BUGA23: Staudenbeete veredeln die Wege


Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter hat das Konzept für die Staudenbeete entwickelt
 Zukunftsweisendes Pflanzkonzept
 Insgesamt 3750 Pflanzen
 Rosa, blaue und gelbe Wege

Auf dem Spinelli-Gelände bleiben einige der vorhandenen Wege bestehen. Die etwa zehn Meter breiten Wege wurden in der Mitte aufgebrochen, um dort Staudenbeete anzulegen. Sie sollen auch nach der Bundesgartenschau bleiben. Die Weinheimer Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter hat hierfür ein Konzept entwickelt.
Seit Mitte April werden auf den Gartenschaugelände im Spinelli-Park die Staudenbeete angelegt. Pflanzen, die hier gedeihen, sollten einiges aushalten können. Bettina Jaugstetter erzählt, dass sie stressresiliente und trockenheitsverträgliche Stauden ausgewählt hat. Dazu zählen beispielsweise Wermutarten, Schafgarbe und verschieden Wolfsmilcharten. Je grauer das Blatt, desto unempfindlicher sind die Pflanzen. Zum Pflanzkonzept gehört aber auch, dass Wildbienen und andere Insekten in den Staudenbeeten einen gedeckten Tisch vorfinden. Hierfür ist beispielsweise die Königskerze geeignet, eine hübsche, gelbblühende Pflanze, die zu den Korbblütlern gehört. Weil sie gelb ist, wird sie auf dem gelben Weg gesetzt. Etwa 1750 Pflanzen werden auf dieser Achse gepflanzt. Insgesamt werden 435 Meter Wege mit Stauden verschönt. In den drei Farbmodulen werden rund 3750 Pflanzen für standortgerechte Pflanzenpracht sorgen. Auf den anderen beiden Wegen überwiegen die Farben Rosa und Blau. Bettina Jaugstetter ist als Landschaftsarchitektin Fachfrau für Stadtraumbegrünung und hat ein Pflanzkonzept entwickelt, dass auch das Auge erfreut. Wichtig sind dabei die gerüstbildenden Pflanzen. Vertikales Element sind im gelben Band die Königskerzen, ergänzt durch Schafgarbe, Bartiris, Katzenminze, und Astern. Bodendecker füllen die Beete auf, im Herbst werden noch Blumenzwiebeln gesteckt. Bettina Jaugstetter will hier ein Wildtulpensortiment einpflanzen. Das standortgerechte Pflanzkonzept erfüllt dann mehrere Anforderungen, es ist dem zunehmend wärmeren und trockeneren Klima angepasst, Insekten finden Nahrung, es ist wunderschön anzuschauen und kann ohne viel Pflegeaufwand auch nach der Bundesgartenschau den künftigen Klimapark verschönern.

BUGA 23
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Dipl. Ing. Bettina Jaugstetter und BUGA 23-Projektleiterin Fabienne Willmann. Bild: BUGA 23