Karlsruhe: Polizei warnt vor Betrug bei Online-Reisebuchungen
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Karlsruhe: Polizei warnt vor Betrug bei Online-Reisebuchungen

Karlsruhe: Polizei warnt vor Betrug bei Online-Reisebuchungen

Mit Beginn der Urlaubssaison häufen sich betrügerische Angebote für Ferienunterkünfte im Internet. Die Polizei Karlsruhe gibt konkrete Hinweise für sichere Buchungen.

Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe am 27. Februar 2026 um 10.15 Uhr mitteilte, nutzen Kriminelle die hohe Nachfrage nach Pauschalreisen, Cluburlauben und Ferienhäusern gezielt für Betrugsmaschen im Internet. Frühbucherrabatte, schnell wechselnde Preise und vermeintlich knappe Verfügbarkeiten setzen Interessierte unter Zeitdruck – ein Nährboden für vorschnelle Entscheidungen.

Besonders häufig inserieren Täter Ferienimmobilien in beliebten Urlaubsorten, die tatsächlich nicht existieren. Nach der Buchung verlangen sie die vollständige Zahlung im Voraus. Bei der Anreise stehen Betroffene dann vor verschlossenen Türen. Das überwiesene Geld ist in vielen Fällen verloren.

Worauf bei der Online-Buchung zu achten ist

Auffällig niedriger Preis: Liegt ein Angebot deutlich unter dem ortsüblichen Niveau, ist Vorsicht geboten. Vergleichen Sie Preise für ähnliche Unterkünfte am gleichen Ort und im selben Zeitraum.

Fehlendes oder widersprüchliches Impressum: Fehlen Angaben zu Firmensitz, verantwortlicher Person oder steuerlichen Daten, sollte von einer Buchung Abstand genommen werden. Auch Impressumsangaben können gefälscht sein und sollten überprüft werden.

Gefälschte Bilder: Fotos können kopiert oder mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt worden sein. Eine umgekehrte Bildersuche im Internet kann Hinweise auf Mehrfachverwendungen liefern.

Erreichbarkeit prüfen: Erfolgt die Kommunikation ausschließlich per E-Mail oder Messenger und fehlt eine nachvollziehbare Telefonnummer, spricht dies gegen die Seriosität des Anbieters.

Sichere Zahlungswege wählen: Besteht der Anbieter ausschließlich auf Vorkasse per Überweisung oder Bargeldtransferdienste, ist Vorsicht geboten. Gesicherte Zahlungsarten wie Lastschrift oder Kreditkarte ermöglichen im Ernstfall Rückbuchungen.

Verschlüsselte Verbindung nutzen: Persönliche Daten sollten nur über gesicherte Internetverbindungen mit https in der Adresszeile eingegeben werden.

Umgang mit Ausweiskopien: Prüfen Sie kritisch, ob die Übermittlung von Ausweiskopien oder sensiblen Bankdaten tatsächlich erforderlich ist. Solche Daten können für weitere Straftaten missbraucht werden.

Wer einen Betrug vermutet oder bereits geschädigt wurde, sollte umgehend den Betreiber des Buchungsportals informieren, die Bank oder den Zahlungsdienstleister kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Weitere Informationen zum Thema Betrug im Internet finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Servicehinweis: Nehmen Sie sich Zeit für die Prüfung von Reiseangeboten. Seriöse Anbieter drängen nicht zu sofortigen Zahlungen und stellen transparente Kontakt- und Unternehmensdaten bereit.