Bei einem Polizeieinsatz in Walldorf ist ein 20-Jähriger am frühen Montagmorgen durch Schüsse schwer verletzt worden. Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln zum Ablauf des Geschehens.
Nach einem Polizeieinsatz in Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis laufen umfangreiche Ermittlungen zum Einsatz von Schusswaffen durch Polizeibeamte. Darüber informierten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Mitteilung.
Nach bisherigen Erkenntnissen wollten Beamte des Polizeipräsidiums Mannheim in den frühen Morgenstunden des 12. Mai 2026 einen 20-jährigen Autofahrer kontrollieren. Als der Mann das Streifenfahrzeug bemerkte, soll er laut Ermittlern unvermittelt beschleunigt und mit überhöhter Geschwindigkeit geflüchtet sein.
Im Bereich der Hauptstraße kam das Fahrzeug schließlich verkehrsbedingt zum Stehen.
Einsatz von Pfefferspray und Warnschüssen
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hielt der 20-Jährige beim Aussteigen ein Messer in der Hand. Die Polizeibeamten setzten daraufhin zunächst Pfefferspray ein und gaben zudem zwei Warnschüsse ab, um den Mann dazu zu bewegen, das Messer fallen zu lassen.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll der 20-Jährige das Messer jedoch nicht abgelegt haben. Stattdessen sei er unvermittelt zügig auf die Einsatzkräfte zugegangen.
Die Beamten gaben daraufhin mehrere Schüsse ab, da sie befürchteten, durch den Mann mit dem Messer verletzt zu werden.
Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen
Der 20-Jährige wurde schwer verletzt und befindet sich derzeit in medizinischer Behandlung in einem Krankenhaus.
Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg. Im Mittelpunkt steht zunächst die genaue Rekonstruktion des Ablaufs.
Hierzu sollen auch vorhandene Bodycam-Aufnahmen ausgewertet und bewertet werden.