Heidelberg: Japanisches Flair im Palais Prinz Carl – Stories feiert fernöstliche Kochkunst
Ab Februar 2026 verwandelt sich das Palais Prinz Carl in eine Bühne für japanisch inspirierte Haute Cuisine. Das Pop-up-Restaurant Stories verbindet Historie, Erzählkunst und Spitzenküche mit einem Menü von Zwei-Sterne-Koch Benjamin Peifer.
Kaum ein Ort in Heidelberg vereint so viel Geschichte und repräsentative Pracht wie das Palais Prinz Carl. Über Jahrzehnte hinweg war das barocke Gebäude in der Altstadt Schauplatz bedeutender Empfänge und hochrangiger Besuche – von Kaiser Wilhelm I. bis Kaiserin Elisabeth. Ab Februar 2026 erlebt das Palais jedoch eine der ungewöhnlichsten Transformationen seiner Geschichte: An rund 50 Abenden wird es zur Kulisse japanischer Kochkunst und fernöstlicher Atmosphäre.
Mit dem siebten Kapitel ihres Pop-up-Konzepts Stories schlägt die Heidelberger Bliss Group ein neues, bewusst kontrastreiches Kapitel auf. Bis Mai 2026 zieht das temporäre Restaurant in das historische Palais ein und knüpft damit an frühere, ebenso außergewöhnliche Spielorte an – zuletzt etwa an das leerstehende Gebäude des Springer Verlags.
Omakase als Leitidee – Vertrauen als Genussprinzip
Inhaltlich lässt sich Stories VII von Japan und insbesondere vom Omakase-Gedanken inspirieren. Omakase – übersetzt „Ich überlasse es Ihnen“ – beschreibt eine japanische Menüform, bei der Gäste dem Küchenchef die vollständige Auswahl der Speisen anvertrauen. Dieses Prinzip des Vertrauens bildet den erzählerischen und kulinarischen Kern des neuen Pop-ups.
Für die Umsetzung konnte die Bliss Group einen der profiliertesten Köche des Landes gewinnen: Benjamin Peifer. Der 38-Jährige aus Speyer wurde vom Gault&Millau 2025 zum Koch des Jahres gekürt und führt im Restaurant intense in Wachenheim zwei Michelin-Sterne. Die japanische Küche gilt für Peifer seit Jahren als zentraler Inspirationsquell – weniger als reine Stilkopie, vielmehr als Haltung und handwerkliche Philosophie.
Japanisch gedacht, europäisch interpretiert
Im Rahmen von Stories VII entwickelt Peifer ein Menü von bis zu 17 Gängen, in dem sich regionale Produkte mit japanischen Techniken, Aromen und Denkweisen verbinden. Ziel sei es, wie er selbst sagt, die intensive Leichtigkeit der japanischen Küche erlebbar zu machen. Die Gerichte blieben nahe an der Tradition, erhielten aber bewusst eine moderne, europäische Handschrift.
Gemeinsam mit dem Küchenteam der Bliss Group unter der Leitung von Sven Günther entsteht ein 5-Gänge-Menü-Plus, das japanisch gedacht und europäisch interpretiert ist. Für Peifer ist dabei auch der Ort selbst Teil des Konzepts. Ein ehrwürdiges Gebäude wie das Palais in ein völlig neues Licht zu rücken,