Bruchsal: 49-Jähriger nach Großeinsatz festgenommen – Verdacht auf Tötungsdelikt
Ein Großeinsatz in Bruchsal endete am Montagabend mit der Festnahme eines 49-Jährigen. In seiner Wohnung fanden die Einsatzkräfte einen verstorbenen Mitbewohner – die Ermittler prüfen nun ein mögliches Tötungsdelikt.
Großeinsatz nach lauten Schreien in Sozialwohnung
Laut gemeinsamer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe begann der Einsatz am Montag gegen 14:40 Uhr, nachdem Zeugen Schreie und laute Geräusche aus einer Sozialwohnung in der Hildastraße in Bruchsal wahrgenommen hatten. Ein Mitarbeiter eines Sozialverbandes versuchte zunächst, Kontakt zu einem 49-jährigen deutschen Staatsangehörigen aufzunehmen – erfolglos. Da Hinweise auf Waffen oder gefährliche Gegenstände vorlagen, wurde die Polizei alarmiert.
Festnahme durch Spezialeinsatzkräfte
Auch die eintreffenden Polizeikräfte konnten den Mann nicht erreichen. Gegen 18:15 Uhr drangen Spezialeinsatzkräfte in die Wohnung ein und nahmen den 49-Jährigen fest. Dabei erlitt er leichte Verletzungen und befindet sich nun in polizeilicher Obhut.
Mitbewohner tot aufgefunden – Verdacht auf Tötungsdelikt
Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung stießen die Beamten auf den leblosen Körper eines 61-jährigen Mitbewohners. Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es Verdachtsmomente, die auf ein Tötungsdelikt hindeuten. Die Hintergründe sind noch unklar.
Weitere Schritte der Ermittlungsbehörden
Der Festgenommene soll im Laufe des Dienstages einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Bruchsal vorgeführt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wird über eine einstweilige Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung entschieden.
Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die weitere Beobachtungen im Umfeld der Hildastraße gemacht haben, sich zu melden.