„Schulmodernisierung ist unsere wichtigste Aufgabe im Hochbaubereich“

Philipp Rothe - Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besichtigte den Umbau der Marie-Marcks-Schule in Bergheim. Im 1908 erbauten Gebäude werden vor allem die Klassenräume modernisiert. Das Foto zeigt (v.l.): Hausmeister Gernot Langer, Schulleiterin Stefanie Srivastava, Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Simone Thiele vom Gebäudemanagement, Stephan Brühl, Leiter des Amtes für Schule und Bildung, und Architekt Stefan Kornwinkel in einem Klassenzimmer.
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Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besuchte die Baustelle Marie-Marcks-Schule

 

Die Marie-Marcks-Schule ist derzeit in Teilbereichen Baustelle. In den letzten Jahren hat sie sich von einer Förderschule zum sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen entwickelt. Die beiden ehemaligen Förderschulen Robert-Koch-Schule in Kirchheim und die ehemalige Käthe-Kollwitz-Schule in Bergheim wurden unter dem neuen Namen Marie-Marcks-Schule sukzessive zusammengelegt. Grund dafür waren abnehmende Schülerzahlen. Denn durch die schulgesetzlichen Regelungen zur Inklusion können Kinder mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Förderangebot wahlweise auch eine allgemeine Schule besuchen.

Zum Januar 2018 wird die Zusammenlegung endgültig abgeschlossen sein. 109 Schülerinnen und Schüler gehen dann dort zur Schule. Um für sie beste Bedingungen zu schaffen, wird derzeit umgebaut. Seit Beginn der Sommerferien modernisiert das Gebäudemanagement dort die Räumlichkeiten. Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck informierte sich am Dienstag, 8. August 2017, vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten. „Die Schulerneuerung und -modernisierung ist unsere wichtigste Aufgabe im Hochbaubereich. Denn unser Ziel ist es, optimale Bedingungen für den Lernerfolg der Kinder zu schaffen“, sagte Odszuck.

Bislang befand sich die Grundstufe der Marie-Marcks-Schule von der Eingangsklasse bis Klasse 6 in Bergheim. Am zweiten Standort der Schule in Kirchheim waren die Schüler ab Klasse 7 bis 9 untergebracht. Bevor die beiden Schulstandorte endgültig zusammengelegt werden können, werden in der Marie-Marcks-Schule in Bergheim verschiedene Räume den neuen Bedürfnissen entsprechend angepasst, beziehungsweise baulich erneuert. Das Gebäudemanagement saniert Klassenräume, erneuert die Elektroinstallation und stattet die Decken mit Akustiksystemen aus. Dafür investiert die Stadt insgesamt rund 533.000 Euro. Die Maßnahmengenehmigung hatte der Gemeinderat im Mai 2017 erteilt.

Was wird gemacht?

Im Untergeschoss werden der Werkraum sowie der bestehende Maschinenraum so umgebaut, dass auch die Geräte der ehemaligen Robert-Koch-Schule genutzt werden können. Ein weiterer Kellerraum soll künftig zusätzlich als Werkzeugraum genutzt werden. Hierzu muss insbesondere die elektrische Installation erneuert werden.

Im Erdgeschoss werden drei Klassenräume komplett erneuert. Zudem werden die Nutzungen von Rektorat und Sekretariat getauscht, um auch für die stellvertretende Schulleitung einen Arbeitsplatz bereitzustellen. Im ersten Obergeschoss wird Raum 17 zum Lehrerzimmer umgebaut, im zweiten Obergeschoss werden die Räume 24a und 26 erneuert. Auch die Beleuchtung und die Elektroinstallation in diesen Räumen sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Die Wand- und Bodenbeläge werden überarbeitet. Für die Decken sind Akustiksysteme vorgesehen.

Die Arbeiten werden voraussichtlich im November 2017 abgeschlossen sein, so dass die Schulstandorte im zweiten Schulhalbjahr, Anfang 2018, in der Marie-Marcks-Schule zum neuen SBBZ zusammengeführt werden können. Die freiwerdenden Schulräume der ehemaligen Robert-Koch-Schule in Kirchheim werden dann ebenfalls Anfang 2018 von der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule genutzt werden können.

 

Hintergrund:

Modernisierung von Schulen

Die Stadt Heidelberg investiert seit Jahren viel Geld für die Modernisierung und strukturelle Verbesserung von Schulen – von 2007 bis heute insgesamt rund 190 Millionen Euro. Daneben wendet sie 48 Millionen Euro pro Jahr für den laufenden Schulbetrieb auf. An den Heidelberger Schulen werden derzeit mehr als 22.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Für nicht im Doppelhaushalt abgebildete Baumaßnahmen in den Jahren 2017/2018 hat der Gemeinderat zusätzliche Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Hiervon wird auch der jetzige Umbau der Marie-Marcks-Schule finanziert: Die Gesamtkosten betragen rund 533.000 Euro.

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ)

Weil bereits seit Jahren mehr Kinder mit Förderschwerpunkt „Lernen“ den Unterricht an allgemeinen Schulen besuchen, waren die Schülerzahlen in den ehemaligen Sonderschulen rückläufig. Gleichzeitig hat sich das Aufgabenspektrum der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) weiterentwickelt, beispielsweise im Bereich der Diagnostik und Gutachtenerstellung sowie durch inklusive Unterrichtssettings, die sonderpädagogisch unterstützt werden.

 

Ergänzend: www.heidelberg.de >Entwickeln > Weitere Bauprojekte >Schulsanierung