Karlsruhe: Polizeibeamter bei Abschiebemaßnahme verletzt – Widerstand vor Revier in Waldstadt
Am Montagmorgen kam es vor dem Polizeirevier Karlsruhe-Waldstadt zu tumultartigen Szenen. Angehörige einer 20-Jährigen versuchten offenbar, deren Abschiebung zu verhindern. Ein Beamter wurde verletzt.
Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe am 17.02.2026 um 08:22 Uhr mitteilte, ereigneten sich die Vorfälle am Montagmorgen im Zusammenhang mit einer geplanten Abschiebemaßnahme. Eine 20-jährige afghanische Staatsangehörige war zur Vorbereitung weiterer Schritte im Abschiebeverfahren des Regierungspräsidiums Karlsruhe zum Polizeirevier Karlsruhe-Waldstadt gebracht worden.
Gegen 07:50 Uhr erschienen nach bisherigen Erkenntnissen mehrere Familienangehörige am Revier. Offenbar mit dem Ziel, die Maßnahme zu verhindern. In diesem Zusammenhang gelang der 20-Jährigen zunächst die Flucht aus dem Dienstgebäude. Polizeibeamte nahmen umgehend die Verfolgung auf und konnten die Frau in der Königsberger Straße einholen und wieder festhalten.
Beamter nach Angriff dienstunfähig
Im weiteren Verlauf kam es laut Polizei zu massiven Störungen der polizeilichen Maßnahmen. Mehrere Familienangehörige beleidigten die Einsatzkräfte und leisteten teils erheblichen Widerstand. Ein 23-Jähriger sowie dessen 17-jähriger Bruder sollen die Beamten tätlich angegriffen haben.
Ein Polizeibeamter zog sich dabei Verletzungen am Bein zu. Er konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Erst nachdem weitere Streifenwagenbesatzungen hinzugezogen wurden, gelang es, die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Die 20-Jährige wurde im Anschluss abgeschoben.
Mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet
Gegen die beteiligten Personen leitete die Polizei Ermittlungsverfahren unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands und Beleidigung ein. Die Ermittlungen dauern an.