Nach intensiven Ermittlungen wird ein 43-Jähriger festgenommen. Ihm werden mehrere schwere Banküberfälle mit Geiselnahmen vorgeworfen.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim haben einen Ermittlungserfolg im Zusammenhang mit mehreren schweren Banküberfällen bekannt gegeben. Ein 43-jähriger Mann wurde am 30. April 2026 in Hessen festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Mannheim Haftbefehl wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes in drei Fällen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige gemeinsam mit einer weiteren Person planmäßig Bankfilialen ausgespäht und anschließend überfallen haben.
Überfall in Oftersheim als Ausgangspunkt der Ermittlungen
Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen war ein Überfall am 6. November 2025 in einer Bankfiliale in Oftersheim. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mehrere Bankangestellte beim Betreten der Filiale abgepasst, gefesselt und unter Androhung von Schusswaffengewalt zur Öffnung von Tresoren und Geldausgabeautomaten gezwungen zu haben.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand hielt sich der Tatverdächtige rund eine Stunde mit insgesamt fünf Geiseln in der Bank auf, um Sicherungssysteme zu überwinden. Dabei soll eine Angestellte durch einen Schlag mit dem Griff einer Pistole leicht verletzt worden sein. Anschließend soll der Mann mit Bargeld in sechsstelliger Höhe geflüchtet sein.
Weitere Taten in Rheinland-Pfalz
Die Ermittlungen brachten den Verdacht, dass der 43-Jährige auch für zwei weitere Taten im März 2022 verantwortlich sein könnte. In Otterbach soll er eine Bankangestellte überwältigt und versucht haben, Zugang zum Tresor zu erzwingen. Der Versuch blieb ohne Beute, da sich die Mitarbeiterin im Tresorraum einschließen konnte.
In Böhl-Iggelheim soll der Beschuldigte wenige Tage später erneut zugeschlagen haben. Dort soll er zwei Angestellte unter Gewaltandrohung gezwungen haben, den Tresor zu öffnen, und anschließend Bargeld in sechsstelliger Höhe erbeutet haben.
Festnahme und Beweissicherung
Im Zuge länderübergreifender Ermittlungen in Zusammenarbeit mit Polizeibehörden aus Hessen und Rheinland-Pfalz konnte der Tatverdächtige identifiziert und schließlich lokalisiert werden. Bei anschließenden Durchsuchungen mehrerer Objekte und Fahrzeuge wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt.
Der Mann wurde noch am Tag seiner Festnahme einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl in Vollzug. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.