Mannheim/Heidelberg: Busbetrieb der rnv stabilisiert sich nach technischen Problemen
Nach zahlreichen Fahrtausfällen auf Buslinien im rnv-Gebiet, insbesondere in Heidelberg, läuft der Betrieb derzeit wieder weitgehend stabil.
Wie die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH mitteilt, entspannt sich die betriebliche Situation auf den Buslinien aktuell. In den vergangenen Tagen war es vor allem im Heidelberger Verkehrsgebiet zu umfangreichen Fahrtausfällen auf nahezu allen Buslinien gekommen. Der Betrieb habe sich inzwischen wieder stabilisiert.
Ursache der Ausfälle waren nach Angaben des Unternehmens verschiedene technische Störungen an Bussen mit Wasserstoffbrennstoffzelle. Diese Probleme konnten bislang durch den Hersteller Daimler Buses noch nicht abschließend behoben werden. Um die Situation zu entschärfen, griff die rnv auf Busse von Subunternehmern zurück und mietete zusätzlich kurzfristig Fahrzeuge anderer regionaler Busunternehmen an.
Nach Einschätzung der rnv tragen diese zusätzlichen Fahrzeuge maßgeblich zur aktuellen Entlastung bei. Einschränkungen bestehen jedoch weiterhin, da die angemieteten Busse in der Regel nicht über die rnv-eigene Kommunikationstechnik verfügen. Dies kann zu fehlenden Durchsagen im Fahrzeug sowie zu einer eingeschränkten Anzeige der Fahrten in den Fahrgastinformationssystemen führen.
Verbesserungen bei Wasserstoffbussen
Auch die Verfügbarkeit der Wasserstoffbusse habe sich zuletzt verbessert. Kältebedingte Schäden an Kompressoren konnten größtenteils instand gesetzt werden. Zusätzlich werden die Fahrzeuge nachts vorgewärmt, um erneuten Schäden vorzubeugen. Diese Maßnahmen stellen nach Angaben der rnv jedoch eine Übergangslösung dar, bis eine technische Nachrüstung durch den Hersteller erfolgt.
Darüber hinaus gab es laut Unternehmen auch bei weiteren technischen Fehlern zuletzt positive Entwicklungen. Daimler Buses habe Lösungen für zusätzliche Störungen erarbeitet und in den vergangenen Tagen bei zahlreichen Fahrzeugen ein Softwareupdate aufgespielt.
Dieses Update sorge derzeit für eine spürbare Verbesserung der Zuverlässigkeit. Während zeitweise mehr als zwei Drittel der insgesamt 48 Busse mit Wasserstoff-Rangeextender außer Betrieb gewesen seien, befinde sich aktuell der Großteil der Fahrzeuge wieder im Einsatz. In den kommenden Tagen sollen alle Busse mit der neuen Software ausgestattet werden.
Ob die Probleme dauerhaft behoben sind, müsse sich in den nächsten Tagen zeigen. Nach Angaben der rnv sei die Situation zuletzt sowohl für Fahrgäste als auch für das Personal kaum tragbar gewesen. Entsprechend hoffe man, dass der Busbetrieb nun wieder störungsfrei aufrechterhalten werden kann.