Mannheim: Zwei Tatverdächtige wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Untersuchungshaft

Mannheim: Zwei Tatverdächtige wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Untersuchungshaft

Mannheim: Zwei Tatverdächtige wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Untersuchungshaft

Ermittler haben eine mutmaßliche Betrügerbande zerschlagen. Zwei der vier Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft, zwei weitere bleiben vorerst auf freiem Fuß.

Wie Staatsanwaltschaft Mannheim und Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mitteilen, hat das Amtsgericht Mannheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen vier Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erlassen. Ihnen wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug in einem Fall sowie versuchter gewerbsmäßiger Bandenbetrug in drei weiteren Fällen vorgeworfen, davon ein Fall in Tateinheit mit Diebstahl.

Den Tatverdächtigen, einem Deutschen, einem Deutsch-Türken, einem Deutsch-Libanesen sowie einem Serben, wird zur Last gelegt, spätestens im Oktober 2025 den Entschluss gefasst zu haben, in fester Struktur und arbeitsteilig nach dem Modus des sogenannten falschen Bankmitarbeiters vorzugehen. Ziel der Masche war es, von überwiegend betagten Personen Bargeld zu erlangen.

Betrugsmasche mit EC-Karte und PIN

Nach bisherigen Erkenntnissen soll jeweils ein Tatverdächtiger telefonisch Kontakt mit den Geschädigten aufgenommen und sich als Bankmitarbeiter ausgegeben haben. Unter dem Vorwand angeblich unberechtigter Abbuchungen wurden die Angerufenen aufgefordert, ihre EC-Karte samt PIN einem angeblichen IT-Mitarbeiter zu übergeben, der an der Wohnanschrift erschien.

In den bislang bekannten vier Fällen in Mannheim, Heddesheim und Heidelberg gelang es der Gruppierung in einem Fall, mit einer übergebenen EC-Karte 1.000 Euro an einem Geldautomaten abzuheben. In einem weiteren Fall schöpfte eine Geschädigte rechtzeitig Misstrauen, sodass es nicht zur Übergabe der Bankkarte kam. In einem dritten Fall verhinderten aufmerksame Zeugen den Einsatz der Karte. Ein weiterer Geschädigter verfügte nach Angaben der Ermittler über keine Bankkarten in seiner Wohnung, woraufhin die Tatverdächtigen dessen Geldbörse mit 50 Euro Bargeld entwendeten.

Festnahme in Heddesheim

Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim führten am 8. Januar 2026 zur Lokalisierung und Festnahme der Tätergruppierung in Heddesheim.

Am 9. Januar 2026 wurden alle vier Tatverdächtigen dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs sowie des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.

Zwei Haftbefehle außer Vollzug

Nach der Vorführung wurden zwei der Haftbefehle in Vollzug gesetzt. Die beiden Tatverdächtigen wurden anschließend in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Haftbefehle gegen die beiden heranwachsenden Tatverdächtigen im Alter von 18 und 20 Jahren wurden hingegen außer Vollzug gesetzt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.