ÖPNV-Infrastruktur

EBM Specht und MVV Geschäftsführung überzeugen sich vom Fortgang der Arbeiten in Seckenheim und der Friedrich-Ebert-Straße

Die Arbeiten sind im Zeit- und Kostenrahmen, Einschränkungen enden voraussichtlich planmäßg mit Ende der Sommerferien.
 
Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur sind wichtig, um die Lebensqualität in Ballungsräumen wie der Metropolregion Rhein-Neckar zu erhalten und weiter zu verbessern. Neue Stadtbahnstrecken, einladend gestaltete, barrierefreie Haltestellen, moderne Niederflurfahrzeuge sowie die stete Modernisierung sicherheitsrelevanter Einrichtungen sind wesentliche Bausteine eines leistungsfähigen und reibungslos funktionierenden Nahverkehrs. Die Rhein-Neckar Verkehr GmbH (rnv) und die Stadt Mannheim haben sich hohe Ziele gesetzt, deren Umsetzung nun bei den derzeit wichtigsten Teilmaßnahmen, der Herstellung des Anschlusses zur Stadtbahn Mannheim Nord und dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen in Seckenheim verbunden mit einer umfassenden Erneuerung der Ortsdurchfahrt, in die Endphase geht.
 
Bei einer Baustellenbereisung überzeugten sich heute Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim und ÖPNV-Dezernent, sowie der Geschäftsführer der MVV, Marcus Geithe, vom Fortgang der Arbeiten. Dabei sprach Christian Specht auch seinen Dank an die Bürger aus: „Uns ist bewusst, dass es bei Baumaßnahmen zu Einschränkungen für Anlieger, Gewerbetreibende und in diesem Fall auch für die Fahrgäste kommt, das lässt sich leider nicht vermeiden. Wir als Stadt haben gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben versucht, diese Beeinträchtigungen über die gesamte Bauzeit hinweg so gering wie möglich zu halten, und danken allen dafür, dass sie die Maßnahmen mit getragen haben“, betonte Erster Bürgermeister Christian Specht.
 
Die Baumaßnahmen im Einzelnen:
 
Seckenheim
 
Der seit 16. März 2015 laufende barrierefreie Ausbau der Haltestellen in Seckenheim sowie die Erneuerung der Ortsdurchfahrt ist Teil einer Gesamtmaßnahme, die zur Aufwertung und deutlichen Steigerung des Komforts und des Erscheinungsbildes in Seckenheim beiträgt.
So werden derzeit beispielsweise die Bahnsteige an der Haltestelle „Deutscher Hof“ und im kommenden Jahr auch die Haltestelle „Seckenheim Rathaus“ auf 30 Zentimeter angehoben. Das erleichtert in Zukunft vor allem gehbehinderten Bürgern und Familien mit Kindern den Einstieg in die Stadtbahnen der Linie 5. Für Blinde oder sehbehinderte Fahrgäste wird zudem an beiden Haltestellen ein Blindenleitsystem installiert.
 
Außerdem kommt ab Montag, 14. September, wenn die Bahnen nach etwa sechsmonatiger Bauzeit wieder fahren, die neuste Generation der rnv-Ticketautomaten mit dynamischer Fahrgastinformationsanzeige zum Einsatz. Die Bauzeit konnte zugleich auch vom Mannheimer Energieversorger MVV optimal genutzt werden um auch die Erneuerung von Leitungen für Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Telekommunikation durchzuführen. Somit konnten weitere Baustellen und die damit verbundenen Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger in Seckenheim verhindert werden.
 
„Für diese umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen investiert die MVV Verkehr 11 Millionen Euro“, verrät MVV Geschäftsführer Marcus Geithe. Allein auf die Erneuerung der Haltestellen „Deutscher Hof“ und „Rathaus“ entfallen etwa 6,8 Millionen Euro, wovon gut 4,1 Millionen Euro Fördergelder durch das GVFG-Programm (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) übernommen werden. „Dafür profitieren die Fahrgäste in Seckenheim von ganz erheblichen Verbesserungen“, so Geithe weiter.
Im Frühsommer 2016 gehen die Modernisierungsarbeiten in Seckenheim in die nächste Runde. Dann wird der Rathausplatz neu gestaltet und auch der dortige Kiosk erneuert.

Friedrich-Ebert-Straße
 
Zum Ende der Sommerferien können die Bahnen der rnv auch wieder durch die Friedrich-Ebert-Straße rollen. Dann nämlich, wenn der Anschluss der neu gebauten Trasse der Stadtbahn Mannheim Nord an das bestehende Schienennetz hergestellt ist. Hierfür wurde in der Friedrich-Ebert-Straße an der Kreuzung zur Hochuferstraße der neue Abzweig gebaut, über den ab Sommer 2016 die ersten Bahnen in Richtung Gartenstadt fahren sollen. Dafür mussten die Kunden der rnv für die Dauer der Arbeiten auf einen Ersatzverkehr mit Bussen umsteigen.
 
Ab Freitag, 11. September, sollen die Bahnen der Linie 4 und 5 den betroffenen Streckenabschnitt zwischen Universtitätsklinikum und Käfertal Bahnhof dann wieder befahren. Die neue Haltestelle „Bonifatiuskirche“, die für die zurückgebaute Haltestelle „Grenadierstraße“ entsteht, wird voraussichtlich ab Anfang 2016 in Betrieb gehen. Bis zum Abschluss der Maßnahme müssen sich auch die Autofahrer noch auf Einschränkungen einstellen. Während der Verkehr in Fahrtrichtung Innenstadt voraussichtlich ab Mitte November wieder zweispurig fließen kann, bleibt die Friedrich-Ebert-Straße in Fahrtrichtung Norden bis Anfang 2016 im Baustellenbereich die meiste Zeit einspurig.
 
Planungen auf Ereignisse und Ferien in der Region abgestimmt
 
Alle Planungen und die Fertigstellung der zur Zeit laufenden Maßnahmen orientieren sich zudem an kommenden Ereignissen in der Region. „Es ist besonders wichtig, dass gerade diese Streckenverbindung am Freitag, 11. September wieder zur Verfügung steht, schließlich fährt hier die für den Wurstmarkt in Bad Dürkheim so wichtige Linie 4“, sagt Norbert Buter, Bereichsleiter der rnv-Infrastruktur zum Fortgang der Arbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße. Auch an der Rheinüberquerung, der Konrad-Adenauer-Brücke, wird noch gearbeitet. „Aber wir liegen mit allen Arbeiten gut im Zeitplan“, so Buter weiter. „Das bedeutet, dass alles wieder läuft, wenn die Schule in Mannheim beginnt“, fügt Geithe hinzu.

© Stadt Mannheim
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