Manipulierte Kontrollen im AKW Philippsburg:

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Pressemitteilung von Stefan Rebmann MdB

Manipulierte Kontrollen im AKW Philippsburg:

Hitschler und Rebmann fordern lückenlose Aufklärung

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann aus Mannheim und Thomas Hitschler aus der Südpfalz fordern eine lückenlose Aufklärung des Geschehens rund um die manipulierten Kontrollen im Kernkraftwerk Philippsburg. Die beiden Sozialdemokraten schließen sich der Forderung nach einer Meldepflicht für vorgetäuschte Kontrollen an und wollen sich in dieser Sache an das Bundesumweltministerium wenden.

„Ein Störfall in Philippsburg beträfe die gesamte Rhein-Neckar-Region und die Südpfalz. Das Misstrauen der Menschen in diese hochgefährlichen Dinosaurier wächst durch solche Vorfälle immer weiter“, warnen Rebmann und Hitschler. „Jetzt braucht es einerseits Transparenz und Aufklärung. Andererseits müssen die Prüfverfahren selbst auf den Prüfstand um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.“

Die Abgeordneten erinnern, dass das Werk nach den Plänen des rot-grünen Atomausstiegs spätestens 2017 vom Netz gegangen wäre. Schwarz-Gelb habe diesen Konsens jedoch aufgekündigt. Nach dem Reaktorunglück von Fukushima wurde Block 1 des AKW Philippsburg vom Netz genommen, während für Block 2 das Ende nun 2019 erreicht sein soll. „Wir würden ein Abschalten der Atommeiler lieber heute als morgen sehen“, resümieren Hitschler und Rebmann.

Hitschler zeigt sich froh, dass Rheinland-Pfalz das AKW Mühlheim-Kärlich Ende der 1980er frühzeitig vom Netz genommen hatte und sich auf keine weiteren Experimente mit der Hochrisikotechnologie eingelassen habe: „Leider kennt radioaktive Strahlung keine Grenzen. Das potentielle Risiko der Kernkraftwerke im französischen und badischen Grenzgebiet betrifft also auch uns. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Sicherheitsvorkehrungen durch Manipulation oder Vertuschung wie in Cattenom oder jetzt in Philippsburg beeinträchtigt werden.“