Mit einem eindrucksvollen Vortrag über die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und die Folgen des Krieges in der Ukraine hat Pfarrer Andriy Chmyr die Besucher im Mannheimer Kolpinghaus tief bewegt. Der Abend verband Information, persönliche Einblicke und gelebte Solidarität.
Zu einem gleichermaßen informativen wie bewegenden Vortragsabend hatte die Kolpingsfamilie Mannheim-Zentral kürzlich in das Mannheimer Kolpinghaus eingeladen. Als Referent konnte Pfarrer Andriy Chmyr gewonnen werden, der als Seelsorger des Apostolischen Exarchats für die ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Nordbaden tätig ist und insbesondere die Gemeinden in Mannheim und Heidelberg betreut. Darüber hinaus engagiert er sich intensiv in der Flüchtlingsseelsorge.
In seinem multimedial unterstützten Vortrag vermittelte Chmyr den Gästen einen umfassenden Einblick in Geschichte, Spiritualität und Traditionen der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Anschaulich erläuterte er die besondere Stellung dieser katholischen Ostkirche, die den byzantinischen Ritus bewahrt und zugleich in voller Gemeinschaft mit dem Papst in Rom steht.
Kirche als Stütze in Zeiten des Krieges
Besonders eindringlich schilderte der Geistliche die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Dabei berichtete er aus erster Hand von den Herausforderungen, denen sich die Kirche im humanitären und seelsorgerischen Bereich gegenübersieht.
Seine Ausführungen machten deutlich, welche zentrale Rolle die Gemeinden bei der Unterstützung von Geflüchteten und der Versorgung notleidender Menschen spielen. In vielen Regionen seien Kirchen zu wichtigen Anlaufstellen geworden, die Hilfe, Orientierung und Hoffnung bieten.
Lebhafte Diskussion im Anschluss
Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Besucher die Gelegenheit zu einer ausführlichen Fragerunde. Zahlreiche Wortmeldungen und fundierte Nachfragen verdeutlichten das große Interesse am Thema.
Auch wenn sich die Veranstalter eine noch größere Resonanz gewünscht hätten, entwickelte sich ein intensiver Austausch, der die gesellschaftliche Bedeutung des Themas unterstrich.
Spenden für die Ukraine-Hilfe
Zum Abschluss des Abends überreichte Sebastian Fuhrmann im Namen der Kolpingsfamilie Mannheim-Zentral ein Weinpräsent an Pfarrer Chmyr. Darüber hinaus wurde das Ergebnis einer spontanen Spendensammlung übergeben.
Die gesammelten Mittel kommen vollständig der Ukraine-Hilfe der ukrainischen Kirche zugute und sollen die humanitäre Arbeit sowohl in der Ukraine als auch bei der Unterstützung von Geflüchteten in Deutschland fördern.
Interesse am Kolping-Klimamobil
Bei einer gemütlichen Abschlussrunde stellte Andreas Kossmann von der Kolpingsfamilie Rheinbrohl das Kolping-Klimamobil vor. Das Projekt stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse, zumal das Klimamobil in den vergangenen vier Jahren noch nicht in Mannheim Station gemacht hatte.
Spontan lud Sebastian Fuhrmann den Projektmitarbeiter zu einem Rundgang durch das Kolpinghaus ein. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen rund um die Themen Kolping, Jugend und Wohnen vorgestellt. Nach einem Umbruch sei bereits vieles erreicht worden, gleichzeitig gebe es weiterhin zahlreiche Aufgaben für die Zukunft.
Bildnachweis: Das zur Veranstaltung veröffentlichte Selfie stammt von Sebastian Fuhrmann. Die Spendensammlung des Abends kommt vollständig der Ukraine-Hilfe der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche zugute.