfilm:
0:1 (2.), 1:1 (3.), 1:2 (3.), 2:2 (5.), 3:2 (7.), 3:3 (7.), 4:3 (10.), 5:3 (12.), 5:4 (14.), 6:4 (15.), 7:4 (17.), 8:4 (18.), 9:4 (19.), 9:5 (19.), 10:5 (21.), 10:6 (26.), 11:6 (27.), 12:6 (27.), 12:7 (28.), 13:7 (29.), 13:8 (30.), 14:8 (30.), 14:8 (HZ), 14:9 (33.), 15:9 (34.), 15:10 (34.), 16:10 (36.), 17:10 (37.), 17:11 (38.), 18:11 (38.), 18:12 (41.), 18:11 (41.), 19:11 (41.), 20:11 (42.), 21:11 (43.), 21:12 (44.), 22:12 (45.), 22:13 (46.), 23:13 (49.), 23:13 (47.), 23:14 (47.), 24:14 (48.), 24:15 (48.), 24:16 (49.), 25:16 (49.), 25:17 (50.), 26:17 (50.), 26:18 (51.), 27:18 (51.), 27:19 (55.), 27:20 (55.), 27:21 (57.), 28:21 (58.), 28:22 (58.), 28:23 (59.), 28:24 (60.), 28:24 (ENDE)

Schiedsrichter: Sebastian Grobe & Adrian Kinzel

Quelle: www.eulen-ludwigshafen.de

SG Leutershausen muss in Plochingen ran

Kevin Bitz SGL Rückraum Foto von Steffen Hoffmann Copy

Ein Spiel gegen die Unbekannte!
Neues Spiel, neues Glück! Die SG Leutershausen ist am Samstag ab 17:30 Uhr im ersten Auswärtsspiel der Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal gefordert. Der Gegner: TV Plochingen. Wenn die SG Leutershausen am Nachmittag die rund 90-minütige Fahrt nach Plochingen, einem Ort wenige Kilometer östlich von Esslingen, aufnimmt, wird das vergangene Spiel kaum noch ein Thema sein. Die knappe Last-Minute-Niederlage gegen TGS Pforzheim (20:21) war ärgerlich und dennoch kein Beinbruch, denn das Team von Trainer Marc Nagel hat keinen schlechten Eindruck hinterlassen.

“Wichtig ist, dass wir in der Abwehr den Grundstein legen und dann vorne besser werden”, erklärte Rückraumspieler Kevin Bitz. Was gegen Pforzheim gut funktioniert hat, soll auch gegen Plochingen ein Fokus sein. Hinzu kommt, dass das Manko des letzten Spiels ausgeglichen werden soll - Linksaußen Gianluca Pauli: “Wir haben vorne zu viele Chancen gebraucht. Das versuchen wir nun besser zu machen.” Es wird Stück für Stück in allen Bereichen gearbeitet, um wieder in Form zu kommen nach der langen Pause.

Gegen Plochingen sollen der nächste Schritt und am besten die ersten Punkte folgen - auch wenn der TVP eine Unbekannte ist. “Wir haben bisher noch nicht gegeneinander gespielt. Natürlich kennt man den ein oder anderen Spieler, aber sonst gibt es keine Berührungspunkte”, erklärt Torwart Alexander Hübe. Das Hauptaugenmerk liegt auf der eigenen Leistung, auf den Fortschritten im Training. “Wir müssen unsere Sachen auf die Reihe bekommen: Athletik, Kraft, Ausdauer”, so Bitz. Und Pauli ergänzt: “Die Arbeit von Marc fruchtet bereits, trotz dass wir so kurze Zeit erst mit ihm trainieren. Auch mit unserem neuen Athletik-Coach Michael Reuter haben wir uns in den wenigen Tagen schon verbessert.”

Es gibt aufgrund der langen Corona-Pause ausreichend Baustellen im eigenen Spiel. Dennoch hat die SGL durchaus wahrgenommen, dass Plochingen am ersten Spieltag mit 30:29 gegen HBW Balingen-Weilstetten II gewonnen hat und so ein erfolgreiches Handball-Comeback feierte. Damit knüpfte Plochingen an die Leistungen vor dem Rundenabbruch an. In den vier gespielten Partien holten die Drittliga-Handballer aus der Nähe von Esslingen drei Siege. Heißt: Es wird keinesfalls eine leichte Aufgabe für die SG Leutershausen.

Anwurf zur Partie der SG Leutershausen beim TV Plochingen ist um 17:30 Uhr. Wie schon zum Saisonbeginn werden die Spiele der SGL auf www.sportdeutschland.tv übertragen

Pressemeldung: SG Leutershausen

Rhein-Neckar Löwen richten Erstausgabe der EHF FINALS Men aus

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Große Premiere in der EHF European League – große Ehre für die Rhein-Neckar Löwen. Der zweifache Deutsche Handball-Meister wird die Erstaustragung der EHF FINALS Men, dem Finalturnier des neu gegründeten europäischen Wettbewerbs, übernehmen. Das Final-Wochenende mit zwei Halbfinals und Endspiel wird am 22. und 23. Mai in der SAP Arena stattfinden.

Nach den Viertelfinal-Hinspielen von Dienstag dieser Woche ist noch offen, welche Mannschaften bei dem prestigeträchtigen Final Four dabei sein werden. Die besten Karten hat aktuell der SC Magdeburg, der sein Hinspiel bei IFK Kristianstad 34:28 gewinnen und damit die bestmögliche Ausgangsposition ins Rückspiel mitnehmen konnte. Die Rhein-Neckar Löwen haben nach der knappen 32:33-Niederlage bei Chekhovskie medvedi alle Chancen, mit einem Zwei-Tore-Sieg im Rückspiel am kommenden Dienstag die Finalturnier-Teilnahme klarzumachen und damit als Gastgeber im elitären Kreis der vier besten Mannschaften der EHF European League vertreten zu sein. Völlig offen ist das Rennen in den beiden weiteren Viertelfinal-Duellen, in denen GOG ein 30:27 gegen Wisla Plock und Montpellier HB ein 32:29 gegen die Füchse Berlin vorlegte. Die Halbfinal-Auslosung mit den vier teilnehmenden Mannschaften wird am 27. April in Wien stattfinden.

„Wir freuen uns sehr und betrachten es als große Ehre, die Premiere der EHF FINALS Men hier bei uns in unserem „Löwen-Wohnzimmer“ SAP Arena in Mannheim austragen zu dürfen. Natürlich wünschen wir uns den größtmöglichen sportlichen Erfolg. Auf der anderen Seite bedeutet es für uns als Klub per se sehr viel, das Vertrauen des Verbandes in Form einer Entscheidung für die Rhein-Neckar Löwen als Gastgeber ausgesprochen zu bekommen. Wir werden alles dafür tun, ein Handball-Wochenende auf die Beine zu stellen, das dem hochklassigen Wettbewerb der EHF European League gerecht wird. Ein großes Dankeschön gebührt all unseren Partnern und Sponsoren, die mit ihrem einmal mehr überwältigenden Engagement die Bewerbung für das Final-Wochenende überhaupt erst ermöglicht haben“, sagt Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann zum Zuschlag seitens der European Handball Federation (EHF).

Michael Wiederer, Präsident der EHF, kommentierte die Entscheidung mit großer Freude: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass mit den Rhein-Neckar Löwen und CS Minaur Baia Mar (dem Gastgeber der EHF FINALS Women, Anm. d. Red.) zwei erfahrene Hosts der ersten EHF FINALS-Serie eine exzellente Bühne bereiten werden.“ Dem Verband ist es ein zentrales Anliegen – genauso wie den Löwen als verantwortungsvolle Gastgeber – zu betonen, dass das Final-Wochenende den Punkten des EHF Hygiene-Protokolls unterliegen und in Abstimmung mit den vor Ort geltenden Regeln in Bezug auf die Corona-Pandemie organisiert werden wird.

Pressemeldung: Rhein-Neckar Löwen GmbH

RN Löwen - Zwangspause für Jesper Nielsen

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Weiterer Rückschlag für die Rhein-Neckar Löwen. Kreisläufer Jesper Nielsen hat sich beim Auswärtssieg am vergangenen Wochenende beim HSC 2000 Coburg einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und wird den Badenern damit mehrere Wochen fehlen. Die Reise zum heutigen Hinspiel (18:45 Uhr) im Viertelfinale der EHF European League beim russischen Vertreter Checkhovskie medvedi hat der schwedische Nationalspieler nicht mit angetreten.

Pressemeldung: Rhein-Neckar Löwen GmbH

 

HSC 2000 Coburg – Rhein-Neckar Löwen 28:31

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Palicka und Tollbring retten Löwen-Sieg ins Ziel
Mit einer Wackelphase kurz vor Schluss haben sich die Rhein-Neckar Löwen einmal mehr zum Sieg in der LIQUI MOLY HBL gezittert. Beim HSC 2000 Coburg waren sie acht Minuten vor Schluss auf sechs Tore weg, leisteten sich dann einen 0:4-Lauf gegen sich und mussten sich am Ende auf ihren Keeper Andreas Palicka verlassen. Der Schweden-Hexer war mit 15 Paraden der Sieg-Garant beim 31:28 (14:13)-Erfolg seiner Löwen, bei denen Jerry Tollbring mit acht Treffern bester Werfer war.

Die Löwen beginnen mit Romain Lagarde auf der Spielmacher-Position und Ymir Gislason am Kreis. Es entwickelt sich ein flottes Spiel. Pontus Zetterman eröffnet mit dem 1:0, Lukas Nilsson antwortet mit dem 1:1 – beides schöne Würfe aus acht Metern (1./2.). Durchbrochen wird der Torlauf mit einer Doppelparade von Andreas Palicka beim Stand von 2:2 (4.). Eine herrliche Kombination schließt Albin Lagergren zum 2:3 ab (5.). Der Löwen-Angriff schnurrt wie ein Kätzchen. Für die Abwehr gilt das noch nicht. Coburg findet immer wieder eine Lücke im 6-0-Verbund, in dem zunächst Ymir Gislason und Mait Patrail das Zentrum besetzen. Milos Grozdanic erzielt per Siebenmeter das 6:6 (11.), Stepan Zeman über den Kreis das 8:8 (16.).

Nach dem zweiten Ballverlust von Gislason, der auch in der Offensive ran darf, bringt Löwen-Trainer Martin Schwalb Jesper Nielsen, der fortan in Angriff wie Abwehr mittut. Stabilität bringt das nur bedingt – und zwar in den ersten Minuten. Mit vier Treffern am Stück ziehen die Löwen auf 8:12 davon, nutzen Coburger Fehler mit vier Gegenstößen zur ersten deutlichen Führung (21.). Die Kopie in negativ gibt es postwendend. Leichte Löwen-Fehler verwandelt Coburg in einen eigenen 4:0-Lauf, gleicht beim 12:12 durch den starken Grozdanic wieder aus (26.). Kurios die Szene, als die Löwen in Unterzahl zu früh auffüllen, Jerry Tollbring kassiert eine Zwei-Minuten-Strafe (28.).

Trotz eines Fehlwurfs des vierfachen Torschützen Lukas Nilsson nehmen die Löwen ein 13:14 aus HSC-Sicht mit in die Halbzeitpause.
Aus der Pause kommen die Löwen mit den Wechseln Andy Schmid für Romain Lagarde und Jannik Kohlbacher für Jesper Nielsen. Die erste Aktion gehört Coburg-Keeper Jan Kulhanek, der Kohli direkt den ersten – und letzten – Wurf wegfischt (31.). Andreas Schröder im Gegenzug markiert das 14:14 (31.). In einer schwierigen Löwen-Phase ist Andreas Palicka der gewohnte Rückhalt. Der Schweden-Hexer landet binnen zwei Minuten drei Paraden. Nilsson mit seinem fünften Tor gleicht beim 17:17 aus (36.). Jetzt leisten sich wieder die Coburger ein paar Fehler in Form von Fehlwürfen. Jerry Tollbring mit einem lupenreinen Hattrick bringt seine Kameraden deutlich nach vorne (17:20, 40.) – aber nicht in Sicherheit.

Jakob Knauer mit beherztem Eins-gegen-eins bringt seine Männer wieder auf 20:21 ran (43.). Bis zum 22:23 bleibt es knapp – dann nutzen die Löwen die nächste Fehler-Welle des Gegners (46.). Nilsson mit einer echten Rakete stellt auf 22:24, Palicka pariert zum zehnten Mal, Tollbring per Einläufer macht das 22:25: Dies alles passiert in der 47. Minute. Der Löwen-Lauf geht weiter: Kirkeløkke lässt es beim 23:26 krachen, Palickas elfte Glanztat folgt (49.). Schmid findet Kohlbacher am Kreis: 23:27 (50.). Palicka macht das Paraden-Dutzend voll, Patrick Groetzki fliegt zum 23:28 (52.). Nach Kirkeløkkes nächstem Streich scheint die Partie entschieden (23:29, 53.).

Ein klassischer Fall von falsch gedacht! Unfassbar, wie viele Bälle die Löwen in den nächsten Minuten wegwerfen. Binnen vier Minuten kommt Coburg auf 27:29 ran (58.). Palickas 14. Parade ermöglicht Tollbrings 8. Tor: Erst beim 27:30 ist die Partie wirklich gelaufen – zumal Palicka noch sein 15. Meisterstück hinterherschiebt (60.). Am Ende steht es 28:31, es ist ein unnötiger Zittersieg.

HSC 2000 Coburg – Rhein-Neckar Löwen 28:31 (13:14)
Coburg: Kulhanek, Dreyer – Preller, Pouya (3), Spross, Nenadic, Billek (1), Mustafic, Knauer (3), Zetterman (3), Varvne (6), Schikora, Kurch, Zeman (3), Grozdanic (6/2), Schröder (3)
Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth – Schmid (1), Veigel, Kirkeløkke (3), Lagarde, Patrail (1), Tollbring (8), Ahouansou, Lagergren (2), Groetzki (5), Gislason, Nielsen, Nilsson (6), Kohlbacher (5)
Spielfilm: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 8:8, 8:12, 12:12, 12:13, 13:13, 13:14 (HZ), 14:14, 17:17, 17:20, 22:23, 23:25, 23:29, 27:29, 27:31, 28:31 (ENDE)
Schiedsrichter: Julian Fedtke & Niels Wienrich

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

RN Löwen - Zwangspause für Uwe Gensheimer

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Die Rhein-Neckar Löwen müssen in den kommenden Wochen auf ihren Kapitän Uwe Gensheimer verzichten. Der 34-jährige Linksaußen und Spielführer der DHB-Nationalmannschaft unterzog sich am gestrigen Mittwoch einer notwendigen Meniskusoperation und fehlt seiner Mannschaft damit auch in den kommenden Duellen im Viertelfinale der EHF European League gegen den russischen Vertreter Chekhovskie Medvedi.

Das entscheidende Rückspiel mit den Russen, um den Einzug in Final4 der European League, findet am Dienstag, 20. April um 18:45 Uhr im Heidelberger SNP dome statt.

Pressemeldung: Rhein-Neckar Löwen GmbH

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SG Leutershausen empfängt TGS Pforzheim in der Pokal-Qualifikation

Trainer Marc Nagel SG Leutershausen Copy

Lange musste die SG Leutershausen warten, jetzt geht es endlich wieder los! Am Samstag fliegt der Ball ab 17 Uhr wieder in einem offiziellen Spiel durch die Heinrich-Beck-Halle. Zum ersten Mal nach 167 Tagen! In der Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal trifft die SGL auf die TGS Pforzheim.

Als “einen der stärksten Gegner” schätzt SGL-Coach Marc Nagel die Gäste ein. “Da sind sehr erfahrene Spieler dabei auf den Positionen des Torhüters, der Abwehr, im Rückraum links und am Kreis. Das sind Positionen, die auch die Qualität der Mannschaft bestimmen”, erklärt Nagel, der vor rund drei Wochen die SGL übernommen hat. Eine lange Vorbereitung nach der knapp fünfmonatigen Pause gab es nicht - im Gegenteil! Das Bewusstsein, dass es im April schon wieder zum Wettkampf kommt, ist erst seit circa zwei Wochen vorhanden. Da wurden die Spiele terminiert.

Dennoch wollen die Roten Teufel von der Bergstraße die Ziele hoch stecken - Nagel: “Wenn ich es gewichte, dann sehe ich die Qualifikation zum DHB-Pokal zu 60 Prozent als Ziel. Wir wollen daran teilnehmen, weil es aus mehreren Gründen sehr attraktiv ist. Aber es geht nur über eine gute Leistung, weil wir starke Gegner haben.” Da kommt es der SG Leutershausen gelegen, dass personell nahezu alle Mann an Bord sind. Nur die Langzeitverletzten Philipp Jaeger (Achillessehnenriss) und Max Schmitt (Kreuzbandriss) fehlen und befinden sich in der Reha.

Wie schwer es wird, nach so einer langen Zeit wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, physisch und mental, zeigte das Testspiel in Hanau vergangene Woche. “Wir haben zur Halbzeit 9:17 zurück gelegen. Da hatten wir gespielt, wie wir es im Training machen. Entscheidend ist, wie wir in das Spiel reinkommen”, erklärt Nagel.

Auch wenn der zweite Durchgang mit fünf Toren gewonnen wurde, offenbarte das Testspiel: Einen Wettkampf kann man im Training nicht simulieren. Trotz oder gerade wegen des Wachrüttlers im Testspiel, freut sich die SG Leutershausen auf den Auftakt zur Pokal-Qualifikation am Samstag. Nagel: “Es freuen sich alle auf das Spiel. Ich freue mich noch ein bisschen länger drauf, also noch ein bisschen mehr. Dann werden wir schauen, wie das Ganze ausgeht.”

Anwurf zur Partie der SG Leutershausen gegen TGS Pforzheim ist um 17 Uhr, jedoch sind keine Zuschauer erlaubt. Dennoch muss kein SGL-Fan das Spiel verpassen! Wie schon zum Saisonbeginn werden die Spiele der SGL auf www.sportdeutschland.tv übertragen.
Heißt: Sieben Spiele mit SGL-Beteiligung laufen in den kommenden Wochen auf sportdeutschland.tv, denn die Qualifikation wird in einem Gruppenmodus ausgetragen. Acht Teams sind dabei, die besten zwei Mannschaften qualifizieren sich.

Der Spielplan in der Übersicht:
10./11. April SG Leutershausen - TGS Pforzheim
17./18. April TV Plochingen - SG Leutershausen
24./25. April SG Leutershausen - HG Oftersheim/Schwetzingen
01./02. Mai HBW Balingen-Weilstetten II - SG Leutershausen
08./09. Mai SG Leutershausen - SG Pforzheim-Eutingen
15./16. Mai SG Leutershausen - TSV Blaustein
22.-24. Mai HC Erlangen II - SG Leutershausen

SG Leutershausen

HSG Wetzlar – Rhein-Neckar Löwen 34:32

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Löwen erwischen in Wetzlar gebrauchten Tag
Ohne den nötigen Biss in der Abwehr und wegen viel zu vieler Fehler in der Offensive haben die Rhein-Neckar Löwen einen Rückschlag in der LIQUI MOLY HBL kassiert. Gegen eine starke, abgebrühte und zu jedem Zeitpunkt hundertprozentig fokussierte HSG Wetzlar setzte es am Sonntagnachmittag eine 32:34 (15:18)-Niederlage. Den möglichen Sprung auf Rang drei verpassten die Löwen damit genauso wie den Ausbau ihrer Siegesserie auf fünf Erfolge am Stück. Mit zu den besten Löwen gehörten Nikolas Katsigiannis mit zehn Paraden sowie Jannik Kohlbacher, der wie das Schweden-Duo Tollbring / Lagergren sechs Tore erzielte.

Albin Lagergren ist auch der Mann der ersten Minuten. Für seine Löwen macht der Halbrechte das 0:1, 1:2 und 1:3 (4.). Der Start ins Spiel darf damit als gelungen gelten. Wetzlar schließt direkt wieder auf, was auf das Konto der Halben Stefan Cavor und Lenny Rubin geht. Cavor netzt zum 2:3, Rubin nach Schmid-Fehlwurf zum 3:3 (5.). In der Tat: Beide Abwehrreihen samt Torhüter sehen zunächst nicht gut aus. Es geht im Eiltempo rauf und runter. Lukas Nilsson feuert zum 3:4, Schmid bricht durch zum 3:5 – da liegen die Löwen schon wieder mit zwei Treffern in Front (7.).

Die Hessen finden eine Antwort. Sie blocken einen Wurf Mait Patrails, Kristian Björnsen läuft den Gegenstoß: 4:5 (9.). Patrick Groetzkis Pass für Jannik Kohlbacher kullert ins Leere, Anton Lindskog läuft den Gegenstoß: 5:5 (10.). Es sind mal wieder die eigenen Fehler, die die Löwen in die Bredouille bringen. Wetzlar ist eine Mannschaft, die sich nicht zweimal bitten lässt. Till Klimpke landet seine erste Parade überhaupt beim Siebenmeter von Uwe Gensheimer – im Gegenzug markiert der starke Rubin die erste HSG-Führung (6:5, 12.).

Das Bild dieser ersten Halbzeit ist damit gezeichnet. Die Löwen leisten sich zu viele Fehler, werfen Mitte der Hälfte auch noch Klimpke immer stärker. Nach einem Steal samt Gegenstoß von Rubin führt Wetzlar 10:7 – da nimmt Löwen-Trainer Martin Schwalb die erste Auszeit (18.). Nikolas Katsigiannis kommt ins Tor für Andreas Palicka, Jesper Nielsen in den Innenblock neben Ymir Örn Gislason. Binnen vier Minuten gleichen die Löwen aus zum 10:10 (22.), weil sie einander helfen in der Abwehr, Fehler des Gegners provozieren. Das Problem: Die eigenen Probleme im Angriff kriegen sie nicht in den Griff. Klimpke schraubt beim Stand von 15:12 sein Paraden-Konto auf sechs, kurz darauf erhöht Olle Forsell Schefvert auf 16:12 (27.). In die Pause geht die HSG mit einem 18:15 – und der Löwen-Tross mit einer langen Liste an Verbesserungswürdigem.

Zu viele Fehler, zu wenig Biss: Auch in Halbzeit zwei rennen die Löwen Form und Gegner hinterher
Die Löwen starten mit Romain Lagarde und Jerry Tollbring für Nilsson und Gensheimer, den neuen Innenblock stellen jetzt Nielsen und Patrail. Auf der Suche nach der richtigen Abwehrformation ist Schwalb damit aber auch noch nicht ans Ziel gekommen. Wetzlar trifft nach wie vor, wie es will. Nach Lagardes 18:16 bringt ein Doppelschlag von Cavor und Maximilian Holst das 20:16 (33.). Immer wieder leisten sich die Löwen leichte Abspielfehler, Missgeschicke, schlechte Würfe. Lagergren vergibt einen Gegenstoß gegen Klimpe ziemlich kläglich, im Gegenzug erhöht Holst auf 22:17 (36.).

Es ist und bleibt ein Wettschießen. Dabei finden die Hessen auf jeden Treffer der Löwen eine Antwort. Beim 28:23 nimmt Martin Schwalb seine zweite Auszeit, danach pariert Katsigiannis zwei Siebenmeter nacheinander (48.). Seltsam, dass nicht einmal diese Monster-Szene neues Leben in die Löwen bringt. Olle Forsell Schefvert taucht glockenfrei am Kreis auf: 29:25 (49.). Rubin trifft zum 30:26 (51.). Als Lars Weissgerber seinen Siebenmeter zum 34:29 verwandelt, ist die Partie so gut wie gelaufen (56.). Mehr als Ergebniskosmetik gibt es am Ende nicht mehr. Nach 60 Minuten steht ein ernüchterndes 34:32 für die HSG Wetzlar. Das traurige Fazit aus Löwen-Sicht: Zu viele Fehler, zu wenig Biss an diesem Sonntagnachmittag.

HSG Wetzlar – Rhein-Neckar Löwen 34:32 (18:15)
Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic – Srsen, Henningsson, Björnsen (5), Mirkulovski, Weissgerber (2/2), Holst (6), Fredriksen (3), Forsell Schefvert (5), Gempp, Mellegard, Rubin (8), Lindskog (1), Cavor (4)
Löwen: Palicka, Katsigiannis (ab 18.), Späth – Schmid (4), Gensheimer (1), Veigel, Kirkeløkke (2), Lagarde (2), Patrail, Tollbring (6), Ahouansou, Lagergren (6), Groetzki (3), Gislason, Nielsen, Nilsson (2), Kohlbacher (6)
Spielfilm: 0:1, 1:3, 3:3, 3:5, 7:5, 7:6, 10:7, 10:10, 11:11, 14:11, 14:12, 16:12, 17:13, 18:14, 18:15 (HZ), 18:16, 21:16, 24:19, 28:23, 31:28, 33:28, 34:30, 34:32 (ENDE)
Schiedsrichter: Adrian Kinzel / Sebastian Grobe

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 25:26

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Löwen und Melsungen ringen in hartem Bundesliga-Fight miteinander – mit dem glücklichen Ende für die Mannheimer
Mit Herz, Leidenschaft und Siegeswillen bis zur letzten Sekunde haben die Rhein-Neckar Löwen die MT Melsungen niedergerungen und im Nachholspiel des 17. Spieltages der LIQUI MOLY HBL einen Sieg der Moral gefeiert. Beim 26:25 (15:14) konnten sich die Löwen auf ihr Kollektiv verlassen, auf einen wieder starken Andreas Palicka, auf eine tolle Abwehr, einen kreativen Angriff – und das verdiente Quäntchen Glück im dramatischen Finale. Durch den 16. Sieg im 23. Saisonspiel bleiben die Löwen mittendrin im Rennen um die internationalen Plätze.

Auf dem Feld entwickelt sich direkt ein hoch intensives Handball-Spiel. Unwiderstehlich zieht Melsungens Domagoj Pavlovic zum 1:0 (2.), Timo Kastening nach Löwen-Fehler zum 2:0 (4.). Die in Blau spielenden Mannheimer berappeln sich schnell. In der Abwehr macht die 5-1-Formation einen ordentlichen Job, Ymir Örn Gislason stört den MT-Rückraum auf der Spitze, zentral verteidigt Mait Patrail. Im Angriff beginnt Uwe Gensheimer für Jerry Tollbring, Lukas Nilsson für Philipp Ahouansou, Niclas Kirkeløkke ersetzt den verletzten Patrick Groetzki auf rechts außen. Und der Däne erzielt auch den ersten Löwen-Treffer zum 2:1 über die ungewohnte Position (5.).

Nach nervösem Beginn und zahlreichen technischen Fehlern auf beiden Seiten gewinnt die Partie zunehmend an Klasse. Lukas Nilsson beweist sein feines Händchen, legt Jannik Kohlbacher das 3:4 in die Pranke (9.). Yves Kunkel fliegt nach MT-Ballgewinn zum 6:5 (11.). Ständig wechselt die Führung, es geht in Highspeed rauf und runter. Ein zentraler Faktor: das Torwart-Spiel. Weil Andreas Palicka im Gegensatz zum Melsunger Gespann zündet, beim 7:7 in Minute 15 bereits seine vierte Parade landet, können sich die Löwen ein wenig nach vorne arbeiten. Nilsson findet Schmid am Kreis: 8:9 (19.). Wieder Schmid trifft nach der fünften Parade Palickas ins leere Tor: 9:11 (20.).

Krimi, Kampf und zwei Punkte für die Moral: Palicka nach der Pause direkt ein Faktor
Weiter absetzen können sich die Löwen nicht. Aber sie halten Melsungen in Schach, kontrollieren weitestgehend dessen superpotenten Rückraum. In die Pause nehmen die Jungs von Martin Schwalb ein 14:15. Spektakulär die letzte Aktion, die perfekt zu dieser aufreibenden, intensiven Halbzeit passt: Kirkeløkke zieht aus dem Stand gegen eine Sechs-Mann-Mauer ab, Silvio Heinevetter bekommt die Hand an den Hammer, der Heinevetters Tatze brutal gegen die Latte wuchtet. Handball-Fans kommen bei diesem Power-Spiel voll auf ihre Kosten.

Noch mehr gilt das nach dem Seitenwechsel für die Palicka-Fans: Der Löwen-Hexer hält die ersten drei Würfe auf sein Tor, so dass die Löwen aus dem 14:15 schnell ein 14:18 machen (34.). Melsungens Trainer Gudmundur Gudmundsson reagiert mit einer Auszeit. Die Löwen stehen jetzt in einer 6-0-Formation und damit mindestens genauso stark wie in Durchgang eins. So halten sie den Vorsprung bis zum 19:22, das Jerry Tollbring mit seinem sechsten Treffer erzielt (47.).

Spannend wird es, weil die MT jeden noch so kleinen Fehler bestraft. Marino Maric steht frei am Kreis: 21:23 (50.). Albin Lagergren kommt zu spät auf außen, kassiert Siebenmeter und Zeitstrafe, Tobias Reichmann verwandelt zum 22:23 (51.). Wieder Reichmann mit dem nächsten Siebenmeter markiert kurz danach den Ausgleich (24:24, 55.). Julius Kühn wuchtet zum 25:25 ein (57.). Jetzt wird es wieder ein Thriller. Lagergren zieht einen Siebenmeter, den Schmid zum 25:26 versenkt (59.). Andreas Palicka mit seiner zwölften Parade gegen Kai Häfner wird zum Matchwinner. Danach leisten sich beide Teams zwei Fehler, das Spiel, der Kampf, der Krimi ist aus: Sieg für die Löwen!

MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 25:26 (14:15)
Melsungen: Heinevetter (ab 20.), Simic – Maric (1), Kühn (3), Reichmann (3/2), Kunkel (3), Mikkelsen (1), Danner (1), Arnarsson, Allendorf, Pregler, Häfner (3), Salger, Kastening (7), Kuntscher, Pavlovic (3)
Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth – Schmid (5/1), Gensheimer (3), Veigel, Kirkeløkke (3), Lagarde (1), Patrail, Tollbring (7/4), Ahouansou, Lagergren (1), Gislason (1), Nielsen, Nilsson (1), Kohlbacher (3)
Spielfilm: 2:0, 3:1, 3:3, 8:8, 9:9, 9:11, 10:12, 12:12, 13:13, 13:15, 14:15 (HZ), 14:18, 17:19, 18:21, 19:22, 20:23, 22:24, 24:24, 25:25, 25:26 (ENDE)
Schiedsrichter: Stefan Schneider & Colin Hartmann

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

David Späth bleibt ein Rhein-Neckar Löwe

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Löwen binden ein weiteres Talent aus dem eigenen Nachwuchs langfristig
Die Rhein-Neckar Löwen haben einen ihrer Senkrechtstarter der laufenden Saison langfristig an sich gebunden. Nachwuchstorhüter David Späth wird auch in den kommenden drei Jahren das Trikot des Handball Bundesligisten tragen und rückt in Zukunft als dritter Torhüter in den Profikader auf, zudem bleibt Späth Stammtorhüter in der 2. Mannschaft der Badener in der 3. Liga.

Der 18-jährige nutzte das große Verletzungspech der Löwen auf der Torhüterposition in der laufenden Saison und machte bei seinen bisherigen Einsätzen mit starken Leistungen auf sich aufmerksam und zog dabei auch das Interesse von anderen Clubs auf sich.
„David hat bei seinen Einsätzen in der Bundesliga und im Europapokal in dieser Saison gezeigt, was für ein großes Potenzial er hat. Wir wollen ihm in den kommenden Jahren die Möglichkeit geben, sich bei uns ohne Druck weiter zu entwickeln und sehen in ihm wieder einen Spieler aus unserem Nachwuchs, der es langfristig in die Bundesliga schaffen kann. David ist ein weiterer Spieler, der für unsere ausgezeichnete Nachwuchsarbeit steht“, so Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen.

„Das große Verletzungspech der Löwen-Torhüter in dieser Saison war meine persönliche Chance. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen um Trainer Martin Schwalb, dass sie mir in dieser schwierigen Phase das Vertrauen geschenkt haben und auch in Zukunft weiter auf mich setzen. Mit Andreas Palicka und Mikael Appelgren habe ich das große Glück, mit zwei der besten Torhüter der Welt trainieren zu dürfen. Ich möchte von beiden so viel lernen wie möglich und wenn ich die Chance zu Einsätzen im Profikader bekomme, möchte ich auch meinen Teil für den Erfolg des Teams beisteuern. Es macht mich sehr stolz, diese Möglichkeit bei den Löwen neben den regelmäßigen Einsätzen in der 3. Liga zu bekommen“, so Späth, der 2018 vom TuS Dansenberg ins Internat des Bundesligisten gewechselt war.

Pressemeldung: Rhein-Neckar-Löwen - Christopher Monz 

Rhein-Neckar Löwen – TSV GWD Minden 29:27

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Löwen wanken, kämpfen und siegen
Mit einem Zittersieg gegen GWD Minden haben die Rhein-Neckar Löwen zwei weitere wichtige Punkte in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga gesammelt. Nach dem hart erkämpften 29:27 am Samstagabend kommen die Löwen nach 22 von 38 Saisonspielen auf 32:12 Punkte und bleiben auf Kurs Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Matchwinner gegen starke Mindener waren Andy Schmid mit elf Toren, Andreas Palicka mit wichtigen Paraden sowie ein ausgebuffter Mait Patrail.

Obwohl der Start gelingt, Andreas Palicka pariert, Andy Schmid einen Siebenmeter zum 1:0 (2.) verwandelt, finden die Löwen nicht gerade optimal in die Partie. Das liegt zum einen an Minden, das seine Angriffe meistens auf den Punkt spielt und in der Abwehr sehr ordentlich agiert. Zum anderen kommen die Löwen vorne nicht wirklich in den Flow und hinten gerne einen Schritt zu spät. So trifft Julius Richtzenhain vom Kreis zum 1:1 (2.), gibt damit die Richtung vor: Dieses Spiel wird eine enge Kiste.

Eine Kiste, die aus Löwen-Sicht ein Andy Schmid in Gala-Form schaukelt. Das 1:2 durch Doruk Pehlivan gleicht wer aus? Andy Schmid (2:2, 5.). Das 2:3 durch Christoffer Rambo? Schmid (3:3, 6.)! Der Löwen-Spielmacher nutzt jede Gelegenheit, jeden freien Kubikzentimeter in der SAP Arena, um in den Abschluss zu gehen. Bei Minden reißt nun ebenfalls der Mittelmann das Spiel an sich. Juri Knorr, der im Sommer zu den Löwen wechselt, bringt die Grünen beim 3:4 erneut nach vorne (8.). Und ein zweiter Mindener wird zum echten Faktor.

Malte Semisch im GWD-Tor pariert beim Stand von 8:7 für die Löwen bereits den fünften Wurf auf seinen Kasten. Den kleinen Löwen-Lauf zum 10:7 nach Treffern von Jannik Kohlbacher und Albin Lagergren kann er nicht verhindern (17.). Danach jedoch hilft er dabei, schnell wieder in die Spur und beim 10:10 durch Knorr zum Ausgleich zu kommen (20.). Philipp Ahouansou, der neben Jerry Tollbring neu in die Startsieben gerückt war, hat in dieser Phase kein glückliches Händchen. Und auch die neu formierte Abwehr der Löwen, in der Jesper Nielsen und Mait Patrail im Innenblock u.a. neben Kohlbacher stehen, gerät vermehrt unter Druck.

Nach der neunten Parade des überragenden Semisch holt Christian Zeitz die Führung zurück zu den Mindenern, indem er das 13:14 aus Löwen-Sicht markiert (27.). In die Halbzeitpause geht es dank des neunten (!) Schmid-Treffers mit einem gerechten 14:14. Mittlerweile auf dem Feld: Nikolas Katsigiannis im Tor, Romain Lagarde auf halblinks, Ymir Örn Gislason in der Abwehr. Für Durchgang zwei jedoch wechselt Löwen-Trainer Schwalb noch einmal richtig durch, bringt Lukas Nilsson, Uwe Gensheimer und Mait Patrail zusammen mit Gislason im Innenblock.

Löwen wanken, kämpfen, siegen: Am Ende wird’s wieder ein Drama
Nilsson schlägt direkt ein, versenkt zum 15:14 und 16:14 (34.). Schmid findet Kohlbacher: 17:15 (36.). Gislason verteidigt auf der Spitze einer 5-1-Abwehr, stört klug die Mindener Rückraum-Kreise. Als er nach etwas härterem Foul für zwei Minuten auf die Bank muss, nutzt GWD das zum 17:17-Ausgleich (37.). Zeitz legt das 17:18 nach (38.). Dieses Spiel, das wird klarer und klarer, wird wieder nichts für schwache Nerven. Nach Schmids 18:18 trifft Minden doppelt, geht 18:20 nach vorne (40.). Patrail schafft den Anschluss – von ihm wird in der Schlussphase noch zu reden sein (19:20, 41.), in der die Löwen auf den siebten Feldspieler setzen. Mit Erfolg.

Ein Doppelschlag von Gensheimer und Kohlbacher (nach Pass von Patrail) bringt die Löwen wieder mit zwei Treffern in Front (23:21, 48.). Semischs 13. Parade veredelt Kevin Gulliksen zum 23:22 (49.). Minden lässt sich nicht abschütteln, Minden gibt alles, bleibt bis in die Crunchtime in Schlagdistanz. Nach Juri Knorrs 25:25 und Pehlivans 26:26 (55.) sind es die Schlitzohren Schmid und Patrail, die die Partie zusammen mit Andreas Palicka entscheiden.

Schmid macht das 27:26, sein elftes Tor (56.)! Palicka landet Parade acht. Seine neunte gegen Rambo ebnet dem 28:26 durch Patrail den Weg (59.). Nach Rambos 28:27 ist es wieder „The Beard“, der eiskalt vollstreckt – und mit dem 29:27 die Entscheidung zugunsten der Löwen bringt. Die fast noch wichtigere Frage: Wie geht es Patrick Groetzki? Der Rechtsaußen knickte durch Foul von Richtzenhain sehr schmerzhaft um, musste ausgewechselt werden. Diagnose folgt.

Rhein-Neckar Löwen – TSV GWD Minden 29:27 (14:14)
Löwen: Palicka, Katsigiannis (24.-30.), Späth – Schmid (11/6), Gensheimer (1), Kirkeløkke (3), Lagarde, Patrail (3), Tollbring (1), Ahouansou (1), Lagergren (1), Groetzki (1), Gislason (1), Nielsen, Nilsson (2), Kohlbacher (4)
Minden: Semisch, Lichtlein – Ritterbach, Richtzenhain (2), Zeitz (3), Rambo (2), Korte (3/2), Thiele, Janke, Schluroff (1), Padshyvalau, Strakeljahn, Knorr (7), Pehlivan (4), Staar, Gulliksen (5)
Spielfilm: 1:0, 1:1, 7:7, 10:7, 10:10, 14:14 (HZ), 16:14, 17:15, 17:17, 18:20, 20:20, 23:21, 24:23, 25:24, 27:26, 29:27 (ENDE)
Schiedsrichter: Fabian Baumgart / Sascha Wild

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

 

SGL verpflichtet Lars Röller

Lars Röller HBW Foto Thomas Schips Copy

Noch mehr Präsenz am Kreis für die SG Leutershausen
Es ist einiges los bei der SG Leutershausen in diesen Tagen. Da waren die Entscheidung an der Qualifikationsrunde zum DHB-Pokal teilzunehmen und der vorgezogene Trainerwechsel von Frank Schmitt zu Marc Nagel. Die Neuzugänge Lucas Bauer, Arne Ruf und Philipp Ulrich wurden vermeldet. Aber auch Abgänge wie Lukas Köder, Philipp Jaeger und die beiden Kreisläufer Manel Cirac sowie Lukas Wichmann. Schaut man auf die Anzahl und Positionen der Ab- und Zugänge fällt auf: Ein Kreisläufer fehlt - bis jetzt! Denn der Drittligist hat erneut positive Nachrichten in dieser ungewissen Zeit.

Kreisläufer Lars Röller wechselt von HBW Balingen-Weilstetten zur SG Leutershausen. “Lars ist ein Spieler, auf den wir uns freuen können. Durch seine Größe und Präsenz wird er kommende Runde sehr wichtig für uns”, erklärt Mark Wetzel. Der Sportliche Leiter der SGL hat mit Röller ordentlich Präsenz ins Team gebracht, denn: Der 22-Jährige ist 2,04 Meter groß. “Mein Körper und Abwehr sehe ich als meine großen Stärken”, beschreibt sich Röller. In Balingen wünscht man ihm nur das Beste, denn trotz der Größe und auf der Platte einschüchternden Präsenz, wird Röller ein toller Charakter nachgesagt. Ein lieber Kerl, der nun endlich ein sportliches Zuhause gefunden hat? Wetzel: “Es ist wichtig für Lars, dass er jetzt mal irgendwo ankommt. In den letzten Jahren spielte und trainierte er immer in zwei Mannschaften. Er ist jung, er braucht die Bindung zu seinem Team und das Vertrauen.”

Nach vier Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen, in denen er hauptsächlich in der Jugend und zweiten Mannschaft eingesetzt wurde, am Ende aber auch Bundesliga-Luft schnuppern durfte, ging es für Röller nach Balingen-Weilstetten. Dort wurde er auch in der zweiten Mannschaft eingesetzt, trainierte aber meist mit dem Bundesliga-Team. “Es klingt jetzt erstmal wie ein Rückschritt, wenn er zur SGL wechselt, nachdem er für die Löwen und Balingen gespielt hat. Aber ich denke, dass es eine Chance für ihn ist, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen”, sagt Wetzel. Röller soll Verantwortung übernehmen, aber gleichzeitig auch Zeit bekommen, sich zu entwickeln. Mit Marc Nagel habe er einen Trainer, “von dem er klare Vorgaben bekommt”, so Wetzel weiter. Dieses Ziel hat sich auch der sympathische Zwei-Meter-Mann gesetzt: “Ich möchte mich bei der SGL individuell weiterentwickeln und mit Team so gut es geht oben mitspielen.”

Dabei hofft er, wie alle beim Handball-Drittligisten auch, auf eine baldige Rückkehr der Zuschauer. Röller: “Dann wird die Halle bestimmt zum Hexenkessel.” Gespielt hat er gegen die SG Leutershausen nur in Testspielen, war aber beim Unentschieden im Oktober 2020 wegen einer Wadenzerrung nur als Zuschauer auf der Bank. Einen Bezug hat er bereits zu seinem neuen Team. “Ich habe damals bei Kronau mit Max Rolka zusammengespielt. Und Yannick Muth kenne ich aus der Rheinland-Pfalz-Auswahl”, so Röller, der in Sigmaringen BWL studiert. Für Röller bedeutet der Wechsel zur SGL nicht nur eine neue sportliche Heimat, sondern auch eine Rückkehr in seine ursprüngliche Heimat, da er aus Mutterstadt (Rheinland-Pfalz) kommt.

Zusammengefasst: Röller ist der zweite Neuzugang am Kreis, ist 22 Jahre alt und 2,04 Meter groß, spielte bislang immer in zwei Teams und war zuletzt zwei Jahre in Balingen-Weilstetten. Ab Sommer ist er ein Roter Teufel!

Pressemeldung: SG Leutershausen

Jesper Nielsen verlässt die Rhein-Neckar Löwen zum Saisonende

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Kreisläufer Jesper Nielsen wird die Rhein-Neckar Löwen nach dem Ablauf seines Vertrages im kommenden Sommer verlassen. Nach drei Jahren im Trikot der Löwen verabschiedet sich der 31-jährige aus der Bundesliga und wechselt nach Dänemark zu Aalborg Handbold, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat.

„Ich hatte, auch aufgrund meiner vielen Verletzungen, keine einfache Zeit bei den Rhein-Neckar Löwen. Bis zum Saisonende werde ich aber alles geben, damit wir diese Spielzeit noch bestmöglich abschließen werden. Dann freue ich mich ab Sommer auf Aalborg. Wir hatten gute Gespräche und ich komme zu einem sehr spannenden Projekt. Der Verein hat große Ambitionen für die Zukunft. Ich hoffe sehr, dass ich mich bis zu meinem Wechsel von unseren fantastischen Fans in der SAP Arena verabschieden kann, denn sie haben mich immer unterstützt“, so der 110-fache schwedische Nationalspieler, der im Sommer 2018 vom französischen Spitzenclub Paris St. Germain zu den Löwen gekommen war.

Pressemeldung: Rhein-Neckar Löwen GmbH

SC DHfK Leipzig – Rhein-Neckar Löwen 26:33

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Löwen finden Lust und Spielfreude wieder
Mit einer ziemlich kompletten Leistung haben sich die Rhein-Neckar Löwen am Sonntagnachmittag einen deutlichen Auswärtssieg beim SC DHfK Leipzig verdient. Nach 60 starken Minuten stand ein 33:26 (17:11) für die Mannheimer zu Buche. Andreas Palicka mit zwölf Paraden hinter einer hoch motivierten 6-0-Abwehr, dazu ein supervariabler Angriff mit blendend aufgelegten Außen, einem starken Duo Andy Schmid / Albin Lagergren sowie einem wie immer kaum zu haltenden Jannik Kohlbacher: So konnten die Löwen endlich wieder in allen Mannschaftsteilen überzeugen und zumindest zum Teil auch wieder ihre ganze spielerische Klasse demonstrieren.

Bis in die Haarspitzen motivierte Löwen legen los wie die Feuerwehr. Auf das 2:1 durch Maciej Gebala folgt eine Fünferserie, die früh eine deutliche Führung für die Gelben bringt. Ein nicht zu stoppender Andy Schmid, Albin Lagergren, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki per Gegenstoß sowie Jannik Kohlbacher bringen mit ihren Toren das 2:6 aus Gastgeber-Sicht. Leipzig leistet sich unheimlich viele leichte Abspielfehler – die Löwen nutzen diese eiskalt zu ihrem Vorteil.

Weil SC-Torwart Joel Birlehm seinen Vorderleuten zur Hilfe eilt, können die Löwen zunächst nicht weiter davonziehen. Auch bekommen sie einige Zeitstrafen für ihre sehr beherzte Abwehrarbeit aufgebrummt. So dauert es bis zur 19. Minute, ehe Kohlbacher mit dem 6:11 den Vorsprung auf fünf Treffer erhöht. Nach der ersten Auszeit von André Haber kämpfen sich die Leipziger auf drei Tore heran (9:12, 22.).

Jetzt legt Martin Schwalb die grüne Karte auf den Zeitnehmer-Tisch, steuert gegen – und hat damit Erfolg. Bis zur Pausensirene bauen seine Männer den Vorsprung auf 11:17 und damit auf sechs Tore aus. Imposant, wie schnell die Löwen umschalten und wie konsequent sie jede Lücke in der Leipzig-Deckung ausnutzen. Andreas Palicka liefert einen weiteren Schub, als er zwischen der 24. und 26. Minute vier Paraden in Folge landet. Am Ende von Durchgang eins hat er acht Paraden auf dem Konto und gehört mit Andy Schmid und Albin Lagergren im Angriff sowie der kompletten 6-0-Abwehr zu den Erfolgsfaktoren der Löwen bis dahin.

Löwen finden Lust und Spielfreude wieder – und lassen nichts mehr anbrennen
Lagergren bedient Kohlbacher zweimal nach der Pause: Beim 12:19 sind die Löwen auch in Hälfte zwei perfekt angekommen (34.). Leipzig kämpft. Mit drei Treffern in Folge sind sie beim 15:19 wieder auf vier Tore dran (38.). Andy Schmid mit seinem fünften Tor leitet den Gegentrend ein, erhöht wieder auf 15:20 (39.). Gensheimer mit einem Gewaltwurf aus knapp zehn Metern im Gegenstoß macht das 16:22 (42.). Schmid sieht den eingelaufenen Groetzki: 17:23 (43.). So lassen die Löwen in der Leipziger Arena gar nichts mehr anbrennen.

Zumal Palicka beim nächsten Angriff eine Monster-Parade gegen Gregor Remke, Gensheimer im Gegenzug aus unmöglichem Winkel einen Zauber-Dreher auspackt: 17:24 (45.). Die Löwen machen wieder richtig Spaß, holen sich mit jeder Aktion die zuletzt verlorene Spielfreude zurück. Jetzt dreht Patrick Groetzki auf, macht das 18:25 (47.), das 22:28 (51.) und das 22:29 (52.) – letzteres ist sein siebter Treffer – und die Vorentscheidung. Am Ende feiern die Löwen einen genauso verdienten wie wichtigen Sieg, die Revanche für das 23:28 im Hinspiel und zumindest zum Teil auch eine spielerische Befreiung im Vergleich zu den Vorwochen.

SC DHfK Leipzig – Rhein-Neckar Löwen 26:33 (11:17)
Leipzig: Saeveraas (ab 50.), Birlehm – Wiesmach (3), Witzke (1), Krzikalla (3/2), Meyer-Siebert (3), Binder, Pieczkowski (3), Roscheck, Weber (4), Mamic, Remke (5), Gebala (3), Milosevic, Esche (1), Leun
Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth – Schmid (5), Gensheimer (8/2), Kirkeløkke (1), Lagarde (1), Patrail, Tollbring, Ahouansou, Lagergren (5), Groetzki (7), Gislason, Nielsen, Nilsson (1), Kohlbacher (5)
Spielfilm: 1:0, 2:1, 2:6, 4:6, 4:7, 6:8, 6:11, 9:12, 9:16, 11:17 (HZ), 11:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:22, 17:24, 18:25, 19:25, 20:26, 22:29, 24:31, 24:33, 26:33 (ENDE)

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de